GiFi:
Bluetooth ist eine lahme Ente

Kurt Haupt, 27. Februar 2008 16:52 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

Australische Forscher am NICTA haben einen Chip entwickelt, der Daten drahtlos über eine Distanz von 10 Meter mit einem Tempo von bis zu fünf Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) übertragen soll. Der Chip wird, wenn er dann in etwa drei Jahren marktreif ist, rund 6 Euro kosten. Die Technologie wird als GiFi bezeichnet und ist eine Konkurrenz zur neuen WirelessHD-1.0-Spezifikationen, die von Intel, LG Electronics, Sony und Toshiba favorisiert wird und “nur” vier Gbit/s schnell ist.

Nicta

Im Vergleich zu Gifi ist das heutige Bluetooth mit seinem Tempo von maximal 2,1 Mbit/s bei Enhanced Data Rate (EDR) eine lahme Ente und rund 2000 Mal langsamer. Auch das zurzeit schnellste WLAN (802.11n) ist mit einer Bruttorate von 600 Mbit/s um Faktoren langsamer.

Zukunftsmusik dürfte aber die Aussage des NICTA Chief Technology Officer, Embedded Systems, Dr Chris Nicol sein: “Konsumenten werden am Kiosk den Inhalt einer HD-DVD innert Sekunden auf ihren PDA laden können.” Das Problem an der Idee ist nämlich, dass die SD-Speicherkärtchen im PDA derzeit Daten mit einem maximalen Tempo von 100 Mbit/s schlucken können. Da nützt es dann auch nichts, wenn diese 50 mal schneller angeliefert werden. Aber träumen darf man ja.

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