Real Snail Mail:
Probiers mal mit Gemütlichkeit…

Wolf-Dieter Roth, 21. Juni 2008 16:20 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Die Briefpost wird ja gerne als “Snail Mail” bezeichnet, als Schneckenpost, seitdem es E-Mail gibt. Doch nun kann auch E-Mail schneckenlangsam werden…

Real Snail Mail

Es gab ja bereits Versuche, E-Mail auf Flash-Speichern per Brieftaube zu transportieren – was wider Erwarten bei größeren Attachments sogar effektver war, als normal per DSL.

Dieses Problem der zu großen Effizienz dürfte dem neuesten Projekt von Vicky Isley & Paul Smith, normalerweise in Sachen Computeranimationskunst am National Centre for Computer Animation, Bournemouth University UK tätig, fremd sein. Sie haben nämlich einen besonders unzuverlässigen Webmaildienst…nun, “auf die Beine gestellt” kann man es eigentlich nicht nennen:

Terrarium

Drei Schnecken, Cecil, Austin und Muriel, wurden mit RFID-Transpondern ausgerüstet und tauschen so bei ihrem Weg durch das Terrarium E-Mails zwischen zwei RFID-Sendestationen aus. Und das kann dauern…

Nunja, zwei Schnecken – Schnecke Muriel hat nämlich bislang den E-Mail-Transport sogar komplett verweigert!

Wer nun allerdings denkt, mit der Schneckenpost unangenehme Briefe besonders langsam aufgeben zu können (”Schatz, es ist aus, ich habe eine Neue!”), um sich aus der Affäre zu ziehen, sollte sich besser nicht darauf verlassen:

DISCLAIMER: RealSnailMail is still under development

For testing purposes some messages may be forwarded sooner than expected.
Sorry we can not guarantee unreliability of service at this time.
We hope to have RealSnailMail working less predictably as soon as possible.

Da bekommt der Ausdruck “den Postboten zur Schnecke machen” doch eine ganz andere Bedeutung…

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2 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Zettt

    schrieb am 21. Juni 2008 um 20:18 Uhr (#)

    lol. Den Postboten zur Schnecke machen. Den muss ich mir merken.

    Ansonsten: Verrueckte Welt. Irgendwelche Schnecken mit RFIDs auszustatten. o_O

  2. Florian

    schrieb am 10. April 2009 um 08:58 Uhr (#)

    hahaha – klasse, genau das was ich suchte. Wir warn heut früh schnecken sammeln, es waren gleich paar dutzend und da kam mir die idee, quasi der forschungstrieb, ihr verhalten im garten zu überwachen (nur so als idee, denn ich nahm es also zum anlaß mich eben über den stand der RFID technik updatend zu informieren.

    Wie groß wird wohl aktuell die größtmögliche Reichweite dh also auch transponder größe sein?? Ein Meter wäre toll, brauch man aktive transponder nehm ich an, wie klein können die sein, packt das eine schnecke?

    grüße florian


3 Trackbacks

  1. Schneckenpost mal wörtlich genommen -- rtauchnitz.de
    (22. Juni 2008 18:58)
  2. Mut zur Langsamkeit… | Tief im See
    (22. Juni 2008 19:20)
  3. imgriff.com » Blog Archiv » Der Link am Morgen: Schneckenpost für die nicht ganz so dringenden Mails
    (23. Juni 2008 09:07)

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