Adobe Media Player:
Noch ein i-Joos-tube

Peter Sennhauser, 12. April 2008 08:19 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Flash-Hersteller Adobe hat einen eigenen Mediaplayer herausgegeben. Die Software gibts für Windows und Mac OSX. In die Oberfläche integriert ist ein Katalog an Inhalten von TV-Sendern und Vlogs. Hintergrund ist der einstieg ins Online-Videogeschäft.

Adobe Mediaplayer
Adobe Media Player - “Your Geek News”

Der Adobe-Media Player sieht aus wie eine Kreuzung von Joost, YouTube, Microsoft Mediaplayer und iTunes Videoshop:


In erster Linie ist es ein Sammelbecken und ein automatischer Downloader für wiederkehrende Inhalte, vor allem TV-Serien und Videoblogs. Vor dem Konsum kommerzieller Produkte muss der Betrachter einen Werbespot über sich ergehen lassen, dafür kann er Serien wie “CSI” abonnieren. Der Adobe Media Player lädt die gewünschten Episoden danach automatisch auf die Harddisk - Die Software hält solche Inhalte also auch offline bereit. dass Adobe grösseres Vorhat, darauf deutet die Auswahlansicht “Genre” hin, wo sich Schaltflächen für “Horror”, “Automobil” und vieles mehr finden, die derzeit noch unbelegt sind.

adobe mediaplayer Vollbildadobe mediaplayer PBS Nature
Vollbild (CSI auf 24-Zoll-Schirm) vs Klein-Videoblog (PBS NAture)

Die Qualität der Videos hängt stark vom Urheber ab. Deren Motiviation, sich an noch einem Videoportal zu beteiligen, ist denn auch sehr unterschiedlich. Das “öffentlich rechtliche” amerikanische Fernsehen PBS beispielsweise stellt nur Videblogs und kurze Vorschauen auf seine besten Sendungen aus den Serien Nova (Wissenschaft) und Nature in den Katalog. Unter den Channeln finden sich viele US-Kabel-TV-Anbieter aus den hintersten Rängen, aber das Angebot dürfte noch wachsen.

Da wir unseren Test in San Francisco durchgeführt haben, ist noch nicht klar, ob die Angebote in Europa und anderswo in der Welt die gleichen sind wie für die USA. Zattoo beispielsweise reagiert auf den Standort des Benutzers - ausgehend von der IP - mit drastischen Angebotsbeschränkungen. Auf der deutschen Adobe-Website war der Media Player gestern noch nicht zu finden.

Adobemediaplayer userprofile

Der Player lässt sich leicht installieren und sofort in Betrieb nehmen. in der Grundkonfiguration der umfangreichen Einstellungen macht er den Benutzer aber zum statistischen Meerschweinchen: Daten über die Nutzung der Inhalte werden an Adobe übermittelt.

Download des Adobe Mediaplayers (Englisch)

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2 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Patrick

    schrieb am 12. April 2008 um 10:25 Uhr (#)

    ich habe gestern in der schweiz ein paar sachen angeklickt und reingeschaut. es lief alles, auch csi etc.

  2. Tim

    schrieb am 13. April 2008 um 15:03 Uhr (#)

    Man kann ja auch einfach einen IP Shield benutzen (z.B. Hotspot Shield) dann dürfte es ja eigentlich nicht mehr möglich sein Benutzer aus bestimmten Ländern auszuschließen.


1 Trackback

  1. Adobe im New Media Rausch | Webregard - Watch the Web
    (15. April 2008 22:28)

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