AMD “Business Class”:
Arbeits-Prozessoren
AMD legt ein eigenes Prozessor- und Chipsatzprogramm für professionell, also hauptsächlich geschäftlich genutzte Computer auf.
Um es den Einkäufern von Unternehmen zu erleichtern, die professionellen PC-Angebote von den Kirmescomputern zu unterscheiden, halten viele Computerhersteller für sie eigene Produktlinien bereit. Und auch Prozessorlieferant Intel adressiert diese Klientel durch sein “vPro”-Programm. AMD wollte da wohl nicht länger abseits stehen und kennzeichnet die eigenen Chipsätze und Prozessoren für die Profi-Zielgruppe mit “Business Class“. Konkret handelt es sich hierbei um die Triple- und Quad-Core-CPUs Phenom, den Athlon sowie den Chipsatz V780.
Die Unterscheidung der Produkte nach Zielgruppen ist nicht trivial, denn wer täglich seiner Arbeit nachgeht, hat andere Anforderungen als Daddler oder Surfer in den Wohnstuben und Kinderzimmern. Im “Business” kommt es auf leichte Administrierbarkeit an (also dass die Systeme sich schnell und einfach einrichten lassen) sowie auf Sicherheit. Vor allem letzteres ist im professionellen Umfeld gefragt, denn bei der Fülle an Daten im Geschäftsalltag geht gerne mal etwas verloren oder wird geklaut. So unterstützen AMD-Business Class-Systeme unter anderem die Trusted Computing-Initiative, bei der die Festplatteninhalte zusammen mit einem TPM-Chip auf der Hauptplatine verschlüsselt werden. Diebe haben keine Chance, an die Daten zu gelangen, ist das Laufwerk einmal ausgebaut.
AMD weist darauf hin, dass aufgrund des niedrigen Stromverbrauchs im Idle-Zustand, der auf die Kombination aus AMD Prozessoren und dem AMD 780V Chipsatz zurückzuführen ist, Hersteller die neuen ENERGY STAR-4.0-Anforderungen erfüllen und Geräte entwickeln können, die gegenüber bisherigen Lösungen weniger Strom und Platz benötigen. Die AMD Athlon-Prozessoren sollen nur 45 Watt verbrauchen – laut AMD ist das zurzeit einmalig in der Branche.
Erste Systeme verfügbar
AMD hat natürlich bereits seine Fühler ausgestreckt und präsentiert eine Reihe an unterstützenden Herstellern. Auf der Systemebene ist beispielsweise Platinenhersteller Elitegroup, und zu den ersten Computeranbietern, die den “Business-Class”-Aufkleber auf ihre Geräte anbringen werden, gehören Dell und Fujitsu Siemens Computers.
Übrigens bedeutet die Zielgruppe der Business-Class-Systeme nicht, dass sie nicht auch für den Privatmenschen empfehlenswert wären. Wer für zuhause nicht in erster Linie auf Spieletauglichkeit und Softwareausstattung bis unter die Festplattenoberkante setzt, sondern ein solides System sucht, könnte in Zukunft leichter fündig werden, wenn er auf “Business Class” achtet. Oder auch auf “vPro”.
























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