Spaghetti-Garer “Pasta-Blitz” im Test: 10 Minuten ziehen lassen
Von Wolf-Dieter Roth am 20. April 2008 um 11:20 Uhr Kommentare (6)
Kategorien: Kurioses
Der Spaghetti-Garer “Pasta-Blitz” von Rosenstein & Söhne ist eine energiesparende Lösung für alle, denen selbst das Nudelwasser anbrennt.
“Schatz, Kaffee kochen kann ich ja inzwischen. Jetzt werde ich mal für Dich Fisch kochen!”. Doch als sie nach einer Viertelstunde voller merkwürdiger Geräusche zu ihrem Göttergatten in die Küche schaut, schwimmt dort in der Kaffeemaschine ein Goldfisch herum, der ebenso verdutzt drein schaut wie sie.
Ok, der Witz ist flach und männerverachtend und kommt gleich nach “Guten Morgen Schatz, kochst Du uns einen Kaffee - oder kannst Du das etwa auch nicht?”. In Wirklichkeit ist es natürlich völlig anders:
Zumindest ich habe immer nur Frauen erlebt, die selbst das Teewasser anbrennen ließen, auch wenn zumindest wegen Surfens beim Kochen Männer auch schon die Küche in Brand gesetzt haben sollen.
Das Theater mit Spaghettitöpfen, die mit Deckel garantiert schäumend überkochen, ohne Deckel dagegen irrsinnig Energie verschwenden, ist aber nun gelöst: Mit einer Teekanne für Nudeln!
Der Spaghetti-Garer “Pasta-Blitz” von Rosenstein & Söhne, zu haben für knapp 10 Euro bei Pearl, arbeitet ohne Strom- und Wasseranschluß. Es ist ein Acrylzylinder, in den erst bis zu 250 Gramm Spaghetti (also die typische Portion für zwei Personen) eingefüllt werden, dann ein Liter kochendes Wasser. Nach 10 Minuten - oder, wenn die Spaghetti sichtbar in sich zusammensinken - wird das heiße Wasser abgegossen und die Spaghetti serviert. Fertig!
An sich ein naheliegender Gedanke, schließlich gibt es ja auch diese japanischen Nudelgerichte, die nur mit heißem Wasser zu übergießen sind. Mitgeliefert werden neben dem Zylinder selbst eine Anleitung, eine Manschette gegen verbrannte Pfoten, ein Siebeinsatz zum Wasserabgießen und ein Deckel.
Zur Anleitung (”in deutscher Sprache”) kann an dieser Stelle nichts gesagt werden, da die zu bekochende Dame diese leider bereits vor dem Beginn des Praxistests versehentlich und völlig unerwartet aufgeräumt und dann auch noch in der Bio- statt Altpapiertonne entsorgt hatte. Danach konnte nur noch festgestellt werden, daß Kaffeesatzflecken durchaus mit Druckerschwärze in der Durchschlagskraft mithalten können.
Der Zylinder riecht im Neuzustand nach Plastik, doch vermeidet dies - erst recht in Verbindung mit der Manschette - verbrannte Finger und ein vorzeitiges Abkühlen der Kochwaren sowie ein bei Glas denkbares Zerspringen des Zylinders infolge des kochenden Wassers - oder, weil die Köchin/der Koch/die Katze die Spaghettikanne umwirft.
Der Inhalt eines handelsüblichen Wasserkochers reicht dummerweise nicht ganz, um ebenso handelsübliche Spaghetti in voller Länge zu bedecken. Doch wurden diese einwandfrei gar, obwohl der Hersteller nur die dünneren Spaghettini empfiehlt. Das heiße Wasser hätte dabei noch mindestens zum Aufwischen, Baden und Teekochen (bitte nicht in dieser Reihenfolge!) gereicht.
Lediglich spülmaschinentauglich dürfte das Gerät nicht sein. Doch bleiben - im Gegensatz zum Topf - ja auch keine angehangenen Nudeln zurück, die man abkratzen muß.
Pearl: Rosenstein & Söhne Spaghetti-Garer “Pasta-Blitz”
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6 Kommentare
ahrrr über so was könnte ich mich aufregen warum soll das Ding den nicht spülmaschinentauglich sein, da wird kochendes Wasser eingekippt das ist eine Spülmaschine ein Scheiß gegen, so langsam glaube ich das hier in der Redaktion nicht besonderste viele helle Köpfe zu geben scheint.
Matthias
schrieb am 20. April 2008, 14:01 Uhr (Permalink zum Kommentar)@Fred: Wenn das Teil für Spaghetti geeignet ist, muss es ziemlich hoch sein. Ergo könnte es zum einen einen Konflikt mit dem Sprüharm geben und zum anderen auch nicht gänzlich sauber werden…
Bei einem fünf Personen Haushalt müssten aber doch mindestens ein bis zwei weitere Gläser angeschafft werden, um alle satt zu machen. Und wenn mehr Leute zum Essen kommen, wird’s eng mit dem Pasta Blitz.
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schrieb am 20. April 2008, 19:31 Uhr (Permalink zum Kommentar)für die hausfrauen unter uns vielleicht ja intressant :-)))
someone
schrieb am 21. April 2008, 08:09 Uhr (Permalink zum Kommentar)Ich habe das teil schon seit einigen jahren und kann nur sagen, dass es nciht richtig funktioniert. vlt habe ich aber auch einfach die falschen nudeln benutzt.
neuerdings.com » Blog Archiv » DeLonghi Nudelkocher Pastamore: Für Küchen-Loser
schrieb am 14. Juli 2008, 14:35 Uhr (Permalink zum Kommentar)[…] wenn man der Liaison ernsthaft zweifelnd gegenübersteht. Aber selbst dann ist der “Pasta-Blitz” sinnvoller - und […]
cyberpatrol
schrieb am 14. August 2008, 13:20 Uhr (Permalink zum Kommentar)Da es doch den ein oder anderen zu geben scheint, der mit dem “Pasta-Blitz” schon Erfahrung gemacht hat, würde mich mal interessieren, ob auch jemand etwas genaueres über die Lebensmittelechtheit und gesundheitliche (Un)Bedenklichkeit dieses Teils weiß.
Denn nach dem Auspacken, kommt einem doch ein extrem unangenehmer Plastik-Geruch entgegen, der nach ein paar Tagen Lüften und einigen Spülgängen zwar etwas verfliegt, aber eben nicht ganz.
Mich würde mal interessieren, ob jemand dazu was weiß.
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Fred
schrieb am 20. April 2008, 11:44 Uhr (Permalink zum Kommentar)