Bibliothek-Roboter:
Stuhl-Sklave

Peter Sennhauser, 16. Juni 2008 13:13 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Ein holländischer Designer löst mit “Take A Seat” das Lesesaal-Problem: Nie ist ein Stuhl da, wenn man einen braucht. Sein Robot-Hocker folgt dem Bibliotheks-Besucher überall hin.

Der Bibliotheksroboter von Jelte van Geest
Versklavung des Stuhls durch RFID-Chip Im Bibliotheks-Ausweis.

In der Schweiz kennt man das System von der Auto-Sharing-Firma Mobility: Mit einer Ausweiskarte lassen sich die überall in der Eidgenossenschaft herumstehenden Fahrzeuge kontaktlos öffnen (wenn der Ausweisinhaber eine Reservation hat, andernfalls muss er per Telefon-Buchung schnell eine auslösen).

Etwas weiter gehen, respektive rollen (Video unten) diese Bibliotheks-Hocker des niederländischen Designers Jelte van Geest:

Sie folgen dem Inhaber eines Bibliotheksausweises innerhalb des Gebäudes (fast) überall hin. Dazu muss er nur im Vorbeigehen kurz seinen Ausweis mit dem RFID-Chip an die vorgesehene Stelle halten, und der Stuhl begibt sich freiwillig von der Ladestation an der Wand ins Schlepptau des Bücherwurms.

Beim Verlassen der Bibliothek wird die sklavische Bindung des Stuhls an einer Haltelinie per Funk gelöscht, und der Hocker rollt selbstätig zurück zur Ladestation.

Das Ganze funktioniert auch mit Stuhl-Schwärmen, wenn die Bibliothekarin für eine lesung einen Publikumsraum zusammenstellen will. Dann folgen ihr einfach alle Schäfchen und reihen sich an der gewünschten Stelle sauber auf.

[Via Technabob]

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4 Kommentare

  1. hosae
    schrieb am 16. Juni 2008 um 13:19 Uhr (#)

    ist sowas wirklich nötig? xD

  2. Sven
    schrieb am 16. Juni 2008 um 15:44 Uhr (#)

    und was passiert mit hinternissen/menschen die im weg stehen?

  3. wollschaf
    schrieb am 16. Juni 2008 um 15:56 Uhr (#)

    Erst wenn mich meine Toilette den ganzen Tag verfolgen würde, wär’s ein riesiger technischer Fortschritt! ;)

    Aber so ein Hocker muss mir wirklich nicht hinterherdackeln. Wieso brauche ich unbedingt meinen Stuhl im Gang, wenn die altmodische Variante doch am Tisch steht?

  4. Mirko
    schrieb am 20. Juni 2008 um 13:09 Uhr (#)

    Hmm… skurril. Halte da nicht viel von. Wenn ich ein Buch in der UB finde, das mich interessiert, verkrümele ich mich in eine Leseecke… Kann mir auch nicht wirklich vorstellen, dass das alles sooo reibungslose klappt wie im Vid dargestellt.

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