LED-Taschenlampen im Test:
Mag-Lite gegen den Rest

Wolf-Dieter Roth, 7. Juli 2008 12:31 Uhr, 9 Kommentare Kommentare

Wir vergleichen Mag-Lite mit zwei Noname-LED-Taschenlampen: Energiesparen hängt bei diesen Geräten schließlich direkt mit dem Komfort zusammen.

LED-TaschenlampenTaschenlampen werden sehr gerne von Batterieherstellern angeboten - nichts frisst selbst die teuersten Batterien so schnell leer wie eine Taschenlampe mit Glühbirne.

Möglichst billige, schlechte Schalterkonstruktionen sind dabei behilflich, am beliebtesten sind irgendwelche dubiosen Dreh- oder Schiebeschalter, die sich “natürlich” von ganz alleine einschalten, zumindest ein bisschen, und so ganz unbemerkt die Batterie leernuckeln.

Das führt dann dazu, dass die Taschenlampe bei Stromausfall, wenn man sie braucht, prompt keinen Saft mehr hat - und mit etwas Glück ist die tiefentladene Batterie ausgelaufen und hat auch noch das Innenleben der Taschenlampe versaut. Das Gute daran (für den Batteriehersteller):

Wenn man nicht sehr gründlich putzt, werden die ätzenden Rückstände zu Kriechströmen führen und die neuen Batterien auch wieder entleeren.

Das zweite Problem: Glühlampen ziehen viel Strom und lassen schnell in der Helligkeit nach, wenn die Batterien nicht mehr mitspielen. Daher werden sie üblicherweise auf Überspannung ausgelegt: Eine Taschenlampe, die mit 4,5 V arbeitet, also drei Batteriezellen, enthält üblicherweise keine Glühlampe für 4,5 V Betriebsspannung, sondern eine für 3,8 V, 3,5 V oder gar 3,2 V.

Solange die Batterie ganz frisch ist, wird die Glühlampe hier also mit Überspannung fast bläulich leuchten - und daher nicht alt, wenn man besonders gute Batterien verwendet statt der einfachen Standard-Zink-Kohle-Zellen.

LED-Taschenlampen DetailLEDs sind wesentlich effizienter als Glühlampen, so man sie mit der richtigen Beschaltung betreibt. Billige LED-Taschenlampen benutzen drei eher kleine Batterien und füttern mit dieser direkt eine Handvoll weißer LED. Auf diese Art wird der Strom begrenzt, doch ist dies eigentlich die falsche Art, LEDs zu versorgen: Sie müssen mit einem definierten Strom betrieben werden, nicht direkt aus Batterien. Die Folge ist ähnlich wie bei der Taschenlampe mit Glühlampe: Die eigentlich 100.000 Stunden haltenden LEDs sind schnell kaputt und mit nicht mehr ganz vollen Batterien auch nicht hell.

Die besseren Taschenlampen benutzen stattdessen eine Regelelektronik, kommen daher mit zwei dafür größeren Batterien aus, was im Betrieb wesentlich günstiger ist.

Der andere Unterschied: Es gibt LED-Taschenlampen, die ähnlich den LED-Lampen für die Wohnung aus vielen kleinen LEDs zusammengesetzt sind, und solche, die eine Hochleistungs-LED verwenden. Als Taschenlampe, die nachts weit leuchten soll, ist nur letztere Konstruktion geeignet, erstere taugt nur zum Lesen unter der Bettdecke oder Leuchten im Zelt beim Camping.

Da es mittlerweile LED-Taschenlampen mit bis zu 5 Watt starken LEDs gibt - was 20 Watt Glühlampen entspräche und somit schon mehr einem Autoscheinwerfer als einer Taschenlampe - können sie auch mit den stärksten Mag-Lites in der Leuchtkraft mithalten. Lediglich der Fokus ist bei LED-Taschenlampen üblicherweise nicht verstellbar.

Allerdings gibt es auch für einige Mag-Lites inzwischen LED-Ausführungen oder LED-Nachrüstsätze. Diese konnten wir allerdings nicht testen, weil der deutsche Importeur Hintz auf E-Mails nicht reagierte, auch keine Fragen beantwortete, und am Telefon nur um eine erneute E-Mail bat, um die dann auch wieder nicht zu beantworten.

