Ati XGP:
Vier Monitore am Notebook

Peter Sennhauser, 7. Juni 2008 09:03 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Mit der Ati XGP Grafikkartenbox will AMD an Besitzern von Mittelklasse-Notebooks verdienen: Die Box ist ein Gehäuse für eine externe Super-Grafikkarte. Die will allerdings zusätzlich erworben werden. Ein weiterer Schönheitsfehler ist der Anschluss der Box.

ATI XGP Grafikkarten Box extern
ATI XGP: Externe Grafikkarte für externe Monitore – oder den internen.

Prozessorpower ist nicht erst seit dem Asus EEE PC ein Sekundärkriterium beim Rechnerkauf – was wirklich zählt in der Welt der aufwändigen Spiele ist die Grafikkarte. GPU statt CPU ist das Bauteil, das den Strom des Rechners schneller durch die Lüfter jagt, als man ein Spiegelei auf einem MacBook Air braten kann.

AMD als Eigner von ATI und grösster Intel-Konkurrent hat diese Woche schon eine spannende Lösung mit der Puma-Chip-Plattform für Notebooks vorgestellt, jetzt folgt der zweite Streich mit der Ati XGP, einer Lösung mit externer Grafikkarte für Notebooks:

AMD ATI XGP: Eine Box für die externe GrafikkarteGrundsätzlich handelt es sich dabei um ein Gehäuse wie für Harddisks, nur dass in die Ati XGP die High-End-Grafikkarten von Ati eingebaut werden können – wenns sein muss sogar zwei. Ist man unterwegs, läuft das Notebook auf der eigenen, integrierten und lahmen Grafikkarte – und verbraucht wesentlich weniger Strom.

Im Böro lassen sich dann alle drei Grossbildschirme für die Börsenkurse World Of Warcraft anschliessen: Einfach die XGP ans Notebook anhängen, und schon wird der entsprechende Treiber aktiv und schickt die Grafikdaten zur externen Karte.

Ein externer Monitor ist übrigens nicht nötig – die Ati XGP kann ihre Ausgabe auch zurück in den rechner und drot auf den Bildschirm senden. Selbstredend läuft das alles mit sämtlichen Schikanen, HDMI und DVI und allen andern Abkürzungen, die man so braucht.

Exotischer Anschluss

Und einer, die man lieber nicht bräuchte: Der Anschluss der Ati XGP erfolgt über PCI Express 2.0 – aber nicht über den ExpressCard-Slot, den neuere Notebooks aufweisen, sondern über einen separaten Steckeranschluss – ExpressCard ist offenbar zu langsam, obwohl bisherige externe Grafikkartenlösungen auf dieses Interface setzten.

Und damit ist die Ati-Wunderbox leider bereits wieder ein Exot, es sei denn, AMD kann alle Notebook-Hersteller davon überzeugen, ab sofort noch einen Stecker in ihre Gehäuse einzubauen. Steve Jobs wird am leichtesten zu überzeugen sein, er hat ja am MacBook Air schon mit dem Verzicht auf den Ethernet-Anschluss Platz gemacht.

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