Philips Aurea TV im Test:
Social Desirability in Reinform

Der Philips Aurea ist mehr als nur ein ordinärer Fernseher. Mit insgesamt 126 im Rahmen eingebauten LED macht er Fernsehen zu einem regelrechten Erlebnis.

Sogar Mike Müller vermag mit dem Aurea das Wohnzimmer in ein Farbenmeer zu verwandeln
Sogar Mike Müller vermag mit dem Aurea das Wohnzimmer
in ein Farbenmeer zu verwandeln.

Im Leben eines Gadget-Reporters gibt es Geräte, bei denen man froh ist, wenn man sie möglichst schnell zum Hersteller zurückschicken kann; und es gibt solche, die man am liebsten gleich behalten würde. In welche Kategorie der Philips Aurea TV gehört, dürfte spätestens nach diesem Artikel klar sein.

Vor einiger Zeit haben wir hier bei neuerdings.com ja das Philips Ambilight getestet. Das Gerät an sich ist ja schon ziemlich cool – noch viel cooler wird es jedoch, wenn man Ambilight mit einem Fernseher kreuzt.

Der Aurea ist nämlich alles andere als ein normaler Fernseher. In seinem weissen Rahmen verbergen sich 126 LED, die das TV-Bild farblich “umrahmen”. Dabei wird jedoch nicht einfach eine beliebige Farbe angezeigt, sondern die Farben des TV-Bildes sozusagen fortgesetzt, so dass zwischen dem Bild und dem Rahmen ein fliessender Übergang entsteht (siehe Bild oben). Wenn man will, kann man den Rahmen auch leuchten lassen, ohne den Fernseher einzuschalten, was zwar keinen konkreten Nutzen hat, aber einfach schick ist.

Grösser als man denkt: mit 107cm Bilddiagonale ist der Philips Aurea mehr als stattlich
Grösser als man denkt: mit 107cm Bilddiagonale ist der
Philips Aurea mehr als stattlich.

Von Interesse dürften natürlich auch die Tech Specs sein. Hier lässt sich der Aurea überhaupt nicht lumpen:

  • 42-Zoll (107cm) Bilddiagonale (LCD)

  • Full HD (1920 x 1080

  • Inputs: 2 SCART, 1 Component, 3 HDMI, 1 Composite, 1 S-Video 1 Coax

  • Ambilight-Effekt dank eingebauten LED im Rahmen

Abgesehen von wenigen Details überzeugt der Edel-Fernseher auf der ganzen Linie. Schade ist z.B., dass es keinen Bild-in-Bild-Modus gibt, dank welchem man während der Werbung hin- und herzappen könnte. Beim Zweikanalton kann man außerdem nur etwas umständlich via Menu auswählen – aber wie gesagt, dabei handelt es sich bloss um Details.

Der Philips Aurea ist eigentlich mal wieder ein guter Beitrag zum Thema “Social Desirability” (hier auch schon am Beispiel des MacBook Air vorgeführt). Egal wer bei mir ins Wohnzimmer tritt, Männer wie Frauen, Junge wie Alte und Geeks wie Normalos sind vom Aurea begeistert und interessieren sich zuallererst nur für den Fernseher, woraufhin dann bald die Frage kommt: “Wow, gehört der dir?” (leider ist der Aurea nicht ganz so mobil wie ein MacBook Air – man kann diesen Trumpf also wirklich nur in den eigenen vier Wänden ausspielen).

Philips Aurea closeup

Social Desirability ist gut und recht, aber etwas anderes macht noch viel mehr Spass: Mit dem Aurea Fernsehen oder Filme zu schauen (wer hätte das gedacht …). Wenn man es nicht selbst gesehen hat, ist man wohl dazu geneigt, zu denken, dass dieser farbige Rahmen ganz lustig, jedoch sicher nicht mehr ist. Sobald man aber eine halbe Stunde lang auf dem Aurea einen Film gesehen hat (wenn möglich natürlich in HD), merkt man, dass das Erlebnis ein ganz ein anderes ist. Man muss es wohl tatsächlich selbst gesehen haben, um es zu verstehen (wer mal vorbeikommen will, soll sich bei mir melden).

Wie bei jedem Test lautet die alles entscheidende Frage: “Würde ich den Philips Aurea zum Kauf empfehlen?”. Sofern man gerade CHF 7’000 zur Verfügung hat, definitiv ja. Der Aurea-Fernseher hat eine tolle Bildqualität und macht Fernsehen zu einem echten Erlebnis.

Philips Aurea

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7 Kommentare

  1. Marcus Herbert
    schrieb am 1. April 2008 um 17:38 Uhr (#)

    Wie ist denn das bei Schwarz/Weiss-Filmen? Ich bin Fan von alten Meisterwerken aus den 30ern bis Ende der 60er – meistens sind das keine Farbfilme. Kommt da der Effekt auch rüber oder versagt er total (Schwarz ist ja keine Licht-Farbe)?

  2. Thomas
    schrieb am 1. April 2008 um 20:36 Uhr (#)

    Den Aurea mit Ambilight habe ich mir im Dezember auch angeschaut, als es mir um einen neuen TV ging. Doch der Preisunterschied (ich habe für meinen Full HD Panasonic 42″ gerade mal 2’4 bezahlt) war mir dann definitiv zu gross. Sollten die Preise schnellstmöglich mal purzeln, ist er mir dann eine Anschaffung weg und mein 42er Panasonic kommt ins Schlafzimmer…

    Habe mir nun pseudo-mässig mit einem “Backlight” eine etwas atmosphärische Fernsehbeleuchtung geschaffen (feine LED Leiste oberhalb des TVs). Kommt aber natürlich nie an Ambilight heran.

  3. David
    schrieb am 2. April 2008 um 14:19 Uhr (#)

    schwarz wird auch nur aus RGB gebildet , somit ist schwarz auch eine Art von Lichtfarbe

  4. Manuel
    schrieb am 5. April 2008 um 11:58 Uhr (#)

    So ein Philips Aurea stand auch auf der CeBIT aus. Da durfte ich mir dann auch mal ein Film darauf anschauen. Ich muss aber sagen, mich persönlich stört so ein leuchtender Rahmen. Der Rahmen passt sich zwar farblich an das Bild an, aber irgendwie werde ich dadurch nur abgelenkt. Ich kann mich damit nicht wirklich anfreunden.

  5. Schreibt hier auf dem Blog Damian Amherd
    schrieb am 9. April 2008 um 17:43 Uhr (#)

    Bei S/W-Filmen natürlich keine Farbe angezeigt. Sprich, der Rahmen wird einfach mit weissem Licht beleuchtet oder halt nicht. Ähnlich verhält es sich übrigens bei Streifen in Cinemascope – sind die schwarzen Balken zu breit, werden oben und unter gar keine Farben angezeigt.

  6. Philip
    schrieb am 18. April 2008 um 13:10 Uhr (#)

    Das, was Damian Amherd da schreibt, stimmt nicht mehr ganz. Dass bei schwarzen Balken im Cinescope-Format oben und unten keine Farben angezeigt werden, war ein Fehler der ersten Produkttionsreihe der Aureas, der mittlerweile behoben werden kann und bei Neugeräten nicht mehr auftritt.

  7. Schreibt hier auf dem Blog Damian Amherd
    schrieb am 23. April 2008 um 23:07 Uhr (#)

    Ah cool – in dem Fall ist der Aurea nun (vom Preis einmal abgesehen) wirklich der perfekte TV..

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