CellSensor:
Elektrosmog selber messen
Mit dem CellSensor lassen sich elektromagnetische Felder wie die Strahlung von Handy, Funktelefon oder Mikrowellenherden messen.
Viele Menschen fürchten sich vor den angeblich gefährlichen Strahlen von Handys oder Funktelefonen. Wer GSM- oder UMTS-Antennen in Wohnungsnähe als Grund für einen Umzug sieht, kann jetzt selber in die Diskussion über die Feldstärke eingreifen.
Mit dem handgroßen CellSensor (zur Bildgalerie) lassen sich die elektromagnetischen Felder messen. Allerdings bleibt die Interpretation der Messergebnisse, welche Strahlung also wie gefährlich ist, jedem Nutzer selbst überlassen:
Fragwürdig bleibt auch, was man nach dem Feststellen der Strahlung tun sollte. Handy und Fernseher zum Fenster rausschmeißen ist sicher nicht die beste Alternative. Der Hersteller schreibt, man könne zum Beispiel sein Bett so ausrichten, dass es nicht in einem Strahlungsfeld stehe. Feng Shui meets Strahlenpanik.
Leider ist fast mein ganzes Zimmer voller Technik, und so gibt es nur eine Stelle die strahlungsfrei ist: Direkt vor der Tür. Das ist leider nicht ganz nach den Regeln des Feng Shui, denn dieses besagt: Schlafen in ruhigen Stellen des Hauses, an denen Sie nicht gestört werden. Da ist die Tür sicherlich nicht die richtige Stelle.
Spaß macht der kleine Elektrosmog-CellSensor dennoch. Immerhin sieht man einmal, was daheim so alles vor sich hin strahlt, und die schlimmsten Technikfans lassen sich mal ein bisschen verunsichern, wenn man mit dem Sensor die Brussttasche mit dem Handy anvisiert.
Den Lebensverbesserer für die einen bzw. das Spielzeug für die anderen gibt es für 30 Dollar im Internet.

































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Kann man dieses Gerät auch irgendwo bestellen, die auch in die Schweiz liefern?
Hätte Interesse daran…
Ich würde mal bei den Stadtwerken fragen. Die bieten sowas oft umsonst zum leihen an.
Handy und Fernseher sind zwei verschiedene Arten von Elektrosmog-Verursachern. Beim Fernseher (niederfrequente elektrische und magnetische Felder) hilft einfach Stecker rausziehen oder genügend Abstand halten. Die niederfrequenten Felder bauen sich vor allem um die Kabel, Leitungen und um die Geräte selber auf. Je mehr Abstand man dazu hat, desto geringer wird i.d.R. die Belastung. Allerdings kann es auch sein, dass man sich z. B. über Heizkörper niederfrequente magnetische Felder von draußen rein holt. Und auch Bahnstrom kann mit seiner eigenen Frequenz über Ausgleichsströme ins Haus kommen, auch wenn man nicht direkt neben der Bahn wohnt. Und beim elektrischen Feld interessiert es nicht vorrangig, wieviel davon da ist, sondern wieviel der Körper aufnimmt, wenn er sich in das Feld begibt und andockt. Das misst man dann mit der sog. kappazitiven Körperankopplungsspannung.
Alles, was funkt, also Handy, Schnurlostelefone, WLAN-Router usw. ist Hochfrequenz und diese Strahlen sind nicht mehr direkt an Leitung oder Gerät gebunden, können deshalb überall auftreten. Möchte man die Belastung reduzieren, ist auch hier genau zu messen, was überhaupt da ist, wo die Quelle ist und dann kann man entscheiden, was man tun kann (z. B. WLAN-Router vom Strom-Netz trennen, wenn man nicht im Internet ist, technisches Abschirmmaterial verwenden (wenn z. B. die Strahlungsquelle von draußen rein kommt, dann muss man aber untersuchen, was genau im Raum passiert, wenn man abschirmt, es kann nämlich sein, dass man andere HF-Strahlen potentiert, wenn das nicht genau geprüft wird) und, und, und…
Ich will mit diesen Ausführungen nur aufzeigen, wie komplex das Thema Elektrosmog ist. Das muss genau gemessen werden, wo das herkommt und was man tun kann, wenn man sich nicht in falscher Sicherheit wiegen will oder wenn man einfach nur Vorsorge betreiben will bis es 100%-ige Sicherheit gibt.
Herzliche Grüße!
Sonja M. Berndl
Feng Shui & Elektrobiologie
Hallo zusammen,
Elektrosmog ist ein umfassendes und komplexes Thema. Deshalb werden auch verschiedene Messgeräte benötigt, um alles fachgerecht zu beurteilen.
Baubiologen haben zudem ein wichtiges Hilfsmittel zur Verfügung: den baubiologischen Standard. Damit lassen sich die ermittelten Werte nach Risikoklassen beurteilen und Abschirmmassnahmen zielgerichtet planen.
Mehr Informationen unter http://www.elektrosmog-messen.de
Joachim Weise
Baubiologe (IBN)