Emotiv EPOC:
Endlich! Der PC liest meine Gedanken.

Kurt Haupt, 28. Februar 2008 14:11 Uhr, 6 Kommentare Kommentare

Freut euch auf Weihnachten. Dann soll nämlich der Emotiv EPOC für läppische 299 Dollar auf den Markt kommen. Das Ding macht nichts Einfacheres, als Gedanken zu lesen. An der Spielemesse Game Developers Conference konnte man sich damit immerhin schon einen Würfel vom Bildschirm “wegwünschen”.

Emotiv EPOC
Kann dieser Helm Gedanken lesen? (Bild: Emotiv)

Ich glaube natürlich solche Dinge erst, wenn ich sie selber ausprobiert habe. Deshalb steh ich hoffentlich auch schon auf der Warteliste für einen EPOC. Ob die Leserschaft allerdings davon profitiert, wenn meine Gedanken ungefiltert und direkt in Texte einfliessen, wird sich zeigen.

Der EPOC sieht aus wie ein modernes Kopfmassagegerät, soll aber einfach die Gedanken des Besitzers interpretieren könne. Wie das geht, ist mir allerdings nicht ganz klar.

Doch dafür gibt es ja vielversprechende Meldungen aus dem Schweizer Pressedienst zur Gedankenleser-Kappe: “Nach eigenen Angaben haben es die Entwickler geschafft, Unterschiede zwischen affektiven, kognitiven und expressiven Gedanken herauszulesen und zu interpretieren. Die Sensoren, die sich an den “Tentakeln” befinden, nehmen die elektronischen Signale des Gehirns wahr. “Sie werden an einen Signalprozessor weitergeleitet, der sie mit Hilfe mathematischer Modelle auswertet”, erklärt der Emotiv-Chef Nam Do.

Okay, verstanden habe ich davon praktisch nichts.

Ob das Teil nur “digitales Schlangenöl” ist, wird sich aber wohl nächste Weihnachten zeigen. Dann soll es auf den Markt kommen. Wenn es was taugt, wird die Spieleindustrie das Konzept schnell adaptieren. Schnelldenker aber Langsamdrücker wie ich können dann endlich auch wieder in modernen Spielen mitmachen. Ich weiss nämlich jeweils schon, dass sich meine Spielfigur nun mit einer gehechteten Rolle vorwärts aus dem Schussfeld retten könnte, aber bis ich jeweils die dazu nötige Tastenfolge rausgefunden haben ?.

» Mehr lesen: Gaming (225), Kuriosa (726), Wunschgeräte (283)

» Weitere Artikel der Kategorie "Computer" lesen

» Nächster Artikel: iPhone als Touchpad: Killerapp für Couch-Potatoes
» Älterer Artikel: Lego MP3-Player: Musik für Junggebliebene

» Drucken
» Merken/E-Mail

6 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Fubiz

    schrieb am 28. Februar 2008 um 14:54 Uhr (#)

    Beautiful product!

  2. qqwertt

    schrieb am 28. Februar 2008 um 17:27 Uhr (#)

    ich glaub wenn des ding funzt würds mir irgendwie angst machen, ich mein stellt euch ma vor ihr schreibt damit was im icq oder sonst nem chat nu dann kommen so ausversehn alle anderen gedanken au noch mit oO :P

  3. Alexander Cyliax

    schrieb am 29. Februar 2008 um 16:36 Uhr (#)

    Gut das die 60er-Jahre vorbei sind, mit Fönfrisuren hätten die Sensoren sicherlich arge Probleme ;)

  4. FMH

    schrieb am 1. März 2008 um 18:31 Uhr (#)

    Harhar,
    da gibt es ein viel tolleres Gerät, der “Neural Impulse Actuator” von OCZ. Das gab es schon auf der letzten CeBit zu sehen und es funzt!
    Im Youtube kann man ein paar “Beweise” sehen.
    Das Teil wird per USB angeschlossen und wertet angeblich die Gesichtsmuskeln, Augenbewegungen und Alpha- und Beta-Gehirnströme aus…

    Hier gibts den Bericht auf
    http://www.techreport.com/discussions.x/13928

  5. gandfalz

    schrieb am 25. August 2008 um 17:51 Uhr (#)

    ich fand den EPOC auch schon ganz gut für den anfang. 16 unterschiedliche stimmungen wahrzunehmen ist mehr, als die meisten menschen praktizieren. interessant zum thema ist da auch eine neue entwicklung aus berlin. und die ist auch schon ausgereift und hat neben dem spassfaktor auch noch einen tollen trainingseffekt. eine mindmachine der nächsten generation: das laxman innertainment system.
    aber guckt selber auf der homepage http://www.mylaxman.de steht dass man es auf der IFA 2008 ausprobieren kann

  6. Jason stratiatella

    schrieb am 31. Dezember 2008 um 12:51 Uhr (#)

    Quatsch. das Teil kann (zurzeit) grad so einige befehle übernehmen.
    Z.B Wenn man springen möchte denkt man nicht “Springen” sondern mann muss auf den gegenstand, Spieler, etc gucken und an etwas bestimmtes Denken. einfach gesagt. z.B Farbe rot und sich das vorstellen (quasi wie die Kreis taste bei ps2/ps3 ) dann tut es der Chara..


1 Trackback

  1. neuerdings.com » Blog Archiv » Gehirncontroller NIA: Ich denke “links. Links. LIIINKS!”
    (29. Mai 2008 13:03)

Diesen Artikel kommentieren

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.

 
blogoscoop