Test Auvision PX 3020:
iPod-Dockingstation mit Radiowecker
Der Auvision PX 3020 ergänzt für knapp 30 Euro einen iPod um eine Ladestation, eine Dockingstation für Video und Audio, Verstärker, Stereolautsprecher und einen Radiowecker.
Der iPod ist bekanntlich ein ausgesprochen billig angebotenes Gerät, und auch mit dem einem iPod-Kauf folgenden Musikverkauf im iTunes Music Store kann Apple nun bedauerlicherweise überhaupt kein Geld machen.
Einen Mobilfunkvertrag kann man mit einem iPod im Gegensatz zum iPhone leider auch nicht koppeln. So
muß der geplagte Gadget-Hersteller Apple also wenigstens beim Zubehör etwas verdienen: schon die einfache Dockingstation, der mittlerweile immerhin noch eine Fernbedienung beiliegt, kostet knapp 50 Euro und benötigt noch einen Computer und ein spezielles USB-Kabel für weitere 20 Euro, um damit den iPod laden zu können - ein Netzteil liefert Apple schon seit etlichen Jahren nicht mehr mit. Blöd für unterwegs. Doch es geht auch für 20 Euro weniger - und wesentlich lauter:
Eigentlich ging es darum, unterwegs auch mal Musik hören zu können, wenn man einige Tage in fremden Städten im Hotel übernachtet. Ein Weltempfänger war vorhanden, ein iPod, ein Ladegerät und auch ein kleiner UKW-Sender, um alles miteinander zu koppeln.
Doch so richtig praktisch war das nicht: schläft man bei Musik ein, so schaltete sich der UKW-Sender nach deren Ablauf vorschriftsgemäß ab und man wurde von lautstarkem Rauschen wieder aufgeweckt. Als Radiowecker war die ganze Kombination auch nicht gut zu gebrauchen, was zugegeben auch mit den Eigenheiten des Weltempfängers zu tun hatte. Außerdem gab es regelmäßig am Flughafen probleme, die ganze Maschinerie so in Gang zu setzen, dass der Weltempfänger auch in den abgeschirmten Terminals noch ein Tönchen von sich gab und eingecheckt werden durfte: Daß man in ein Radio ohne Kassettenteil weder Kassetten noch CDs einlegen kann, war den Sicherheitsleuten immer nur sehr schwer klarzumachen, und die ganze Maschinerie aus Weltempfänger, iPod und UKW-Sender in Gang zu setzen, löste wiederum mitunter deutliche Unruhe aus. Zudem gibt es Länder, in die der UKW-Sender nicht importiert werdne darf. So oder so - es war einfach zu kompliziert.
Natürlich hätte man das Problem so lösen können wie eine Dame mit einem Ghettoblaster, der stadiontauglich war: Auf die Bitte der Sicherheitsbeamtin, doch einmal kurz einzuschalten, tat sie dies kurzerhand auf Maximallautstärke, sodaß alle Flughafenmitarbeiter im Umkreis erstmal entsetzt hinter den Fließbändern in Deckung gingen, bs sie merkten, daß keine Bombe explodiert war, sondern eine Industrial-Technokassette eingelegt war. Es besteht jedoch eine gewisse Gefahr, spätestens bei der dritten Anwendung dieses Gags am selben Airport dafür festgesetzt zu werden. Und außerdem ist solch ein Monster wirklich nur begrenzt als Reisegepäck zu empfehlen.
Warum also nicht einer der Dockingstation-Lautsprecher für den iPod? Am besten noch mit Radio, dann ist man zumindest bei Städtereisen gut versorgt - bei Fernreisen in ausschließlich kurzwellenversorgten Gebiet kann man ja immer noch über den Weltempfänger als Alternative nachdenken.
Gesagt getan, bei Pearl gibt es zur Zeit eine gute Auswahl derartiger Geräte, die den gewöhnlichen Radiowecker am Nachttischschränkchen ersetzen sollen. Da es in diesem Fall darum ging, ein reisetaugliches Gerät zu haben, wurde schließlich der relativ kleine und leichte Auvision PX 3020 ausgewählt, der zusätzlich auch noch erlaubt, mit zwei Mignonbatterien die Uhrzeit dauerhaft festzuhalten - man will ja nicht nach jeder Einchecken ins Hotelzimmer aus man die Uhren erstellen.
