Mac-Klon ‘Open Computer’ von Psystar:
Leopard in einer Kiste
Mac OS X Leopard auf Billigrechnern: Zuerst hießen sie OpenMac, aber am Montag wurde der erste offizielle Mac-Klon der USA umgetauft in “Open Computer”. Mit dem Angebot eines vorinstallierten OS X fordert die Firma Psystar aus Florida den Giganten Apple heraus. Denn die Installation des Betriebssystems ist nur auf Apple-Rechnern erlaubt.


Mac OS X Leopard auf Psystars Kisten: OpenPro Computer (links) für rund 1150 Dollar oder Open Computer für 550 inklusive Leopard. (Bilder Psystar) - Bildgalerie
Honda kann einem Autokäufer nicht vorschreiben, welche Straßen er benutzen darf - und Apple einem OS-Lizenznehmer nicht, auf welcher Hardware er das Betriebssystem betreibt. Das ist jedenfalls der Standpunkt von Psystar, die den Verkauf von zwei konfigurierbaren Billig-Rechnern mit vorinstalliertem MacOS X Leopard aufgenommen und viel Aufsehen erregt hat. Denn:
Gemäss den Bedingungen, unter denen ein Käufer eine Lizenz für die Benutzung des betriebssystems erwirbt, darf Mac OS X nicht auf Computern installiert werden, die nicht von Apple hergestellt wurden.
Die Einschränkung sei rechtlich nicht haltbar, umschrieb der Psystar-Sprecher “Robert” die Haltung seiner Firma. Dass man sich in Florida durchaus bewusst ist, mit wem man sich anlegt, beweist der Umstand, dass die Rechner am Montag rasch umbenannt wurden, um Apple keine Gelegenheit für eine Trademark-Klage zu geben.
Denn in Cuppertino dürfte man derzeit alle Optionen durchgehen, wie man dem kleinen Störenfried das Maul stopfen kann (Stellungnahmen gibt’s selbstredend keine, und ich mach mir, ehrlich gesagt, schon nicht mal mehr die Mühe anzurufen - pure Zeitverschwendung.)
Eins aber ist sicher: Apple wird jede Chance ergreifen, die Psystar an irgendwas aufzuhängen - aber nicht an der Verletzung der EULA. Denn ob diese wahrlich absurde Bestimmung vor einem Gericht in den USA angesichts der herrschenden Wettbewerbsgesetze standhält, ist durchaus fragwürdig.
Sollte Apple aber gegen Psystar verlieren, wäre der Markt für Mac OS X-Klone offen - und das Rennen der taiwanesischen Billighersteller um den Apple-Markt eröffnet.
Daß es durchaus lukrativ sein kann, und zwar für hersteller wie Kunden, beweisen die beiden Modelle von Psystar, der Open und der OpenPro.
Vergleiche mit Apple Macs sind nicht ganz einfach, weil die Hardware des Open Computer höchstens mit dem Mac Mini und der OpenPro auch in der besten Ausstattung kaum direkt mit dem MacPro verglichen werden kann - aber billiger sind die Open Computer auf jeden Fall.
Dritthersteller könnten vor allem den längst bestehenden Wunsch der Kundschaft nach einer preiswerten, aber ausbaubaren Kiste als Alternative zum MacPro erfüllen. Psystars OpenPro kostet in der Grundausstattung knapp 1150 Dollar, Appels MacPro gibts nicht unter 2800.
Einen gut ausgestatteten OpenPro mit 8GB DDR2 RAM, 1TB-Platte und Core2Quad/2.5GHz - Prozessor plus GeForce 8800GT 512MB Grafikkarte gibts inklusive vorinstalliertem MacOS X Leopard für unter 1900 Dollar. Der MacPro mit ähnlicher Ausstattung, aber 2.8GHz Quad-Core Intel Xeon Prozessor kostet deutlich mehr als das Doppelte.
Open Computer-Shop bei Systar
Mac Klon-Hersteller nimmt Bestellungen an (Computerworld, Englisch)
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10 Kommentare zu diesem Artikel
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(16. April 2008 21:53) - OpenMac und Psystar entpuppen sich als Flop
(17. April 2008 11:38) - NeueMedienBlog.de | Blog über Neue Medien & Internetwirtschaft » Psystar bringt Mac-Klon Open Computer auf den Markt
(17. April 2008 16:01) - neuerdings.com » Blog Archiv » Open Computer: Schneller als Mac Mini
(4. Mai 2008 09:01)
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Fab
Mac-Clones gab es doch schonmal. Die verschwanden aber wieder von der Bildfläche.
mat
“…So ist etwa eine Parallel-Installation von Windows sehr kompliziert. Außerdem können nicht alle Software-Updates ohne Schaden installiert werden…”
Nach jedem Softwareupdate das System zerschossen, toll. Wer will sowas?
