iRobot LANdroid:
100-Dollar-Robbie vernetzt im Häuserkampf
Wenn mal wieder die neusten Roboterfußballergebnisse durch die Gadgetblogs geistern, dann vergisst man leicht, dass Roboter zu mehr taugen als Spaß zu haben oder optimalerweise nebenbei auch noch den Boden zu saugen. Sie können auch Krieg “spielen”.
Mit Roomba, dem Staubsaugerroboter und anderen Erfindungen der Firma iRobot haben wir uns hier im Blog auch schon beschäftigt.
Während iRobot nach einem Roman von Robot-SF-Genius Isaac Asimov benannt ist, dessen Roboter nicht einfach Leute über den Haufen ballern dürfen, baut iRobot eben nicht nur Industrie- und Haushaltsroboter, sondern auch kleine Killermaschinen und Assistenzrobbies für das Militär; R2D2 lässt grüßen.
LANdroid ist die neuste Variante. Der ein Kilo schwere mobile Miniroboter soll von Soldaten hinter Mauern oder in Gebäude geworfen werden können, um sich mit seinen Kumpels zu vernetzen und für vorrückende Einheiten in unübersichtlichem und schwer per Funk vernetzbarem Stadtgebiet Connectivity bereitstellen. Eine Einheit soll etwa 100 Dollar kosten. (Ob für jede produzierte Einheit auch ein Entwicklungsland so ein Ding kriegt, wie beim OLPC, ist allerdings zu bezweifeln).
Was mich nun an dieser Sache mehr interessiert, ist die Frage, was für zivile Anwendungen eine solche Technik irgendwann hat. Beim ganzen Thema ’2.0′ wird zwar viel über Sharing und Mobile geredet, aber nicht so häufig über das Sharen von Netzverbindungen oder Computing Power (Distributed Computing) und andere P2P-Ansätze. Man stelle sich vor, das Handy von morgen hätte die Funkeinheit des oben beschriebenen LANroboters eingebaut und man könnte – eventuell wie nach einem Modell von FON.com – einfach jederzeit online gehen, auch wenn gerade kein fest installierter Hotspot des eigenen Providers da ist, auch wenn man im Ausland ist und sich nach heutigem Stand mit Datenverkehr arm roamen würde.
Dass das “Überall-Netz” dann auch den aktuell und schon seit einer Weile als Goldrand beschriebenen Location Based Services einiges an dringend benötigtem Wumms verleihen würde, ist eh klar. Und Mobilfunk-Gegner würden einfach von funkenden Robotern unterwandert. Vielleicht ist die Blase 1.0 ja nicht zuletzt an den damals noch fehlenden Flatrates gescheitert.






















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