Miss Bimbo:
Online-Kurs zur Powertussi

“Hello Kitty” ist schlimm? “Miss Bimbo” untertrumpft die rosa Katze noch deutlich.

Miss Bimbo
Der Originalzustand eines “neugeborenen” Miss-Bimbo-Avatars.

Männer machen inzwischen viel Geld damit, kleine Mädchen zu verderben. Nicht auf illegale, sondern auf blöde Art: Rosa Kitschwelten sind auch online das große Geschäft.

Doch während die japanische Katze nur nervig ist, schaut die Online-Welt Miss Bimbo wie eine Satire aus, ist aber ernst gemeint:

Wie im Film “Pink” soll hier ein “Bimbo”, sinngemäß mit “blondem Dummchen” bzw. “Tussi” zu übersetzen, ihr geistig beschränktes Handwerk lernen. Also vor dem Spiegel stehen, teure Klamotten kaufen, Schlankheitspillen zur Ernährung, ab zum Friseur, und als oberstes Lebensziel:

Ein Freund muss her, der Geld liefert, sonst ist Bimbo nicht komplett!

Standesgemäß ist Bimbo beim Start mit einem IQ von 70 ausgestattet. Möglichst viele Männer abknutschen und eine Brustvergrößerung machen zu lassen sind ihre wichtigsten Ziele im Leben.

Das alles klingt nach einer Satire, die man sich zum Abgewöhnen reinziehen kann, wenn die Freundin abgehauen ist. Aber nein, die Zielgruppe sind wie bei “Hello Kitty” kleine Mädchen, die nicht nur ihr “Tussigotchi” sparsam füttern, sondern die zweifelhaften “Lehren” dieses Spiels glauben und selbst magersüchtig werden.

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3 Kommentare

  1. Feylamia
    schrieb am 17. Juli 2008 um 10:08 Uhr (#)

    Bimbo HQ is in London, UK the home of the first recorded bimbo, Queen Victoria. Rumour has it she used to attend secret bimbo meetings somwhere deep down underneath Buckingham Palace where she would draw upon the strength of her bimbo inner circle to make important strategic decisions on how to run her country. After she passed away the bimbo became a near extinct specimen as media outlets and government agencies tried in vain to persecute and destroy the bimbo way of life. However, this fuelled the bimbo resistence to go underground as the now deceased bimbo legends – frizzyfay (in England and Europe in the early 1900′s) and LongtallLouisa (in the USA in the 1930′s) continued the struggle by setting up bimbo camps and bimbo speakbimboeasys. These days, despite continued persecution by the press, the rise of the bimbo continues all around the world as proved by the emergence of the Japanese bimbo led in Tokyo by rockingryoko and in China by Husinglaoda.

    Stimmt, das ist nie und nimmer Satire… ;)

  2. Schreibt hier auf dem Blog Wolf-Dieter Roth
    schrieb am 17. Juli 2008 um 10:18 Uhr (#)

    @Felamia: Es schaut zuerst schon lustig aus – für Erwachsene. Aber es kostet nachher die Mädels viel (Taschen-)Geld. Das war mit Tamagotchis noch anders, die koteten nur bei der Anschaffung. Und ob die Userinnen die Distanz dazu haben, die wir haben, da bin ich mir auch nicht sicher.

  3. Feylamia
    schrieb am 17. Juli 2008 um 10:44 Uhr (#)

    Ich erinnere mich noch recht deutlich an den Schulhof zu Tamagotchizeiten. Die Kids brauchten erst das Tamatgotchi 1.0, dann die nächste Version, außerdem brauchte man unbedingt Farbe XYZ weil die toller war, also noch ein neues, etc etc pp Und wirklich cool war sowieso nur, wer mehrere hatte.
    Auch damals wurde das ganze Taschengeld schon für (aus erwachsener Sicht) Unfug ausgegeben. Von Barbie, ihren Klamotten, ihren Freunden und ihrem Traumhaus mal ganz zu schweigen.
    Sollte die Seite also wirklich minderjährige Mitglieder haben, die dort Geld ausgeben, dann wäre das nur normal. Mal ganz davon abgesehen, dass die Mitgliedschaft kostenlos ist und man nicht gezwungen ist, sich die Spielwährung für bare Münze zu besorgen.

    Ist im Prinzip auch egal, denn mir geht es um folgendes: Zu behaupten, die Seite wäre nicht als Satire gemeint, nur weil einige Kinder sie nicht als solche verstehen könnten, finde ich mehr als grenzwertig.

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