CurieOsity - killed the cat:
Berkeley dementiert
Das Interesse an der Strahlungsmessungs-Handysoftware CurieOsity ist enorm: neuerdings.com erhielt Zuschriften aus Wien, Hamburg, Berlin, Dresden und London. Alle wollten eine Testlizenz, aber leider lässt uns die UC Berkeley im Stich. Auch am 2. April gab es dort weder einen Professor Ray Gamma noch ein Institut für höheren BS.
Vieles stimmte: WLan, Dect-Telefone und angeblich auch Mikrowellenherde kommen sich im 2.4GHz-Band nur zu oft in die Quere. Auch stimmt es, dass wir gestern unsere Blogs auf Wordpress 2.5 upgedatet haben - aber die Kommentare haben wir aus anderem Grund vorübergehend ausgeschaltet:
Wir wollten denen die Peinlichkeit ersparen, die sich für ganz schlau, das erste Posting über das Hautgefühl-Mobiltelefon von LG für einen Aprilscherz und sich selbst nicht hätten zurück halten können, diese “Erkenntnis” in den Kommentaren kund zu tun. Denn diese Geschichte ist, soweit wir das überprüfen können, kein Scherz.
Interessanterweise hat uns nicht eine einzige Mail erreicht, in welcher jemand sein Interesse an dem Feelgood-Handy kundgetan hätte. Für die Strahlenmess-Software CurieOsity hingegen interessierten sich mehr als eine Hand voll Leute.
Dass Handys, die typischerweise im MHz-Bereich funktionieren, alle andern Geräte quer durch das gesamte ISM-Band entdecken könnten, ist leider Blödsinn. Mein Dect-Telefon killt zwar tatsächlich die gleichzeitig auf 2.4GHz bestehende WLAN-Verbindung meines Nokia e61i - auf die GSM-Verbindung allerdings hat es keinerlei Einwirkung.
Es tut uns aufrichtig leid richtig gut zu sehen, wie hoch unsere Glaubwürdigkeit ist: Eine ganze Reihe von Lesern wollte die Alpha-Vrsion der Software haben; nur einer teilte uns mit, dass er das Ganze für einen Scherz hielt, ein anderer schrieb:
Hallo liebes neuerdings team,
falls das kein aprilscherz ist, wuerde ich mich fuer die testsoftware zur strahlungsmessung interessieren. falls das das ein aprilscherz ist:
grrrrrrrrrrrrrrrrrrr
Wir hätten gerne den Interessenten wenigstens die Dummy-Anwendung von CurieOsity geschickt, müssen an dieser Stelle aber gestehen: Es gibt noch nicht mal eine. Die Bilder sind mit simplen PaintshopPro-Manipulationen leerer Screenshots des Nokias und ein bisschen Gebastel entstanden. Die Fotos entstanden mit der Anzeige der Bilder als Vollbild auf dem Handy.
Die Screenshots können hier heruntergeladen werden - als Vorlage für eigene Basteleien in Photoshop oder Paintshop Pro oder als Wallpaper und zur direkten Verwendung in der Bildansicht auf dem eigenen Handy. Die Formatanpassung überlassen wir Euch…
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3 Kommentare zu diesem Artikel
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Herr Olsen
Wusste ich, wusste ich!!!
(-:
Matthias Lehming
Ich wusste es auch, war aber zu faul euch ne Mail zu schicken. ;-)
Aber ganz ehrlich: Der Beitrag mit dem Handy war schon viel glaubwürdiger, weil ihr auf eine Quelle verlinkt habt, die schon Ende März erschienen war. Daher war ein Aprilscherz eher unwahrscheinlich.
Im CurieOsity-Beitrag wurde aber bis auf den Wikipedia-Artikel gar kein Link untergebracht, höchst verdächtig… ;-)
Peter Sennhauser
Ich wollte zuerst auch einen “Via”-Link auf irgendeine eine chinesische Site setzen, aber das hätte nicht mehr zur Berkeley-Geschichte gepasst…