Gelegenheit
Go Apple Go! Auf zum Selbstmord in Raten - eigentlich müsste die Marketingabteilung doch wissen, wo das Kapital von Apple liegt…
Julian Schrader
Ich schätze am Mac die nahezu perfekte Abstimmung von Hard- und Software. Das ist so, weil die Maschinen und das System aus demselben Haus kommen.
Viel Spass mit einem Open-Rechner, den man nicht updaten kann. ;-)
robert
Mit MacPro nicht mithalten…
Also die Hardware vom MacPro kann ich mir für 60% des Preises selber beschaffen. Dazu noch bessere Lüfter und keine ratternden Festplatten. Hab das oft ausgerechnet und dann halt doch wieder Windows verwendet. Wenn OsX aber frei wird, dann steht noch die große Hürde ‘Software’ im Weg.
Eigentlich braucht es doch keiner, es gibt doch Linux und ehrlich mein MacBook würde mit Linux laufen wenn nicht wegen der Software. Bootcamp hat den Mac Verkauf ja auch gefördert.
Was Apple aber tun müsste um wirklich ein offenes OS vertreiben zu können wäre eine bessere Hardwareunterstützung und mehr Tools für Entwickler. Allein das ewige Der USB Stift geht nicht, der Drucker geht auch nicht, das Gerät funktioniert nicht oder die Software läuft nicht nervt doch?
Fab
Apple geht es so gut wie noch nie. Warum sollten sie ausgerechnet jetzt nur noch ein Betriebsystem verkaufen? Zudem hat bei mir bisher jeder USB Stift und jeder Drucker funktioniert. Das Softwareangebot war auch schon schlechter. Das die Games nicht für Mac erscheinen ist ein Manko aber ich zocke sowieso lieber mit Konsolen.
Stefan S.
Robert: Kann es sein dass Du nicht wirklich erfahrener (oder gar kein) OS X Anwender bist und einfach mal mitreden wolltest?
Ich habe mir letztes Weekend mal rasch einen neuen Foto-Drucker über WLAN an TimeCapsule angeschlossen. Innert 2 Minuten war dieser installiert mit allem drum und dran ? OHNE die Install-CD auch nur anfassen zu müssen. Und USB Sticks laufen selbst partitioniert problemlos. Selbes gilt für Grafiktabletts & co.
Linux ist ? von unseren IT guys bestätigt ? für den normalen Anwender schlicht unbrauchbar weil höchst unintuitiv. OS X habe ich hingegen bisher selbst RICHTIG technik-allergischen Menschen problemlos beigebracht :-) Gibt es doch Probleme ist ja eine Fernsteuerungs-Software mit an Bord. Über diese habe ich z.B. bei einer Bekannten eine Logitech Harmony 1000 installiert und konfiguriert. Alles andere als ein einfaches USB Sticklein:
Logitech Harmony 1000 ? hier klicken.
Gruss Stefan
robert
Also OsX ist sicher einfacher als Linux, aber auch nicht einfacher als Windows. Ich hab jetzte 6 Jahre nicht mehr mit Apple gearbeitet und genug Erfahrung mit beiden Systeme, auch wenn OsX etwas neu ist für mich. Linux ist übrigens ziemlich simple, einfach mal Ubunto downloaden und Augen machen.
Das mit dem Drucker ist traurig. Nervt mich gewaltig, war schon in 2 läden, aber jemanden der sich wirklich mit dem System auskennt findet man nicht leicht. Ich hab laufend mit mobilen Festplatten und USB Stiften Probleme, du glaubst gar nicht zu wieviel Agenturen ich schon gelaufen bin und wie oft da was nicht ging. Leigt aber an OsX.
Auch Netzwerk ist etwas seltsam. Ab und zu ist mein Netz weck oder Internet geht nicht. Ich kann mir schon denken woran das liegt.
Ich bin wirklich OsX Nutzer, aber Kritik ist bei Apple Boards immer schlecht willkommen, mein Druckerproblem wird meist einfach ignoriert.
Stefan S.
Na gut die letzten 6 Jahre hast Du in dem Fall verdammt viel verpasst… OS X Zum Beispiel :-)
Wegen deinem Problem kannst Du dich mal an ein anständiges Forum wenden:
HilfDirSelbst.ch ? Forum
Du findest mich dort unter dem Benutzernamen “Freeday”
Hier noch einen den ich mir nicht verkneifen konnte: Vista plant eigene Stores. Ich hab ein exklusives Konzept-Bild abgreifen können:
Der Vista Store ? exklusives Konzeptbild!
robert
Ja dein Problem wenn du meinst das Leute mit Vista Probleme haben… Ausprobieren hilft, dachte ja auch das man mit OsX keine Probleme hat..
Trotzdem danke für den Tipp, das wird Forum Nummer 8.
Übrigens dein Bild erinnert mich sehr an die Schlange im Gravis laden..