Maglev Magnetschwebe-Interface:
Virtuelle Objekte werden fühlbar
Das Erleben virtueller Umgebungen ist bisher auf den Sehsinn beschränkt. Ein neuartiges Gerät soll nun auch den Tastsinn einbinden.
Vom umfassenden Cybererlebnis, so wie es in Science-Fiction-Romanen vorgestellt wird, sind wir zwar noch weit entfernt, das Maglev Magnetschwebe-Interface ist aber ein Schritt in diese Richtung: Entwickelt von einem Forscherteam der Carnegie Mellon University und vermarktet über Butterfly Haptics soll Maglev den Markt erobern. Über das Prototypen-Stadium ist das Eingabegerät bereits hinaus.
Video nach dem Sprung:
Es sieht ein bisschen aus wie ein überdimensionaler Aschenbecher mit Deckel aus den späten 60ern, birgt aber ein raffiniertes Innenleben mit einem Elektromagneten und einem Handgriff (”Flotor”) für den Anwender, der in drei Dimensionen frei beweglich ist.
Indem die Magnete variable Kräfte auf den Flotor ausüben, ist es für den Nutzer möglich, die virtuellen Objekte im Computer zu fühlen und damit Texturen zu ertasten oder feste Hindernisse zu spüren.
Das erste Modell entstand bereits 1997, inzwischen existieren zehn Kopien, ab Mitte 2008 will Butterfly Haptics auch kommerzielle Bestellungen annehmen.
Ein mögliches Anwendungsgebiet wäre beispielsweise die virtuelle Chirurgie. Preise sind bisher noch nicht bekannt. Als kostengünstiger Ersatz für den Transrapid ist das Gerät jedoch nicht geeignet.
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