Reactable Synthesizer-Tisch:
Ein Gefühl für die Musik
Seit der Erfindung des Synthesizer sind die Möglichkeiten zur elektronischen Sounderzeugung immer besser und ausgefeilter geworden. Aber auch technischer. Grund genug, dem Klang mit Haptik zu entgegnen, um Musik wieder “greifbar”. Der Reactable könnte da ein guter Anfang sein.

Drehen, Wenden, Sound verändern – der Reactable macht Sound greifbar. (Impressionen: Reactable Projektseite)
Immer mehr Musik entsteht heutzutage mit Hilfe von Computern. Wo damals Synthesizer elektronische Akzente setzten, werden heute komplette Instrumente durch Computer ersetzt. Den Unterschied hört man oft genug gar nicht mehr.
Was dabei verloren ist aber nicht nur die Optik, sondern auch das Gefühl für Musik an sich. Den Weg zurück zur haptischen Sounderlebnis könnte der sogenannte Reactable ebnen. Das Konzept ist nicht neu, schon vor Monaten hatte ich erste Filmchen dieses Musiktisches gesehen, nur schien mir das Konzept fern ab von jeder Umsetzbarkeit. Mittlerweile – nicht zuletzt dank des Videos (unten) – denke ich anders. Und lese bei den Erfindern selbst, dass den Reactable ab Ende 2008 auch offiziell geben soll:
Erarbeitet wurde das Instrument von der Musiktechnikgruppe an der Universität in Barcelona, an der Entstehung beteiligt waren unter anderem zwei Österreicher.
Konzept: Man schiebt zwecks Klangerzeugung verschiedene Objekte, sogenannte Tangibles, auf der Oberfläche des Reactables herum, die je nach Entfernung und Drehwinkel die Töne erzeugen. Abgetastet werden die Tangibles im Scanner-Prinzip mittels einer unter der Tischplatte angebrachten Kamera. Das verhindert, dass Hände die Objekte verdecken können. Im Gegenzug ermöglich es auch den Einsatz der eigenen Hände.
Setzt man einen Tangible auf den Tisch, tauchen rund um ihn Symbole auf, die entweder Informationen darüber geben, was das Objekt gerade für einen Klang erzeugt, oder dazu benötigt werden können, den Sound zu ändern. So können mehrere Tangibles und ihre Entfernung zueinander den Sound ändern.
Vorteile des Synthesizer-Tisches: Man kann sowohl alleine als auch zu mehreren komplette Klangwelten erschaffen. Es gibt keine Anleitung, alle Töne entstehen rein intuitiv. So ist es nicht nur für Profis, sondern auch für blutige Anfänger einfach, den Tisch zu bedienen. Selbst Kinder können so Teil haben. Doch auch für Profis bietet der Reactable viel Schönes. So hat Björk das Wunderwerk schon bei diversen Auftritten zum Einsatz gebracht, unter anderem bei “Later With Jools Holland”.
Bis man so weit ist, dauert es natürlich seine Zeit. Aber rein vom Gefühl her würde ich sagen, dass man über Learning-By-Doing sehr schnell einiges schaffen kann- sofern die Erinnerung mitspielt und man bestimmte Handgriffe nicht vergisst.
Wie schon zu Beginn erwähnt soll der Reactable ab Ende 2008 in so etwas ähnliches wie eine Serienproduktion geben, wobei der Preis sicher nicht ohne sein wird. Momentan belaufen sich die Produktionskosten für einen Tisch auf rund 10.000 Euro.
[Projektseite via Kulturzeit (Danke, Armin)]
















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der komponist johannes kreidler hat in die richtung einiges gemacht:
http://www.youtube.com/watch?v=uzgZlRy8w-s
http://www.youtube.com/watch?v=H3Hz_pZi2sw
http://www.youtube.com/watch?v=iLSCi7qNGLU
http://www.kreidler-net.de
Hallo
Kann mir den jemand sagen, wo das man diese Gerät testen kann oder auch gleich kaufen? Dies am besten in der Schweiz.
Gruss
Tut mir leid, aber was der Herr Kreidler da macht ist für mich eher Abstrakte Kunst und hat rein gar nichts mit guter Musik zu tun.