Natürlich kann man für diesen Preis keine Wunder erwarten - normale Radiowecker sind allerdings meistens auch nicht besser. Doch das Gerät ist nicht nur optisch akzeptabel - die gegenwärtige Klavierlack-Mode führt allerdings natürlich ständig zu Fingerabdrücken, ausgelöst vom morgendlichen Tasten nach dem Ausschalter.
Der Lieferumfang ist richtiggehend großzügig: neben der eigentlichen Basisstation liegt ein Audio-Video-Kabel bei, ein zusätzliches Audio-Input-Kabel, eine Fernbedienung, ein Netzteil und insgesamt acht Adapter für die diversen iPod-Modelle. Welcher Adapter nur für den persönlichen iPod tatsächlich zuständig ist, muss man ausprobieren, die Adapter sind leider nicht beschriftet.
Geradezu luxuriös ist jedoch, dass das kleine Döschen auch noch einen zusätzlichen analogen NF-Eingang enthält, über den man beispielsweise auch einen Kassetten-Walkman anschließen kann: ein solcher externer Eingang fehlt heute selbst ausgewachsenen Minianlagen oft.

Auvision PX 3020 mit Zubehör (Bild: W.D.Roth)
Der Audio-Video-Adapter erlaubt es wiederum sogar, bei Bedarf den Hotelfernseher anzuschließen, um auf diesem auf dem iPod gespeicherte Videos anzuschauen. Dabei gibt es zwar keine S-Video-Qualität, wie bei Apples eigenem Adapter, doch spielt dies bei den begrenzten Bildauflösungen von iPod und Hotelfernsehern nun wirklich keine Rolle.
Der Klang des Gerätes ist natürlich nicht umwerfend, es ist ja nur eine Plastikdose mit zwei kleinen Lautsprechern, doch in der Equalizer-Einstellung “Rock” ist der Klang für die Größe durchaus akzeptabel und harmonisch. Die Bässe sind natürlich sehr eingeschränkt, die Höhen auch etwas, doch es klingt sowohl im UKW- als auch im iPod-Betrieb besser als der typische Radiowecker.
Die Fernbedienung steuert eher die Dockingstation als den iPod: auf diesem kann sie gerade einmal die Musikwiedergabe starten und stoppen und zum nächsten oder vorigen Titel springen. Man kann jedoch nicht wie bei der Original iPod-Fernbedienung den iPod so bedienen wie an seinen eigenen Bedienelementen: Versucht man ihn mit der Fernbedienung zu starten, so spielt er immer automatisch den ersten Titel der Gesamt-Musikliste, die auf einem iPod Klassik vier bis fünfstellige Dimensionen annimmt. Will man also ein bestimmtes Musikstück hören, muss man dies am iPod selbst wählen. Eine echte Komforteinschränkung ist dies jedoch für ein derartiges Gerät, das man selten aus fünf Metern Entfernung bedienen wird, nicht. Dass man das Gerät gegebenenfalls per Fernbedienung zum Schweigen bringen kann, ist Komfort genug.
Eher schwach ist der Radioempfang: der Klang ist auf UKW zwar okay, die Empfindlichkeit dagegen mäßig - es werden nur wenige Sender empfangen, und diese sind verrauscht. Mehr als der Hotelfernseher, der garantiert nur die drei Radiosender vorprogrammiert hat die Volksmusik, Schlager und Klassik spielen, ist dies jedoch alle Mal.
Überflüssig ist dagegen der Mitelwellenempfang: mit eingesetzten iPod ist hier nur noch lautes Rauschen zu hören, da die Abstrahlung des iPods jeglichen Empfang lahm legt, und auch ohne eingesetzten iPod wird man hier nur Brummen und Rauschen hören, falls man nicht direkt unter einem Mittelwellensender steht. Für Deutschland zugegeben irrelevant. Dass sich auf UKW und MW je 10 Stationen abspeichern lassen, ist in diesem Zusammenhang auch eher irrelevant: so viele verschiedene Sender empfängt das Gerät überhaupt nicht.
