aXbo Wecker:
Ganz schön ausgeschlafen

Reisst Sie der Wecker aus immer aus den schönsten Träumen? Das muss nicht sein. aXbo ist ein Wecker, der freundlich wartet, bis die Traumphase vorbei ist und einem erst dann sanft aus dem Schlaf in den Alltag holt. Dazu analysiert der Wecker anhand eines Armbandes die Bewegungen des Schläfers und weckt diesen innerhalb eines 30 Minuten langen Zeitfensters erst dann auf, wenn er sich nicht mehr in einer Tiefschlafphase befindet.

aXbo Wecker livestyle
Der aXbo schont die Tiefschlafphase. (Bild: infactory)

Unsere österreichischen Nachbarn sind ja ganz schön ausgeschlafene Kerlchen. Insbesondere die Entwickler Boris Eis und Axel Ferro, die den ersten Schlafphasenwecker entwickelt haben. Sie haben erkannt, dass jede Schlafphase von typischen Körperbewegungen begleitet wird. Diese werden nun von einem Frottee-Armband mit einem kleinen Funksender erfasst und an die Weckstation übermittelt. Will man spätestens um 7 Uhr aufstehen, überwacht der aXbo ab 6 Uhr 30 den Schlaf und klingelt, sobald man sich nicht mehr in einer Tiefschlafphase befindet. Diese treten zyklisch auf und dauern selten länger als 30 Minuten.

Der aXbo hat aber noch andere clevere Fähigkeiten:

aXbo Schlafphasen
Der aXpo weckt innerhalb eines Zeitfensters. (Bild: infactory)

Er löst beispielsweise das Beziehungsproblem, wenn einer um 6 Uhr raus muss, der andere aber bis 7 Uhr weiterträumen möchte. Da er die Schlafphasen der Schlummerpartner überwacht, klingelt er dann, wenn der Frühaufsteher halbwach und der Spätaufsteher in die Tiefschlafphase ist. Die Chance, dass der Langschläfer das Klingeln überhört, ist dadurch, laut Entwickler, sehr hoch.

Auch beim Einschlummern hilft der aXbo. Seine Einschlafmelodie blendet er langsam bis zur Stille aus, sobald der Bewegungssensor das Einschlafen signalisiert.

Wer will, kann mit dem High-Tech-Wecker auch eigene Schlafstudien betreiben. Die Bewegungsdaten werden während 14 Tagen im Gerät aufgezeichnet und können via USB-Schnittstelle auf den PC kopiert und dort analysiert werden.

aXbo PC-Auswertung
Eine bewegte Nacht. (Bild: Brack Computer)

Wer nun befürchtet, das Funkarmband könne mit Elektrosmog seine süssen Träume stören, wird vom Hersteller ebenfalls beruhigt. Der Sender aktiviert sich nur für wenige Hundertstelsekunden bei der Bewegung, die Sendeleistung sei 10’000fach geringer, als jene eines Handys, versichert der Prospekt.

aXbo Wecker Produkt
Der aXbo erhält seine Daten per Funk. (Bild: infactory)

Das Schweizer Fernsehmagazin “Einstein” hat sich ebenfalls mit der Innovation beschäftigt, wie ein Video zeigt.

Den aXbo gibt es für 199 Euro, in der Schweiz kostet er 349 Franken.

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16 Kommentare

  1. AnJu
    schrieb am 20. Februar 2008 um 08:49 Uhr (#)

    Also das hört sich doch echt mal nicht schlecht an. Vielleicht gibt’s sowas ja dann in ein paar Jahren bei Aldi zu nem freundlicheren Preis.

  2. Joerg
    schrieb am 20. Februar 2008 um 08:58 Uhr (#)

    Ohhh das klingt wirklich mal nach einem sinnvollen Gadget. Aber der Preis! Ich würde vorschlagen Sie testen das mal und hinterher verlosen Sie das Gerät. ;)

  3. Schreibt hier auf dem Blog Wolf-Dieter Roth
    schrieb am 20. Februar 2008 um 09:53 Uhr (#)

    Ein Vorserienmuster hat eine Kollegin einst für Telepolis Geektools getestet, der Test erschien dann allerdings nicht mehr, weil Telepolis Geektools beendet wurden. Damals war Kabelsalat ein Problem – da hatte das Gerät noch keinen Funk und man verhedderte sich im Schlaf in den Strippen – und Unpünktlichkeit: Der Wecker ging teils bis zu einer Stunde später los oder halt auch ganz am Anfang der programmierten Weckphase – dann war man wiederum soviel früher wach, daß man wieder müde war. Die Testerin konnte damals keinen “besser ausgeschlafen”-Effekt feststellen.
    Mal sehen, wenn wir einem unserer Mitarbeiter überzeugen können, daß ein eventuelles Versagen des Weckers keinen Einfluß auf eine weitere Mitarbeit von ihm bei uns haben wird, dann gibt es vielleicht demnächst einen Test der Serienversion.

  4. Ivan Blatter
    schrieb am 20. Februar 2008 um 10:18 Uhr (#)

    Wir haben diesen Wecker seit etwa Juni 2007 und ich muss sagen, ich war vom ersten Augenblick an bis heute begeistert! Das Ding funktioniert wirklich wie beschrieben. Mir fällt das Aufstehen tatsächlich leichter. Ich habe nie mehr – wie vorher ab und zu – eine bleischwere Müdigkeit am Morgen. Natürlich ist man nicht ausgeschlafener, denn das hängt ja von der Schlafdauer und -qualität ab. Man muss also trotzdem rechtzeitig ins Bett gehen, aber das Aufstehen ist einfacher.
    Ich stehe etwa 1-1.5 Stunden vor meiner Freundin auf und sie wacht tatsächlich nur selten auf, wenn meine Melodie losgeht. Da man ja eh aus dem Leichtschlaf geweckt wird, muss man den Wecker auch nicht so laut stellen. Also: Das Ding ist teuer, aber rundum eine gelungene Sache und sein Geld wert.

