Blaupunkt Travel Pilot 100, 200, 300:
“My name is not Lucca”

Wolf-Dieter Roth, 12. März 2008 12:48 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Zur CeBIT hat Blaupunkt die neuen Navigationsgeräte TravelPilot 100, TravelPilot 200 und TravelPilot 300 vorgestellt. Die Bezeichnung “Lucca” für die portablen Navis hat man dabei abgesetzt.

Blaupunkt TravelPilot 100
Ein Blaupunkt Navi für weniger als 150 Euro: Der Travel Pilot 100 (Bild: Blaupunkt)

Blaupunkt ist ein klassischer Autoradio- und Navigationsgerät-Festeinbau-Hersteller. Maximal ein Navigationsgerät im Autoradioschacht war noch denkbar.

Doch Autoradioschächte gibt es immer seltener, und dann will man doch eher ein spezielles Autoradio einbauen. Tragbare Navigationsgeräte setzten sich dagegen trotz systembedingter Nachteile duch ihren günstigen Preis und die leichte Montage (so man das Anpappen an der Windschutzscheibe mit einem Saugnapf so nennen kann) durch.

Blaupunkt stieg in das Geschäft mit den “Luccas” ein, denen man die Erfahrung des Herstellers durchaus positiv anmerkte. Doch der Preis war noch etwas hoch.

Blaupunkt TravelPilot 200
Stau vor den “Golden Arches” am Mable Arch? Kein Problem. Nur bitte die McRib-Sauce nicht auf dem Touchscreen verschmieren! (Bild: Blaupunkt)

Das Geschäft aber offensichtlich so gut, daß man sich nun auch ins Low-Price-Segment traut: das preiswerteste Modell, der Blaupunkt TravelPilot 100, soll im April für 149 Euro UVP in den Handel kommen und bietet dabei Karten von Deutschland, Österreich, Schweiz, aus dem Web nachladbare Points of interest von McDonalds (ungesund) bis Radarfallen (unerlaubt) und eine automatische Nachtumschaltung anhand der Helligkeit im Auto - frühere Modelle nutzten stattdessen Uhrzeit oder Auto-Lichtschalter.

Der TravelPilot 200 empfängt außerdem TMC-Verkehrswarnungen und kostet dafür gerade 20 Euro mehr. Die Antenne ist integriert und fliegt nicht als loser Draht übers Amateurenbrett, der beim Parken und der Mitnahme des Geräts abgerissen wird wie bei älteren Geräten. Ob damit noch ein ausreichender Empfang möglich ist, wird sich allerdings zeigen müssen - der TMC-Empfänger manch anderer Navis ist sogar mit Wurfantenne stocktaub. Neben den üblichen Varianten “kürzeste Strecke” und “schnellste Strecke” bietet der TravelPilot 200 auch noch “optimal”, “ökonomisch” und “ökologisch” als alternative Routing-Vorgabe.

Der TravelPilot 300 hat ein 4,3 Zoll großes Breitbilddisplay statt des 3,5 Zoll großen Displays von TravelPilot 100 und 200. Die Daten von 20 westeuropäischen Länder werden mitgeliefert, die von 20 osteuropäischen Ländern können nachgeladen werden. Er kann auch Musik abspielen, Spachnachrichten aufzeichnen, als Bluetooth-Freisprecheinrichtung dienen, bietet fünf Videospiele und warnt auch vor Staus, wenn kein Ziel eingegeben ist - beispielsweise auf dem Weg zur Arbeit. Dafür kostet er allerdings mit 299 Euro das Doppelte wie seine kleinen Brüder.

Blaupunkt TravelPilot 300
Soll sogar einen Sprachenführer für 18 Sprachen enthalten: Blaupunkt TravelPilot 300 (Bild: Blaupunkt)

Dem Apple-Fan werden die Blaupunkt-Geräte nicht zusagen: Der Akku kann vom Benutzer selbst gewechselt werden. Für alle anderen sind die billigen Blaupunkte aber einen Blick wert, da die Bedienung bei dieser Marke erfahrungsgemäß angenehm ist.

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2 Kommentare zu diesem Artikel

  1. R.St.

    schrieb am 12. März 2008 um 16:09 Uhr (#)

    vielleicht stört uns nicht nur der wechselbare Akku als Macuser, sondern auch dass er im Gegensatz zu einem Tomtom eventuell nicht über einen Apple updatefähig ist?

  2. Johannes

    schrieb am 15. März 2008 um 12:49 Uhr (#)

    *grinst* nun, MacUser haben es sich so ausgesucht und hatten es schon immer schwerer, auf der anderen Seite sind die wie Linux-Indianer meißt erfindungsreich .. wie dem auch sei, wenn ich es recht in Erinnerung habe ist das Host System egal, sondern man kopiert die Dateien auf die SD Karte, führt einen Hard-Reset im Navi aus und die Firmware und Karten werden geladen.
    Was mich viel mehr interessieren würde währen die eigentlichen Navi Funktionen: Text-to-Speech, Detailführung im Kreuzungsbereich, Zeit zur Neuberechnung falls die Ausfahrt verpasst wurde, Streckeninterpolation im Tunnel, etc..

    Denn updaten kann ich das auch im Zweifel an einem PC im Internet-Cafe, 99% der Zeit soll es aber einfach nur navigieren und das hoffentlich gut.


1 Trackback

  1. Navi TravelPilot 100 von Blaupunkt im Test | Motoren-Blog.de
    (30. September 2008 08:13)

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