Wii Remote Hacks für ein paar Dollar:
Augenverfolgung und Whiteboard
Johnny Lee baut in seinem Labor Zusatzgadgets für die Nintendo Wii-Spielekonsole. Für ein paar Dollar hat man ein Eye-Tracking-System, das 3D-Effekte in Spielen und Simulationen ermöglicht oder ein digitales Whiteboard.
Video (und ein Wort zum “Erfindungs-Marketing 2.0″) nach dem Sprung.
Im ersten Fall zeigt die Wiimote auf die Projektionswand und ein selbst gebastelter “Marker” erzeugt einen Infrarotpunkt. Der Marker funktioniert jetzt entweder als digitales Zeichentablett oder als Maus auf der Projektionsfläche.
Als Pseudo-Multitouch-Display ist diese Konstruktion übrigens auch tauglich.
Im zweiten Fall enthält eine billige Sicherheitsbrille zwei Infrarotpunkte. So “weiß” die Wiimote, wo sich die Augen eines Nutzers befinden und kann ein Pseudo-3D-Bild anpassen. Binnen 5 Monaten wurde dieses System vom Labor bis zu einem marktreifen Produkt entwickelt und kommt in einem Spiel zum Einsatz.
Was aber zudem spannend ist, ist wie Lee seine Erfindung verbreitet hat.
Die Software und die Anleitungen liegen gratis auf seiner Website, und verbreitet haben sie sich via Youtube, wo Millionen seine Demos gesehen haben und sich Hardware und Anleitungen besorgt haben, nur um gleich danach auch Videos ihrer Versuche und Erweiterungen hochzustellen. Die ersten Nachahmer gab es schon nach Tagen.
Youtube als Bildungsvehikel ist in der Tat unterschätzt. Lees Erfindungen sollen es materiell nicht so gut ausgestatteten Schulen ermöglichen, mit Hightech-Lehrmitteln zu arbeiten. (Wobei für manche Schulen die Kosten für die Wii schon zu hoch sein dürften.)
***
Das ganze Video ist übrigens ein TEDtalk, und diese Videos haben es in sich. Sie kommen in Größen von 5, 10 oder 30 Minuten und geben eine 1000-Leute-US-Ideenshow aus allen Bereichen wieder. an sich sollte man keinen Tag vergehen lassen, ohne sich die Zeit für einen dieser Talks genommen zu haben.






















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“Wobei für manche Schulen die Kosten für die Wii schon zu hoch sein dürften.”
Soweit ich das verstanden habe, wird nur die Fernbedienung (für 40 Doller) benötigt.
Hm, also an einer stelle meine ich es heißt’ wenn man die Wii schon hat’.
Da man aber so was eh eher projektbezogen einsetzen würde und nicht als Tafel-Ersatz könnte man ja auch mal die Privat-Wii “ins Spiel bringen”. wobei in den USA Greyhoundbusfahrer – sagte man mir – mehr verdienen als Highschool-Lehrer.
Man müsste mal auswerten, aus welchen Ländern denn die ‘Nachahmer’ kommen. (Man würde sich wünschen, die Kopierer aus “Zipango” würden sich eher auf solch edukative Dinge stürzen ;)
Interessante Sachem, was man aus ein paar Dollars alles basteln kann. Ich glaub, er sagte im Video, dass er sich diesen Infrarot-Stift zb. für 5$ gekauft bzw. gebastelt hat. Solche Leute braucht die Spiele-Industrie, denn dann entstehen auch innovative Ideen und Projekte!
Mark
Jip, die Wii Remote alleine reicht. Nur die verschiedenen Infrarotlichter braucht man noch.
Und wie genau redet die dann mit dem Rechner?
@Oliver: Das Nette an den Wii-Controllern ist dass sie Standard-Bluetooth benutzen.
Ein Kollege von mir benutzt die Dinger mittlerweile in seinem Labor weil sie x-tausend Franken teure Beschleunigungsmesser ersetzen können, mit ähnlicher Präzision.
@christian: da sieht man mal wie lehrreich gadgetbloggen ist ;) danke ;)
Hi
ich bin schüler an einer naturwissenschaftlichen Schule und möchte auch gerne die Wiioards einführen.
Um das aber vor der Schulleitung rechtfertigen zu können, muss ich das ja möglichst beeindruckend aber auch nützlich vorstellen. Bisher hab ich nur anwendungegebiet in Geographie mit Google Earth und Chemie mit 3D Viwern.
Habt ihr noch ein paar Ideen, software tips?
Nam