iPhone-Gerüchte:
Dünner, langlebiger und billiger

Das neue iPhone ist dünner, hat GPS und 3G, 16 oder 32 GB Speicher, hält länger durch und kostet auch noch weniger. Sagt Wired-Cult-Of-Mac-Blogger Leander Kahney. Der wie alle andern Blogs derzeit Schlagzeilen mit grossen Fragezeichen hintendran verbreitet.

Dünneres iPhone
Das neue iPhone soll 22 Prozent dünner sein, 100 Prozent mehr Speicher und ein GPS enthalten, einen besseren Akku haben – und 50 Prozent billiger sein als das alte. (Photoshop-Job Cult of Mac)

Es gibt eine einzige Behauptung in der Flut von Gerüchten rund ums neue iPhone, die schon eingetreten ist, bevor jemand das 3G-iPhone zu gesicht bekommen hat. Die Preise werden fallen:

Nur werden es nicht die der neuen Geräte sein, jedenfalls aber der alten. Denn nicht nur werden alle echten Fanboys die Läden stürmen, wenn das UMTS-iPhone erhältlich ist, und danach ihre alten Jesus-Phones auf Ebay schnellstmöglich verschachern.

In Europa zumindest dürften noch einige Hunderttausend alter iPhones bei T-Mobile und in England und Frankreich bei O2 und Orange herumliegen, denn dieser Analyse der London Times zufolge haben sich die europäischen Mobilfunk-Manager blind von der amerikanischen iPhonmania anstecken lassen und ungefähr das Doppelte des altmodisch-nicht-UMTS-fähigen Wundertelefons eingekauft, als der Markt wirklich haben wollte.

Die Preissenkung auf 99 Euro bei T-Mobil vor rund einem Monat spricht Bände. Und der grösste Witz daran ist die Beschränkung der Aktion bis Ende Juni… Wenn Steve Jobs am nächsten Montag hier in San Francisco die Seligsprechung des alten iPhones durch die Präsentation des neuen iPhones durchführt, dürfte jeder Deutsche Kunde zu einem 2-Jahres-T-Mobile-Vertrag gratis ein altes iPhone kriegen – so lange der Vorrat reicht…

Denn das neue ist ein wahres Wundergerät – wenn man den jüngsten aus einer langen, langen, langen Schlange von Gerüchten glaubt. Leander Kahney von Cult of Mac will aus einer (nicht überprüften) insider-Quelle erfahren haben, dass das neue iPhone

  • UMTS kann (ah ja?), dass es
  • ein GPS-Modul enthält (hätte das erste schon haben müssen), dass es
  • in Speicherkapazitäten von 16 und 32 Gigabyte daherkommen wird (nett!).

Und dann kommt der wahre Hammer: Das neue iPhone, sagt Deepthroat, bei dem es sich um einen Programmierer einer grossen Softwarefirma (Microsoft?) handeln soll, der die TechSpecs des Jesus-Phones gesehen haben will, das neue iPhone also ist nicht etwa dicker als das alte (obwohl es angeblich GPS, mehr Speicher und einen wesentlich besseren Akku enthält). Nein. Es ist 22 prozent dünner.

Nun denn, das ist absolut glaubwürdig: Steve Jobs hat noch selten ein Nachfolgegerät auf den Markt gebracht, das klobiger war als die erste Generation – und wenn er deswegen auf DVD-Laufwerk, Wechselbatterie und Netzwerkbuchse vezichten musste.

200 Dollar billig. Wer ein altes nimmt, kriegt 100 Dollar raus.

Mac Book Air als KuchenspachtelDas neue iPhone wird aber nicht nur als Kuchenschaufel dienen können wie kürzlich ein MacBook Air.

Zur Abspeckkur gehört noch eine Grösse aus dem Datenblatt, und die hat es nun wirklich in sich: Das iPhone 3G, sagt der Programmierer einer Softwarefirma, der die Techspecs gesehen hat, wird in England 100 Pfund und in den USA 200 Dollar kosten.

Und an dieser Stelle bricht das Kartenhaus der Hoffnung, es handle sich um knallharte Fakten, mit leisem Rascheln und einem spöttischen Pfeifen aus der Ecke von Steve Jobs zusammen.

Warum wohl soll Apple das seit dem EEE PC von Asus am gierigsten erwartete Gadget, das Gerät, dessetwegen 90%ige Apple Fans in UMTS-Europa sogar auf die Anschaffung des überteuerten Erstlings verzichtet haben, die Cash-Cow, die nicht nur Einnahmen aus den Hardware-Verkäufen, sondern einen Einstieg in den Geldfluss der Mobilfunkdienstleistungen gebracht hat, dicht am oder sogar unter dem Gestehungspreis verscherbeln? Denn wohlgemerkt, die rede ist nicht von Subventionierung des iPhones durch die Mobilfunkfirmen, sondern durch Apple selbst. Um RIMs Brombeere aus dem Markt zu verdrängen?

Dazu müsste das neue iPhone vor Abspeckkur, GPS und mehr Speicher vor allem mal Copy/Paste lernen.

Vielleicht straft mich Steve Jobs am Montag lügen. Aber ich wette, Umsatzwachstum ist dem Apple-CEO immer noch wichtiger als die Mobiltelefon-Weltherrschaft.

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1 Kommentar

  1. robert
    schrieb am 4. Juni 2008 um 14:15 Uhr (#)

    Sehr witzig geschrieben.
    Der Grund das die Telekom soviel iPhones auf Vorrat hat ist:
    a.) Sie mussten diese Menge abnehmen.
    b.) Sie haben sich spät entschieden und zwar nach den iPhone Hack
    c.) Bei eBay bekommt man für 400Euro das iPhone ready-hacked! Bei der Telekom im günstigsten Fall für 200 + 30 monatlich… also gut das doppelte. Immerhin kann man ja nicht so schnell den aktuellen Vertrag kündigen.

    Also warten wir auf das nächste iPhone, diesmal aber mit verbesserter Software, Organizer und endlich ohne Sim-Lock bitte..

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