  5. Will
    schrieb am 20. Februar 2008 um 10:55 Uhr (#)

    Ich hab mir nach der Einstein Sendung einen zugelegt und er funktioniert eigentlich sehr gut. Bei Frauen die 2 mal in der Nacht aufs WC müssen und bei sehr kurzen Schlafintervallen ist er manchmal etwas verwirrt. Der Wecker trifft die wacheren Phasen wirklich gut, Aufstehen bleibt aber unschön;-)

  6. Joerg
    schrieb am 20. Februar 2008 um 11:58 Uhr (#)

    Ich melde mich freiwillig zum testen und meine Frau ist ein Morgenmuffel, die macht sicher auch gern mit.

  7. bender
    schrieb am 20. Februar 2008 um 14:06 Uhr (#)

    Klingt äusserst interessant. Wäre etwas für einen Hardcore Morgenmuffel wie mich.
    Nur eine Frage habe ich noch. Wie umständlich ist es die Weckzeit zu änderen. Dies müsste ich nähmlich Berufsbedingt jeden (wirklich jeden) Tag ändern.

  8. Will
    schrieb am 20. Februar 2008 um 15:40 Uhr (#)

    In Sachen Bedienerfreundlichekeit hab ich noch nie so einen einfachen Wecker gesehen. Das ist wirklich gelungen. Wenn du allerdings auf eine genaue Weckzeit angewiesen bist, ist es vielleicht nicht das Richtige. Mich weckt er meistens ca. 20 Minuten vor der eingestellten Zeit. Falls 30 Minuten vor der Weckzeit keine Wachphase eintreten würde, gibts am Schluss Alarm.

  9. Ivan Blatter
    schrieb am 20. Februar 2008 um 16:11 Uhr (#)

    @bender: Sehr einfach. Du drückst die Taste für den entsprechenden Alarm, dreht am Rädchen, bis Du die richtige Stunde eingestellt hast, drückst aufs Rädchen und stellt noch die Minuten ein. Der axbo hat nämlich nur zwei Tasten und ein Rad, aber damit lässt sich alles einfach und logisch bedienen.

  10. bender
    schrieb am 20. Februar 2008 um 18:12 Uhr (#)

    Danke für die Antworten. Dann werde ich wohl einen Selbstversuch starten.

  11. Yoshi360
    schrieb am 21. Februar 2008 um 21:29 Uhr (#)

    Ich stand vor einem halben Jahr vor der Wahl zwischen diesem Gerät und einem Lichtwecker von Sanalux. Letztendlich habe ich mich für den Lichtwecker entschieden, weil ich das Wecken durch Licht und MP3-Musik dann doch angenehmer fand. Ich habe den Kauf nicht bereut, die Sonnenaufgangssimulation ist sehr angenehm und funktioniert zumindest, wenn man bereits ?genug geschlafen? hat. Leider kann man den Wecker nicht an den Computer anschließen, nicht mal zum Überspielen der Musik auf die MMC.
    Und so stylisch wie der aXbo sieht er leider auch nicht aus! ;-)

  12. flo
    schrieb am 25. Februar 2008 um 11:08 Uhr (#)

    also ich hab schon lange einen und muß leider sagen, daß es bei mir überhaupt nicht funktioniert. in aller regel weckt er mich erst per notalarm zum spätestmöglichen zeitpunkt.

  13. Barbara
    schrieb am 26. Februar 2008 um 16:03 Uhr (#)

    Ich habe den aXbo schon seit über einem Jahr und benutze ihn auch mit meinem Freund zusammen. Dazu kann man nur sagen, dass man den Unterschied im Aufstehen mit und ohne aXbo extrem stark spürt. Man fühlt sich einfach besser, irgendwie weniger gequält, wenn man mit dem Schlafphasenwecker aufsteht. Zumindest ich persönlich. Immerhin ist das Aufstehen am Morgen ja ohnehin schwierig genug. Ich gebe ihn auf alle Fälle nicht mehr her… aber ich denke, dass es auch immer auf die Person, die ihn benutzt und ihre persönliche Einstellung zu solcher Technik ankommt.Ich bin jedenfalls immer für Fortschritt zu haben. Und für ein leichteres Aufstehen sowieso ;-)

  14. bender
    schrieb am 15. März 2008 um 15:07 Uhr (#)

    Ich habe mich jetzt definitiv einem “Selbstversuch” unterzogen.

    Der Wecker funktioniert insgesammt sehr zufriedenstellend. Das Aufstehen ist tatsächlich weniger schlimm (nur weniger wohlverstanden). Wird man einmal durch den Notalarm geweckt spürt man den Unterschied wirklich sehr deutlich.

    Etwas weniger positiv finde ich die eigentlich sehr simple Technik. Der Wecker analysiert nur ob man sich bewegt. Eine weitere Analyse bleibt leider aus. Schade.

    Fazit: Das Ding ist das viele Geld wert.

  15. Beate
    schrieb am 5. Januar 2009 um 09:41 Uhr (#)

    Wie sieht es denn mit der zweiten Weckperson aus? Gibt es sein zweites Armband? Oder wie misst der Wecker den Schlaf des Partners? Oder muss man sich dann zwei Wecker (viel zu teuer) zulegen?

  16. Will
    schrieb am 5. Januar 2009 um 19:08 Uhr (#)

    …natürlich gibts zwei Armbänder… und es gibt auch unterschiedliche Weckrufe:-)

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