Enkin:
Google-Phone als Kompass

Zwei Computer-Visualisten aus Konstanz (D) machen aus dem Google-Handy ein Echtzeit-Fenster in die Virtuelle Realität.

Enkin - der Handy-Kompass mit virtueller realität

Enkin - der Handy-Kompass mit virtueller realität


Enkin blendet in Echtzeit Informationen ins Videobild des Handys ein.

Werden wir bald schon Touristen zielstrebig durch fremde Städte eilen sehen, den Blick stur aufs Handy-Display gerichtet? Wenn solche Figuren die Japaner mit der ausgestreckten Foto-Hand ablösen, dann handelt es sich nicht um eifrige Urlaubsknipser, sondern um interessierte Besucher auf einem halbvirtuellen Stadtrundgang (oder auf dem kürzesten Weg zur nächsten Toilette):

Enkin im Livemodus

Enkin im Livemodus

Enkin, ein Projekt zweier deutscher Studenten der “computational visualistics” aus Koblenz, verknüpft GPS, Beschleunigungssensor, Handy-Kamera, Routing-Informationen und wohl bald auch Wikipedia, mischt alles zusammen und macht das Handy-Display zu einem Fenster, durch das die Welt mit Zusatzinformationen angereichert dargestellt wird – augmented reality ahoi.

Enkin im Kompass-Modus, sprich Live-Mode zu einem Ziel

Enkin im Kompass-Modus, sprich Live-Mode zu einem Ziel

Der Prototyp der Software scheint zunächst nicht viel mehr als ein Routenplaner für Fussgänger zu sein. Tatsächlich aber kann ein Enkin-Handy (und das wirds erst geben, wenn erste Hardware mit Googles Betriebssystem Android verfügbar ist – denn dafür ist Enkin entwickelt worden) viel mehr als Landkarten und einen Standpunkt anzeigen. Den ermittelt es mit GPS, aber aus der Lage der Beschleunigungssensoren im Gerät stellt es zudem die Blickrichtung des Handy-Besitzers fest. Jetzt kann das Live-Bild der Kamera mit Tags und Informationen über umliegende Gebäude angereichert werden – und all das reagiert auf jede Bewegung des Handys.

Wie ein Kompass kann das System den direkten Weg zu einem Ziel anzeigen – Kartenlesen überflüssig. Ausserdem bietet Enkin eine dreidimensionale Vogelschau und einen Map-Modus ähnlich Googlemaps. Ziemlich beeindruckend.

Max Braun und Raphael Spring

Max Braun und Raphael Spring

Dass Max Braun und Raphael Spring dem Nerd-Image im Video in allen Punkten gerecht werden (besonders süss der im Hintergrund wedelnde Pleo), macht die Geschichte noch vergnüglicher.

Unter die ersten fünfzig Anwendungen hat es Enkin im Android-Entwickler-Wettbewerb von Google nicht geschafft. Aber die beiden Studenten sind – was eine sonderbare Firma Google doch ist – “ausserwettbewerblich” vom Suchriesen angegangen worden und dürfen wohl auf Unterstützung aus Mountain View zählen. Was Riesen wie Nokia in ihren Labors im Silicon Valley mit Heerscharen erfahrener Fachleute eproben, haben Spring und Braun mit einem simulierten Handy hingekriegt. Hut ab!

Das Video:
Enkin from Enkin on Vimeo.

 

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Ein Kommentar

  1. Die Jungs sind aus KOBLENZ und nicht aus Konstanz.
    Das steht in sovielen Webzines falsch drin…

2 Pingbacks

  1. [...] deutlich Richtung lokaler Datenverarbeitung. Bereits gibt es erste Handy-Software, mit der man die Umwelt nach Informationen scannen kann. Quividis Software macht es andersherum: Werbeplakate messen, wieviele Leute vorbeigehen oder [...]

  2. [...] Was damit so möglich is zeigen zwei krasse Nerds: -klick- [...]

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