Segway:
Olympische Sicherheitsräder
Segway-Verkäufe nehmen zu. Die Käuferschaft besteht aus frustrierten amerikanischen Autopendlern - und chinesischen Sicherheitsbehörden.
Wer 20 Stundenkilometer schnell läuft, kann diesen Beamten entkommen, die während der olympischen Spiele in China für Ordnung sorgen sollen - es sei denn, die Polizei hat die elektrischen Zweiräder frisiert. Dagegen spricht der Frust des chinesischen Segway-Hauptimporteurs, Schauspieler Jacky Chan:
Er hat sich kürzlich vor den Medien beklagt, dass die Herstellerfirma ihn die Fahrzeuge nicht in China herstellen lässt, obwohl sein Jahresumsatz inzwischen bereits in die Millionen geht: Segway fürchtet sich angeblich vor Produktpiraterie.
Angesichts des nach wie vor hohen Preises von rund 5000 Dollar für einen Segway sind die Befürchtungen nachvollziehbar. In China besteht die wachsende Segway-Käuferschaft in erster Linie aus staatlichen Behörden, die ihre Sicherheitskräfte mit den leisen Rollern ausstatten. Rund 100 Stück sollen allein für die Polizisten anlässlich der olympischen Spiele gekauft worden sein.
Dieweil melden Segway-Händler in den USA rasch wachsende Verkaufszahlen: Immer mehr durch die hohen Benzinpreise frustrierte Nah-Pendler leisten sich die Elektrofahrzeuge für den Arbeitsweg. Denn Strom ist in den USA noch immer billig, und die Segway-Besitzer behaupten gemäss einer AP-Story, die tägliche Akkuladung für rund 35 Kilometer Segway-Fahrt auf der Monatsrechnung nicht erkennen zu können.
Segway-Verkaufszahlen steigen mit Benzinpreis (USA Today, englisch)
Die Furcht der Segway-Hersteller vor Jacky Chans chinesischen Ausbauplänen (MSNBC, englisch)
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6 Kommentare zu diesem Artikel
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- neuerdings.com » Blog Archiv » Toyota Winglet: Segway kriegt Geschwister
(2. August 2008 06:44)
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Marcel
das sieht ja auf dem bild ganz nett aus. doch ich kann mir nicht vorstellen, dass man gleichzeitig fahren kann und auch noch etwas treffen, wie es auf dem bild dargestellt wird. zudem ist die geschwindigkeit von 20kmh wirklich lächerlich…was sollen diese roller überhaupt für einen vorteil bringen?
Semikolonne
Ich verstehe diese Segway-Sache auch nicht richtig. Jedes normale Fahrrad hat 1. mehr Leistung, ist 2. Umweltfreundlicher, kostet 3. einen Bruchteil, bietet 4. mehr Platz und ist 5. gesünder.
Kennen die Amerikaner eigentlich Fahrräder?
Peter
Ich rate jedem, einfach mal einen Segway auszuprobieren. Das ist mittlerweile in jeder größeren Stadt möglich. In Frankfurt z.B bei http://www.city-mobility.de. Ich bin sicher, dass die Kommentare von Marcel und Semikolonne danach ganz anders aussehen.
Semikolonne
@Peter: ich sag ja nicht, dass Segways keinen Spaß machen können(Rollstühle mit Elektromotor können durchaus auch Spaß machen). Ich finde nur, dass Segways eine ähnliche Spielerei wie Quads sind.
Peter
@Semikolonne: Ein Quad ist ein stinkendes Motorfahrzeug, das bis auf wenige Ausnahmen (z.B. im Rettungseinsatz)völlig nutzlos ist. Ein Segway ist fast lautlos, verbraucht für ca. 50 Cent Strom auf 100 km und wird künftig helfen, unsere verstopften Innenstädte etwas sauberer zu halten.
Gerade für Kurzstrecken in der Stadt (Wohnung-Büro)ist der Segway prädestiniert. In vielen Städten (z.B. Worms, Hamburg, München..) wird der Segway bereits für Stadtführungen eingesetzt. Auch viele Menschen mit leichter Gehbehinderung freuen sich, dass sie endlich wieder ihren Hund ausführen können. Auch die Polizei setzt den Segway bereitsin vielen Städten ein. Das alles hat nichts mit einem Quad gemeinsam. Richtig ist lediglich: Segway fahren macht auch Spaß
Peter
auch in Köln und Umgebung lassen sich die Dinger ausprobieren. zb. bei http://www.funky-move.de
dort lässt sich aus dem standart Segway auch noch was anderes als ein Spassmobil machen. Die Jungs dort machen das Ding alltagstauglich, mit entsprechenden Koffern Taschen Reifen usw. Damit werden sich auf Dauer auch die hohen Anschaffungskosten schnell rechnen.
Gruß
Peter