Cassette Tape Lamp:
Verspulte Beleuchtung
Der Zahn der Zeit nagt irgendwann an so gut wie jedem vormals innovativem Produkt, auch an klassischen Tonmedien. Wer noch haufenweise alte Kassetten hat, sie aber nicht mehr braucht, kann sie aber formschön in eine Kassettenlampe umgestalten.
In meiner Jugend (was ja noch gar nicht so lange her ist), war es eine regelrechte Tradition, dass Jungs, wenn sie in ein Mädchen verschossen waren, der Angebeteten ein Mixtape gemacht haben. Auch ich habe noch ein paar Kisten (teils selbstgemachte) Mixtapes zu Hause, muss aber zugeben, sie gar nicht mehr zu hören. Deshalb finde ich die Idee einer Lampengestaltung nicht unspannend.
Erdacht wurde das hübsche Design von Transparent House. Jede Lampe ist aus etlichen Kassetten zusammengebaut, verschiedene Farben sorgen dabei für die optische Abwechslung.
Besonders gefällt mir bei den Beispielbildern übrigens der Effekt, den die von hinten beleuchteten Kassetten erzeugen (alle Bilder in der Galerie). Für das Licht sorgen Neonleuchten, das stellt sicher, dass der Kunststoff sich nicht auflöst. Wenn ich das richtig sehe, wurden die Tonträger in der Plastikschutzhülle belassen. So könnte man sie sogar noch hören, wenn man will.
Es gibt die Lampe nicht nur mit der klassischen 90er-, sondern auch mit der kleinen Diktiergeräts-Kassette. Sieht direkt viel dezenter, aber auch edler aus.
In Massenproduktion werden die verspulten Lampen wohl nicht gehen. Deshalb müssen Fans dieses Designobjekts schon selbst Hand anlegen, wenn sie sich ein solches Stück ins Wohnzimmer stellen möchten. Wer keine Kassetten mehr hat, bekommt sie sicher noch in größeren Mengen als Sonderposten.
[via Geeksugar]
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