Windows Vista Service Pack 1:
Osterei für Ungeduldige
Das Windows Vista Service Pack 1 steht seit zwei Tagen direkt in Windows-Update zum Download zur Verfügung - für “qualifizierte Rechner”. Und die Ausnahme- und Reklamationsliste ist länger als die Zahl der Features.

Ab Mitte April soll das Service Pack 1 (SP1) auf Rechnern mit Windows Vista automatisch aufgespielt werden (so die Option der automatischen Updates eingeschaltet ist). Seit zwei Tagen allerdings steht das Vista-SP1 ungeduldigen Benutzern auch unter Windows-Update zum manuellen Download zur Verfügung - allerdings erst in Englisch, Französisch, Spanisch, Deutsch und Japanisch. Und vor dem Download steht grade mal eine lange Liste von Ausnahmen:
Acht verschiedene Gründe gibt es laut Vista-Team, weshalb Anwender das Update möglicherweise noch nicht mal zu Gesicht bekommen, wenn sie die Update-Site aufrufen. Dazu gehören:
- Nicht alle nötigen Updates installiert.
- Beta-Version von SP1 installiert.
- Eigenes Vista in einer noch nicht unterstützten Sprache, oder mit einer zusätzlichen, noch nicht unterstützten Sprache installiert.
- “Problematische” Treiber auf dem Rechner, mit denen das SP1 nicht umgehen kann.
Ausserdem erklärt das Team in seinem Blog ausführlich, dass SP1 genau dann für den Rechner angeboten wird, wenn der die Voraussetzungen erfüllt - was vor allem durch Updates von Treibern erreicht werden soll, die allerdings teilweise noch nicht verfügbar sind.
Zum Schluss der Liste von Ausnahmen und Umständen und Aufzählungen von nicht unterstützten Konfigurationen schreibt nicht White:
“Ich weiss, dieses Posting klingt wie eine lange Anleitung, aber wir wollten lieber zu viel kommunizieren, um Überraschungen zu vermeiden.”
Nun, wenn Windows Vista SP1 sich noch nicht mal zeigt, bevor ein Rechner genau die Ansprüche erfüllt, die es haben will, können Überraschungen ja wohl ausgeschlossen werden, oder nicht?
Nicht ganz: Erstens können ungeduldige Benutzer das Vista Service Pack 1 ganz direkt downloaden (auf eigene Gefahr, allerdings).
Und zum Zweiten beklagen sich bereits einige der Updatefreudigen über nicht vorhersehbare Fehler und Manipulationen an ihrem System, wie etwa ein Poster namens Sepp Dietrich:
Was für eine Katastrophe! Das SP1 hat all meine Nvidia-Treiber ins bermuda-Dreieck katapultiert - sie sind schlicht und einfach VERSCHWUNDEN!
Das ist umso unangenehmer, als die Nvidia-Treiber gar nicht in der “kleinen Zahl inkompatibler Treiber” (Nick White, Microsoft Windows Vista Team Blog) zu finden sind…
Wer kein Risiko eingehen will, der kann ja gleich auf Windows 7 warten.
Ausnahmelisten für Vista SP1-Handinstallation
[Via Theregister]
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4 Kommentare zu diesem Artikel
1 Trackback
- m@rtin's tipsblog
(27. März 2008 22:23)
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Marc
Ich bin erfreut über diesen unvoreingenommen und distanzierten Artikel…
kopfchaos
….. hmpf…..
….. gibt’s denn keine awards für real-satire…..?
….. ich denk’ dass microsoft schon längst einen verdient hat…..
*grin*
Stefan S.
*stimme abgeb für MS*
Chregi
- ich habs installiert
- es funktioniert
- ich bemerk rein gar keinen unterschied zu vorher
- wayne