GPS-Zeichnung:
Grösste Leica von San Francisco
Von Peter Sennhauser am 2. Juni 2008 um 11:00 Uhr Kommentare (3)
Kategorien: Fortbewegung, Kurioses, Navigationssysteme
Wir konnten es nicht lassen und mussten unsere eigene GPS-Zeichnung anfertigen. Die grösste Leica M8 der Welt liegt im Sunset-District in den Strassen von San Francisco.
Wir bekennen uns schuldig: Nachdem wir dem schwedischen Designstudenten Erik Nordenankar mit seiner Geschichte einer GPS-Zeichnung, die er mit Hilfe einer Lieferfirma auf den Erdball gezeichnet haben will, auf den Leim gekrochen sind, hat uns der Hafer gestochen. Mit einer ziemlich unökologischen Sonntagsfahrt haben wir deshalb die grösste Leica-Kamera in die Strassen von San Francisco gezeichnet, die es je gegeben haben dürfte. Auch wenn die Grafik künstlerisch zu wünschen übrig lässt, das Unterfangen war gar nicht so schwierig:
Dank des typischen amerikanischen Schachbrett-Strassenmusters (am schönsten im bieder-verpennten Neubauquartier “Sunset” gleich südlich vom Golden Gate Park) liess sich ein Foto einer Leica einigermassen formgetreu in die Strassen legen - und nach ein bisschen Planung haben wir das GPS voll geladen, auf dem Nokia E61i den GPS-Tracker (der für Sportzwecke gedacht ist - Besprechung folgt dieser Tage) angeworfen und sind die Route abgefahren.
Dabei haben wir zum Beweis, dass es sich diesmal NICHT um ein Fake handelt, an möglichst vielen Strassenecken die Strassenschilder (und manchmal etwas anderes) fotografiert.

Die GPS-Spur mit 36 Beweis-Fotos in den Strassen des Sunset, San Francisco. Die Fotos und den Track des Nokia Sportrackers haben wir mit Geosetter verknüpft.




So gehts: VorlagenBild in Photoshop (hier Paintshop Pro) laden, den geünschten Ausschnitt aus Googlemaps als Screenshot nehemn und als Ebene drüberlegen, halbtransparent machen. Die bestgeigneten Strassenzüge mit einem Vektorstift nachzeichnen. Danach die Route in den Googlemaps auf Einbahnstrassen und dergleichen überprüfen und mit eingeschaltetem Nokia Sportstracker abfahren / joggen / fliegen.
Eine Stunde und 36 Fotos später war die Leica im Kasten, sprich als GPS-Track im Nokia. Mit Geosetter haben wir den Track ausgegeben und mit den Fotos synchronisiert. Ein Google-Earth-File kann beziehen, wer uns auf die Probe stellen will.
Leider ist uns ein anderer Spinner Peter Rullmann aus Saarbrücken zuvorgekommen. Und leider hat er diese Spinner nicht auf ein Schachbrett zurückgegriffen, sondern mit deutlich mehr künstlerischem Flair die europäischen Chaos-Strassen genutzt:
Aber auchdas kann noch geschlagen werden: Schickt uns Eure GPS-Routen-Zeichnungen - wir präsentieren die besten Vorschläge demnächst an dieser Stelle (wenn wir tatsächlich welche kriegen).
Stavros macht übrigens auch in Position-Art.
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3 Kommentare
fantastische aktion, sehr cool, gratuliere. dass der andere ein fake ist, hab ich nicht mitbekommen… ähm jetzt eben doch. und mit was für einer schrillen geschichte. grandios. bin gespannt, ob ihr nachahmer findet.
fokussiert.com » Blog Archiv » Geotagging: GPS in der Kamera
schrieb am 7. Juni 2008, 09:50 Uhr (Permalink zum Kommentar)[…] möchten die Koordinaten-Felder in den Exifdateien ausnutzen, anhand derer sich Bilder direkt in digitales Kartenmaterial integrieren oder Ortsangaben in Klartext aus solchen Karten in die Exifdaten extrahieren […]
S1p
schrieb am 4. August 2008, 18:30 Uhr (Permalink zum Kommentar)Tolle Idee !!!
Immerhin eine Möglichkeit recht günstig an seine eigene Leica zu kommen. Die im Laden sind einfach nicht innerhalb meiner Verdienstklasse…
(im übrigen bin ich durch einen Preischeck auf dieses Blog gestossen)
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bugsierer
schrieb am 2. Juni 2008, 16:24 Uhr (Permalink zum Kommentar)