Philips WAC3500 im Test (II/II):
Ein Unterhalter im Heimnetzwerk

Das Philips WAC3500 ist eine Mini-Stereoanlage, die abgespielte CD direkt auf die Festplatte kopiert. Im zweiten Teil des Tests musste die Philips-Lösung zeigen, wie gut sich sich in ein Unterhaltungs-Netzwerk integriert.

Philips WAC3500 product 01

Im ersten Test-Teil des Philips WAC3500 haben wir vor allem die Unterhaltungsfunktionen und das Zusammenspiel mit Satelliten getestet.

Das WAC arbeitet im Unterhaltungsnetzwerk als UPnP-Client. Es kann so direkt auf Musiksammlungen am PC zugreifen, sofern dieser eingeschaltet ist und der neueste Windows Media Player läuft.

Auch auf die Synology-Netzwerkfestplatte konnte das WAC zugreifen und ab dort Musik abspielen. Leider ist das WAC selber kein UPnP-Server, die WAC-Festplatte bleibt also anderen Playern im Netzwerk verborgen. Ausgenommen davon sind natürlich die von Philips vertriebenen Satelliten wie das WAS7500.

Philips WAC3500 Browserinterface
Über den Webbrowser kann man die Netzwerkeigenschaften der Philips-WAC3500-Stereoanlage ändern.

Wer will, kann das WAC sogar über den Internetbrowser ansprechen. Tippt man die IP-Adresse seines WAC ein, meldet sich der Musikant im Browser. Leider lässt sich so weder Musik steuern noch verwalten. Lediglich rudimentäre Konfigurationen der Netzwerkparameter ist so möglich.

Philips WAC3500 Wireless Audio Device Manager
Per Windows lässt sich die Festplatte des Philips WAC3500 sichern.

Mehr kann das Windows-Programm “Wireless Audio Device Manager” (WADM). Hier lässt sich vor allem der Musikbestand auf der Festplatte via Netzwerk verwalten. Mehrere Titel können auf einen Rutsch einem anderen Stil zugeordnet werden. Auch Playlisten lassen sich mittels Drag&Drop erstellen. Leider ist der WADM ziemlich träge. Führt man grössere Aktionen durch, scheint das WAC für Minuten beschäftigt zu sein.

Philips WAC3500 Musiktransfer
Musik lässt sich per Drag&Drop vom PC via LAN auf das Philips WAC3500 verschieben.

Mit dem WADM kann man sogar seine bereits vorhandene MP3-Sammlung auf die WAC-Festplatte transferieren. Dabei ist allerdings Geduld angesagt und Philips empfiehlt, maximal 100 Songs pro Aktion zu übertragen. Der Datentransfer erfolgt dabei über das Netzwerk, wer eine langsame Funkanbindung hat, kann damit Stunden verbringen.

Ebenfalls über den WADM kann man die Festplatte des WAC sichern. Dabei wird eine Image-Datei erstellt, die sich aber danach nicht anderweitig nutzen lässt. Man kann diese lediglich wieder auf ein WAC zurückkopieren. Eine weitere Funktion des WADM ist die Aktualisierung der Gracenote-Datenbank, die zur Identifikation der Musik-CD dient. Leider müssen dazu monatlich neue Files per Hand auf das WAC kopiert werden. Ein automatisches Update via Internet wäre hier komfortabler.

Mehr Komfort mit WAC Handler
Die Scharten von Philips wetzt mindestens teilweise ein Freeware-Programmierer aus. Er hat das Windows-Programm WAC Handler geschrieben. Dieses lässt beispielsweise den Musiktransfer von WAC-Festplatte auf den PC zu. Ferner lässt sich das WAC von PC aus fernsteuern. Auch die Archivverwaltung ist mit dem Handler bedeutend einfacher. Wer für das Rippen seiner Musik lieber den PC verwendet, kann mit dem Tool auch direkt seine Musik auf die WAC-Festplatte rippen lassen. Für Besitzer der Philips-Netzwerkmusikanten ist das Programm also ein Muss.

Philips WAC3500 WAC-Handler
Der WAC3500-Handler “öffnet” auch die Festplatte des Philips WAC7500.

Fazit:
Das Philips WAC3500 begeistert durch seine einfache Ripping-Funktion. Die bekannten Musik-CDs landen schnell im Archiv. Für PC-Hasser ist das eine optimale Lösung. Recht gelungen ist auch das iPod-Docking, allerdings vermisse ich hier den Musik-Transfer. Gelungen sind auch die Musikverteilfunktionen mit Follow-me im ganzen Haus und Broadcast.

Vor allem bei der Integration in bestehende Musiksammlungen muss sich das WAC aber herbe Kritik gefallen lassen. Diese Probleme beruhen praktisch immer auf der fatalen Idee, die Festplatte des WAC gegen aussen abzuschotten. Die Konsumenten sind so fluchende Opfer von Copyright- und Kopierschutzstrategen. Dass es auch ohne juristische Probleme offener geht, zeigen andere Anbieter wie Archos, Dvico, Zyxel und Pinnacle.

Philips WAC3500: Strassenpreis rund 300 Euro (550 Franken). Satellit WAS7500: Strassenpreis 260 Euro (450 Franken)
Der grosse Bruder des WAC3500, das WACS7500 kostet übrigens rund 990 Euro (1600 Franken).

Technische Daten WAC3500:

  • Stromverbrauch: Betrieb ca. 45W, Standby-Modus ca. 20W, Energiesparmodus < 0,9W
  • Verstärker: 2 x 40W (RMS)
  • Frequenzgang 60 – 22.000 Hz, -3 dB
  • Kabellose Verbindung: 802.11g, WEP (64 oder 128 Bit), WPA/WPA2
  • Kabelgebundene Verbindung Ethernet, Geschwindigkeit 10 / 100 MBit/s
  • Tuner: UKW-Wellenbereich 87,5 – 108 MHz, 60 Speicherplätze
  • Festplatten-Player: Frequenzbereich 60 – 20.000 Hz, -3 dB
  • Formate: MPEG 1 Layer 3 (MP3-CD), MPEG AUDIO, MP3-CD, Bitrate 32 – 320 Kbit/s,VBR, WMA-Bitrate bis zu 160 Kbit/s, Abtastrate 32; 44,1; 48 kHz
  • Aufnahmequalität 128, 160, 192, 256 oder 320 Kbit/s
  • Aufnahmegeschwindigkeit 1x, 4x
  • Integrierte CD-Erkennungsdatenbank “Gracenote” mit Online-Zugriff
  • USB-Wiedergabe: Unterstützung von MP3-, WMA- und M4A-Dateien

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2 Kommentare

  1. CaYaRo
    schrieb am 10. April 2008 um 12:51 Uhr (#)

    obiger Link mag nicht.

    also bitte, hier entlang:
    Im ersten Test-Teil des Philips WAC3500

  2. Schreibt hier auf dem Blog Peter Sennhauser
    schrieb am 10. April 2008 um 13:57 Uhr (#)

    Danke, CayaRo. Gefixt.

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