Test:
Stanford Make3D 3D-Modelle online erzeugen?

Oliver Gassner, 17. März 2008 16:57 Uhr, 1 Kommentar Kommentare

Während die Kollegen sich mit dem Umformulieren von Pressemitteilungen beschäftigen, geeken wir hier mal eine Runde rum und spielen gleich mit dem 3D-Werkzeug des Tages.

Make3D screenshot

Zwei Forscher an der Uni Stanford haben Make3D gebaut. Knapp gesagt: Man füttert Digitalfotos rein und kriegt in VRML, Shockwave oder Flashvideo das Ergebnis raus. Ob’s funktioniert werden wir gleich sehen.

Schritt 1:

Wir holen uns eine Einladung zu einem Zugang und verraten dazu unser Mailadresse.

Schritt 2:

Wir pflücken die Einladung aus unserer Inbox und klicken auf den Einladungslink.

Schritt 3:

Wir denken uns Logindaten aus (die Mailadresse hat er sich netterweise gemerkt) und klicken ‘Signup’.

Irritierenderweise sollen wir jetzt nochmal die Inbox checken, in der aber nix ist.

Schritt 4:

Also machen wir mal 3 Fotos von einer kunstvoll arrangierten Szene auf unserem Schreibtisch. An sich ist das System ja für Gebäude gebaut, aber draußen regnet es gerade.

Und die selbe Szene von etwas weiter rechts und von noch etwas weiter rechts. Spannend wird sein, ob er das mit dem Glas und den Strahlen, die durch es abgelenkt werden, hinkriegt (Beim Klick auf das Bild oben vergrößert es sich auf beinahe Originalgröße des Screenshots.).

Schritt 5:

Wir gehen einfach mal rein, obwohl immer noch keine weitere Mail da ist und stellen fest: Wir können jetzt entweder von Platte oder von Flickr Bilder hoch laden. Die Fotos haben wir inzwischen von der Kamera auf die Platte gewuchtet und laden sie hoch.

Bilder können wir beschreiben und taggen. Das ist sicher praktisch, wenn man mal seine ganze Stadt in dem Ding nachbauen will.

Das Uploadtool sagt: ‘Scenes’ funktionieren am besten, Nahaufnahmen von Leuten eher nicht. Mehr als 5 MB soll bitte ein Bild auch nicht haben. Kleiner sei besser.

Mein erstes Bild steht jetzt an #5 in der Warteschlange. Man verspricht mir eine E-Mail wenn es durch ist. Da lad ich doch mal die anderen beiden hoch. Beim Upload des dritten Bildes sehe ich zum wiederholten Mal heute einen Timeout. Offensichtlich stürzt sich gerade jeder Geek auf dem Planeten auf das Tool. Und ein paar Terrorgruppen…

Huch, Uploadfehler. Was ist los? Ah, ein Bild braucht einen Titel. Aber anstatt mich den jetzt nachtragen zu lassen muss ich zurück ins Uploadformular und alles nochmal ausfüllen. Usability: ein Minuspunkt.

So alles oben. Jetzt harre ich mal der e-Mails und melde mich aus dem “Labor” wieder.

Schritt 6:

Tja, die Mails kamen an; aber das Ergebnis war nicht, was ich erhofft hatte.

Erstens scheint das Programm nicht alle drei Fotos für eine Szene heranzuziehen, sondern nur jedes Foto einzeln. Irgendwie unlogisch.

Zweitens sind die Ergebnisse nicht nur kaum 3D sondern ziemlich enttäuschend und erinnern eher an einen ganz gewöhnlichen, nur extrem hektischen Ken-Burns-Effekt.

Und drittens gehen die Embedded Videos, die wir euch an dieser Stelle zeigen wollten, nicht!

Wenn man ‘bessere’ Versionen ansieht wie das hier, so merkt man, dass bis zu der Stelle, an der man fotografierte Szenen nach Second Life per “Copy und Paste” einfügt - wie es die Pressemeldungen der Kollegen anzudeuten belieben - noch ein paar Schritte zu gehen sind.

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1 Kommentar zu diesem Artikel

  1. hosae

    schrieb am 18. März 2008 um 10:24 Uhr (#)

    Wirklich nicht das was man sich vorstellt! Habe trotzdem ein wenig in den Gallerien geschnüffelt und finde diese hier sehr nett:
    klick
    Kommt warscheinlich schon stark drauf an, was den hochgeladen wird…
    Tja, warten wir auf VS. 2.0 :P


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