Wie im Foto zu sehen ist, können die 3W- und 5W-LED-Taschenlampen, die bei Pearl für knapp 20 bzw. 30 Euro zu haben sind, durchaus mit der um einiges größeren Mag-Lite 3D mithalten - sowohl in Leuchtstärke als auch (im Foto natürlich nicht zu erkennen, sondern bei Nacht ausprobiert) in Sachen Fokus. Nur die LED-Taschenlampe mit 12 LEDs für knapp 10 Euro ist wenig empfehlenswert: Sie hat die erwähnten Nachteile, insbesondere des unzuverlässigen Dreh-Wackel-Schalters, und hatte daher ihre Batterien pünktlich zum Foto tiefentladen …

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9 Kommentare zu diesem Artikel

  1. DerEineTyp

    schrieb am 7. Juli 2008 um 15:28 Uhr (#)

    als taschenlampe kommt sowieso nur eine in betracht:

    http://www.wickedlasers.com/lasers/The_Torch-74-0.html

  2. Domsch

    schrieb am 7. Juli 2008 um 21:10 Uhr (#)

    hum ich hab so ein 30 led dingens von m???. Das taugt auch für andere Zecke als nur für unter der Bettdecke um zu lesen ;)

  3. fab

    schrieb am 7. Juli 2008 um 23:06 Uhr (#)

    hehe du solltest auch andere Lampen in den Test einbeziehen: zb. die UltraFire C3, kostet bei DealExtreme 17$ (gratis Versand in die Schweiz ;)
    Die schlägt auch die grosse MagLite licht-mässig locker - und das für einen super Preis!

    seht selbst:
    http://www.dealextreme.com/details.dx/sku.1993

  4. the Don

    schrieb am 8. Juli 2008 um 11:31 Uhr (#)

    Beim Thema Taschenlampen kann ich nich still sein. Meiner Meinung nach is die beste “Hosentaschen”-Taschenlampe die Fenix L2d.
    Wer es wirklich (!) hell haben will, sollte eh zur Warrior von Microfire greifen ;))
    http://www.doncorso.de/dcwp/?p=102

    the Don

    .

  5. Bert Schulze

    schrieb am 27. Juli 2008 um 17:32 Uhr (#)

    Also eines stimmt, die Fenix L2D ist wirklich genial. Vor allem, weil sie mit normalen 2 AA Batterien/Akkus klar kommt und sehr hell oder sehr lange leuchtet. Super Teil.

  6. Sämsn

    schrieb am 14. August 2008 um 01:25 Uhr (#)

    DerEineTyp
    schrieb am 7. Juli 2008, 15:28 Uhr (Permalink zum Kommentar)

    als taschenlampe kommt sowieso nur eine in betracht:

    http://www.wickedlasers.com/lasers/The_Torch-74-0.html

    Na stark, was bringt einem ne Taschenlampe auf der man ein Ei braten kann? Dafür hält die Batterie gigantische 15 Minuten…
    Also für den normalen Zweck “Taschenlampe” is das ding absolut ungeeignet!

  7. Bert Schulze

    schrieb am 14. August 2008 um 08:49 Uhr (#)

    Absolut so sehe ich das auch, wie Sämsn. 15 Minuten Licht und das für schweine teures Geld. Denn die Batterien kosten meines Wissens viele Euros.

  8. DerEineTyp

    schrieb am 14. August 2008 um 18:55 Uhr (#)

    Naja …. 14 Euro für ein Ersatzakku fallen bei 200 Euro Gesamtpreis dann auch nicht mehr auf. Und man hat die Gewissheit, eine der hellsten Taschenlampen zu besitzen. Nur aufpassen sie nicht in der Hosentasche einzuschalten (siehe Video mit dem Ei ;-) )

  9. Thomas Sachs

    schrieb am 14. Oktober 2008 um 17:50 Uhr (#)

    Tag Leute

    Ich habe im Test gesehen, dass die Taschenlampe von
    Endurable 3W LED auch getestet wurde. Hier liegt mein Problem. Dieses Ding ist aus den Staaten und ich benötige eine Ersatz-LED für diese Taschenlampe. Leider habe ich noch keinen deutschen Vetrieb gefunden (Conrad, Pollin etc.)Diese Taschenlampe ist offensichlich nur aus den USA direkt zu ordern (gähn). Hat jemand einen deutschen Vertreiber an der Hand ? Brauche die Lampe dienstlich und da der Staat nur alte Lampen in meiner Dienststelle stellt, will ich die LED-Lampe weiterhin nutzen.

    Danke
    Thomas


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