Nabaztag/tag im Test I/II:
C’est la petite Gilberte…

Damian Amherd, 20. Februar 2008 10:10 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Der Nabaztag/tag soll ein “gescheiter Hase” sein, welcher seinem Besitzer das Leben vereinfachen soll, indem er ihm die Wettervorhersage durchgibt oder über neue E-Mails informiert. neuerdings.com hat den kleinen Hasen getestet.

Nabaztag tag im Test
Ein Nabaztag/tag namens Gilberte de Courgenay – dieser Hase kennt zwar noch nicht 300′000 Soldaten und schon gar nicht alle Offiziere. Dafür hat er sonst einige Sachen auf Lager – zumindest theoretisch.

Der Hase ist da! Noch selten habe ich über ein Gadget so viel gehört und gleichzeitig so wenig gewusst wie über den Nabaztag/tag. Insofern kam die Ankündigung, dass die Plastikhasen nun auch Deutsch sprächen und die damit verbundene Aussicht auf ein Testgerät ziemlich gelegen. Nun thront das weisse Kaninchen, das auf den Namen Gilberte de Courgenay hört, also auf meinem Schreibtisch und will mein bester Freund werden.

Wie ein Hase sieht der Nabaztag/tag ja nicht wirklich aus – jedenfalls benötig man schon sehr viel Fantasie, um im weissen Plastikkonus mit zwei Spitzen einen Hasen zu sehen (aber ich bin ja auch ein Stadtkind, da weiss man eh nicht, wie ein Hase ausschaut). Doch was kann der Nabaztag/tag (das /tag ist die Bezeichnung für die zweite Version, welche mit einem Mikrofon ausgestattet ist) eigentlich alles? Da Pressemitteilungen und die Produkthomepage eher etwas geschwurbelt daherkommen und nicht gerade nützliche Information am Laufmeter bieten, hier eine kleine Übersicht.

Theoretisch gesehen kann der Nabaztag/tag: abonnierte RSS-Feeds und empfangene Nachrichten vorlesen, das Wetter und die Luftqualität vorhersagen, Informationen zum Stand der Börse bzw. einzelnen Aktien geben und hat zudem noch einige andere nette Features wie Tai-Chi-Übungen oder einen Wecker auf Lager. Was in der Aufzählung auffällt, ist das “theoretisch gesehen”, doch mehr dazu im zweiten Teil.

Nabaztag tag im Test - Nabaztag neben Macbook

Sofern man ein halbwegs normales WLAN-Setup hat, ist der Hase ziemlich schnell installiert. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger kommt der Nabaztag/tag auch mit WPA-verschlüsselten Netzwerken klar. Einzig mit versteckten SSIDs hatten wir im Test einige Mühe. Im Prinzip läuft eine Installation so ab, dass man den Hasen einstöpselt, sich mit dem automatisch neu angelegten WLAN mit einer SSID à la NabaztagXX verbindet, im Browser 192.168.0.1 eingibt und so dem Nabaztag die Daten des persönlichen WLAN wie SSID oder Passwort bekanntgibt.

Sobald sich der Hase erfolgreich mit den Nabaztag-Servern verbunden hat, kann man ihn “taufen”, den Wohnort des Hasens einstellen und seine Freunde auch gleich darüber informieren, dass man nun auch via Nabaztag/tag “erreichbar” ist. Wenn es darum geht, anzugeben, welche Sprachen man so spricht, dient dies übrigens nicht der Marktforschung, sondern beeinflusst, in welchen Sprachen der Nabaztag sich an seinen Besitzer wendet. So weit, so gut.

Nabaztag ist übrigens armenisch und bedeutet Hase. Unser Testgerät gehört der zweiten Generation an, welche Nabaztag/tag heisst und sich von der ersten Generation namens Nabaztag durch ein eingebautes Mikrofon unterscheidet. Soviel zur Taxonomie.

Wie sich der Hase im Alltag verhält und welche Macken die kleine Gilberte so hat, erfahrt ihr im zweiten Teil unseres Tests:

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3 Kommentare

  1. Fraggle
    schrieb am 20. Februar 2008 um 11:15 Uhr (#)

    Macht mal eine Aufnahme von vorgelesenen RSS-Feeds! Bin mal gespannt, wie der so redet… :-)

  2. Schreibt hier auf dem Blog Damian Amherd
    schrieb am 20. Februar 2008 um 11:21 Uhr (#)

    nur noch ein Mal schlafen, lieber Fraggle …

  3. Helga @ LG
    schrieb am 20. Februar 2008 um 11:51 Uhr (#)

    Cooler Review, Ich hatte vor ein paar Wochen eigentlich vorgehabt, den Hasen auf meinem Blog (www.lgblog.de) vorzustellen, habe es aber dann doch gelassen.

    Ich werde den Bericht hier aber auf jeden Fall verfolgen. Bin gespannt ob der Hase was kann.

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