DelFly micro:
Spionage-Libelle

Peter Sennhauser, 24. Juli 2008 06:02 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

DelFly Micro ist die kleinste Version eines ferngesteuerten, durch Flügelschlag fliegenden Roboters mit Funkkamera.

Die DelFly micro ist ferngesteuert und hat eine Funkkamera dabei - die perfekte Spionage-Libelle
DelFly micro der Uni Delft in den Niederlanden (Bild Keystone)

Laut der Website des DelFly-Projekts handelt es sich bei der elektronischen Libelle mit Kamera namens “DelFly” lediglich um ein Wissenschaftliches Projekt der niederländischen Uni Delft, das mehrere Disziplinen verbindet.

Aber die erstaunlichen Demos der Spionage-Libelle im Video (weiter unten) lassen ahnen, dass in so mancher Staatsschutz-Zentrale und in vielen Pentagon- und sonstigen Militärdenkstuben Strategen und Taktiker bereits nach der DelFly lechzen, die futuristischen Computerspielen oder der Harry-Potter-kammer der fliegenden Schlüssel entflogen scheint:

Delfly micro
Delfly: Flügelschlag-Mechanismus wie von Michelangelo Leonardo da Vinci (Foto Keystone)

Das kleine Fluggerät ist ein Ornithopter, also ein Gerät, das schwerer ist als Luft und dank Flügelschlag fliegt. Die hochkomplexen Bewegungsabläufe, die für diese Art des Fliegens nötig sind, sollen mit der DelFly unter anderem studiert werden (und das DelFly Team sucht dazu Demo-Personal und künftige Piloten).

Das aktuelle DelFly-Modell “micro” ist das dritte und mit drei Gramm Gewicht und 10 Zentimetern Gesamtlänge die kleinste in der Reihe der Prototyp-Spionagefliegen, die ständig weiterentwickelt und letzlich in einem autonom fliegenden und sich selbst steuernden Gerät gipfeln sollen.

Angesichts der Bildübertragung und der Geschwindigkeit von 18 Stundenkilometern, welche die surrende DelFly derzeit schon hinkriegt, dürften sich Aufklärungs-Beamte, Kriminaler und Militärs aber jetzt schon die Klinke der Uni in Holland in die Hand geben.

Und bald schon werden Schwärme von flatternden Mini-Robotern die Szene von Kidnappings, die Innenräume von Banküberfällen mit Geiselnahme und die Hotelzimmer unbequemer Politiker beim Schäferstündchen beleben.

Ich muss natürlich schnellstmöglich so ein Gerät haben. Die bisherigen Spionagehelis sind einfach zu gross und zu teuer.

http://www.youtube.com/watch?v=L17Ox4FQTkM

DelFly-Website der Uni Delft

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1 Kommentar zu diesem Artikel

  1. Tom Rollos

    schrieb am 24. Juli 2008 um 08:13 Uhr (#)

    Die Idee ist ja ganz gut. Doch wer wie ich schon mal so ein Ferngesteuertes Plastik Flugzeug ausprobiert hat weis wie schwer die zu steuern sind.
    Und ich schätze das das kleine noch viel schwieriger ist


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