Der Wecker ist einfach zu stellen und bietet zwei Weckzeiten, zusätzlich gibt es zwei Schlummerfunktionen: die eine schaltet zum Einschlafen das Radio oder den iPod nach einer vorwählbaren Zeit automatisch ab, die andere ist dagegen sogar noch praktischer gerade im Hotel: De sogenannte “Nap”-Funktion ist für das kleine Mittagsschläfchen oder die Erholungspause zwischen zwei Veranstaltungen gedacht und erlaubt einem ein Kurzschläfchen zwischen fünf Minuten und zwei Stunden, nach deren Ablauf eine des Gerät zuverlässig wieder aufweckt.: hat man auf iPod-Wecken geschaltet, aber vergessen, diesen einzusetzen, so ertönt ein Summton, und ist der iPod versehentlich gelockt, so startet die Musik trotzdem.
Die Anzeige kann hell, dunkel oder ausgeschaltet werden, so dass sie den Schlaf garantiert nicht stört, und der iPod wird automatisch geladen, sobald er in der Dockingstation sitzt, so dass man kein zusätzliches Ladegerät mehr mitschleppen muss.
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9 Kommentare zu diesem Artikel
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(7. April 2008 16:07) - neuerdings.com » Blog Archiv » Test NOXON iRadio for iPod: Der Allesspieler
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Nam
Endlich mal ein Test über ein günstiges Gadget^^
Mich würde interessieren ob das Teil auch 100%ig iPOd touch kompatibel ist, wisst ihr das?
und kann man hinten per Dock Connector Anschluss das Teil mit dem PC verbinden?
Wolf-Dieter Roth
iTouch: keine Ahnung. 100% kompatibel mit den anderen ist es ja offensichtlich auch nicht.
USB: Nein. Ich denke auch nicht, daß eine der anderen Lautsprecher-Dockingstations USB rausführt. Das wird man weiter mit dem Apple-Kabel direkt anstöpseln, dazu ist ja nicht unbedingt eine Dockingstation erforderlich, auch wenn die von Apple es kann. Aber würdest Du wirklich Deinen Radiowecker zum Computer tragen wollen zum iPod-Befüllen? Oder das Ding am PC aufstellen wollen? Das ergäbe ja noch Sinn, aber da würde ich dann eine Version mit größeren und separaten Lautspechern nehmen und die auch als PC-Lautsprecher nutzen…aber eigentlich hätte ich da gerne generell bessere Lautsprecher…nicht diese Brüllwürfel…
Wir hatten übrigens schon öfters mal günstige Gadgets im Test. Geht mehr danach, ob sie interessant sind.
Nam
wie meinst du das er nicht 100%ig kompatibel ist zu den ipods?
Was funktioniert bei dem Classic nicht genau? Der Videoausgang funktioniert doch oder?
zum USB, meine Frage war ob halt hinten dran ein Connector Anschluss oder ähnliches ist. Es wär schon toll wenn man halt so Dockingstation und Lautsprecher in einem hätte. Die große wär mir da egal, sie würde bei mir sogar vollkommen passen.
Wolf-Dieter Roth
Ich meinte die Menübedienung von Dockingstation oder Fernbedienung aus. Die elektrischen Sachen gehen. Aber es kommen nur analoge Sachen raus, nix Connector oder USB.
Daniel
Woher weiß die Dockingstation welches Lied es zum Wecken spielen soll?
Wolf-Dieter Roth
@Daniel: Am Vorabend anwählen und auf Stop drücken.
Nam
was haltet ihr eigentlich davon:
http://cgi.ebay.de/Lautsprecher-EMBEE-330-fuer-Apple-iPod-nano-Touch-MP3_W0QQitemZ230239954591QQihZ013QQcategoryZ111694QQssPageNameZWDVWQQrdZ1QQcmdZViewItem
wenn man bei ebay: ipod touch sound dock eingibt, dann kommen die Dinger en Masse, ich bin ja eigentlich ein verfechter von Made in China Produkten, würde aber trotzdem gerne deine meinung erfahren.
Wolf-Dieter Roth
Was soll man dazu sagen? Es gibt viele ähnliche Geräte. In diesem Fall war es ein recht kleines, das da ist größer. Kann, muß aber nicht besser klingen. Und wie es sonst funktioniert, weiß man erst nachher.
Marco
Wecklautstärke: ich bin bereits stolzer Besitzer Auvision PX 3020. Was ich bis jetzt noch nicht rausgefunden habe (und wirklich stört), ist wie ich die Wecklautstärke einstellen kann. Egal was ich mache das Ding versucht mich mit Lautstärke 16 zu wecken. Betonung liegt auf “versucht”. Hast du eine Ahnung wie ich das einstellen kann?