NEED:
Das Duplo-Handy
Designer Tamer Koseli gestaltet mit sienem Mobiltelefon “Need” das wohl längste Handy der Welt.
Ich frag mich wirklich, was Tamer Koseli eingeworfen hatte, als er dieses Stäbchen entwarf. Schokoriegel, schätzungsweise: Die haben ihn dazu verführt, das wahrscheinlich längste Handy der Welt zu gestalten. Raffiniert daran: Die Stifteingabe von links nach rechts, und die radikale Beschränkung aufs Wesentliche:
Kein MP3, keine Kamera, kein Video. Dafür zwei Bildschirme: Ein Touch-Display zur Bedienung, ein OLED auf der andern Seite.
Das Stäbchen ist 14 Zentimeter lang, zwei Zentimeter breit und einen halben Zentimeter dick. Und es dient dem Zweck, für den Mobiltelefone entwickelt wurden: Der Kommunikation von Mensch zu Mensch. Das aber in schlichter Eleganz.
Der Bedienungsbildschirm wird mit einem laaaangen Rutsch nach unten entsperrt, danach lassen sich die Telefonbucheinträge durchscrollen und auf Fingertipp anwählen.
Wir haben nur ein Problem: Hat schon mal jemand von euch ein Duplo in den Fingern gehabt? Die Dinger brechen, wenn man sie verschleckt anschaut. Ich würde mich nicht trauen, mich mit diesem Handy in der Tasche hinzusetzen.




























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Sehe ich ganz genauso. Das Bedienkonzept wirkt ausgesprochen raffiniert und könnte zu einem echten Renner werden – wenn es in ein etwas robusteres und “optisch verträglicher” designtes Handy integriert würde. Die Beschränkung auf das Wesentliche und der Verzicht auf jeglichen überflüssigen Schnickschnack sind dabei sicherlich Aspekte, die in Zukunft an Bedeutung gewinnen werden. Als Gegentrend zum eierlegenden Wollmilchsau-Multimedia-Handy, dessen Funktionen doch niemand mehr ernsthaft alle nutzen kann und will. Aber am Design des Need sollte noch einmal ordentlich gefeilt werden – sieht hübsch aus, aber stabil ist etwas anderes…