USB-Gesichtsschutz:
Hypochrondrie 2.0

Adrian Bechtold, 10. April 2008 10:02 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Japan ist für die skurrile Gewohnheit vieler Menschen bekannt, nur mit Atemschutz das Haus zu verlassen. Gegen allzu große Hitze im Sommer lässt sich die weiße Maske nun einfach kühlen - per USB-Anschluss.

Atemschutzmaske von Thanko, USB-gekühlt. Bakterien, Viren und Pilze - auf den japanischen Straßen und Hinterhäusern muss es schon sehr lebhaft zugehen. Die ständige Sicherheit lässt sich der interessierte Japaner einiges kosten. Trotz den neusten Modellen im leichten Atemschutz-Markt bleibt jedoch ein großes Problem:

Im Sommer kann es ganz schön heiß werden. Die mobile Sauna vor dem Mund erreicht schnell Spitzentemperaturen und da könnte der gekühlte USB-Gesichtsschutz ganz neue Märkte erschließen.

Große Technik kommt in der mobilen Biokampfstoffbeseitigungsanlage nicht zum Einsatz. Ein kleiner Ventilator schickt von unten eine seichte Brise durch den Schutz. Angetrieben wird das Wunderwerk per USB. Welchen Sinn nun USB in dem Zusammenhang hat, erschließt sich wohl nur den Erfindern. Wäre hier eine normale Batterie nicht besser - so ganz ohne lästiges Kabel?

Wer für die nächste Epidemie zumindest seelisch gerüstet sein möchte, kann die Maske plus Mini-Ventilator bei thanko für ein paar tausend Yen erwerben. Naja..

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6 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Francois

    schrieb am 10. April 2008 um 10:20 Uhr (#)

    Hallo
    Ich glaube langsam die Welt dreht durch? es gibt nix was es nicht gibt lol
    Ist es in Japan soo dreckig das man nicht mehr atmen kann? Ich glaube dann mußen die was an Umweltschutz tun, und nicht neue Masken erfinden oder?

  2. Gelegenheit

    schrieb am 10. April 2008 um 15:17 Uhr (#)

    Nun, als ehemaliger Japan-Leiharbeiter finde ich es schon ganz angenehem, wenn man in der U-Bahn nicht von jedem etwas angekrankten Mitmenschen mit seinen Bazillen zugemüllt wird.

    Verstehe nicht, warum wir uns in Europa darüber lustig machen - Mundschutz bei Erkältung finde ich den anderen gegenüber weitaus kultivierter.

  3. Adrian Bechtold

    schrieb am 10. April 2008 um 15:51 Uhr (#)

    @Gelegenheit
    Ich mache mich darüber nicht einfach lustig. Es ist nunmal hier kaum anzutreffen und Japaner würden bei uns sicher auch eine komische Angewohnheit finden. Um sich richtig gegen Bakterien, Viren und Co. zu schützten, genügt solch ein leichter Atemschutz eh kaum. Da müssen schon schwerere Geschütze ran.

  4. Bucky

    schrieb am 10. April 2008 um 16:08 Uhr (#)

    Es ist nicht so, dass die Japaner den Mundschutz anhaben um nicht angesteckt zu werden, sondern sie haben Ihn an, wenn sie selbst schon erkältet sind damit sie nicht andere Anstecken.
    So ist das.

  5. Dirk

    schrieb am 10. April 2008 um 18:55 Uhr (#)

    Und jetzt die Auflösung: Dat Dingen ist ein Sonnenschutz, ihr Lieben. Zumindest auch. Denn in Asien ist dunkelbraune Haut nicht so angesagt.

  6. nojetlag

    schrieb am 23. April 2008 um 10:18 Uhr (#)

    Kann es auch nicht verstehen wenn aus mangelnden Kenntnissen ueber andere Kulturen immer angeblich lustige Sachen rausgestellt werden.
    Wer mal in HKG war wir auch merken das es in oeffentlichen Transportmitteln wesentlich hygienischer abgeht als in Europa. Jedem der morgens im Tram seine Nachbarn anschneuzt sollte man zwangslaeufig eine Atemmaske ueberziehen. Es reicht alle mal gegen die Troepfchen Infektion welche Grippeviren usw. uebertragen.


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