Sony Cyber-shot DSC-H10:
10fach-Zoomer mit Pixelvernunft
Glücklicherweise ist der Megapixelwahnsinn abgeflaut. So wagt es beispielsweise Sony, mit ihrer neuen DSC-H10 eine Kompatkamera mit der vernünftigen Auflösung von 8,1 Megapixeln auf den Markt zu bringen. Dafür setzt man auf ein 10fach optisches Zoom, dessen Kleinbild-Brennweite 38 bis 380 mm beträgt.

Die DSC-H10 gibt es in Schwarz und Silber. (Bild: Sony)
Im “rauschigen” Bereich ist dann aber das Versprechen, mit dem neuen leistungsfähigeren Blitz dank ISO 3200 Objekte bis zu einer Distanz von 14 Metern auszuleuchten.
Riesig ist der 7,6-Zentimeter-Monitor am Kamerarücken, der immerhin 230′000 Bildpunkte bietet.

Grosszügiges Display bei der DSC-H10. (Bild: Sony)
Wer einen HDTV-Fernseher von Sony und das passende Kabel hat, soll direkt ab Kamera Fotos in HD-Qualität auf der Glotze anzeigen können.
Die DSC-H10 kostet 299 Euro (499 Franken). Ein Datenblatt gibt es auf der Sony-Homepage.
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6 Kommentare zu diesem Artikel
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R.St.
aber wieder mal mit einem gottverdammten mikrigen 2,5 Zoll Chip als Bildsensor, da bringt auch die Drosselung auf 8 MP nix! Warum könnt Ihr Sony , Panasonic… endlich mal zumindest wie in der FZ50 einen 1/8 Sensor verbauen!
Testhardware
Verstehe nicht warum du dich aufregst. Die Größe des CCD ist nicht entscheidend, sondern wie gut das Linsenwerk ist. Je mehr Licht auf der Sensorfläche gesammelt werden kann umso besser ist die Kamera bei schlechteren Lichtverhältnissen und größeren ISO Zahlen. Und da gibt es zwei Wege ? größere und bessere Linsen oder ein kleineres Sensor. Und da es eine Kompaktkamera ist erklärt sich die der Sachverhalt von alleine. Ich hatte SLR-Kameras im Besitz mit 2/3 ” Sensor, die bei Dämmerung schlechter waren als Mittelklasse mit kleinerem Sensor. Es lag nur am Sensor der aufgrund seiner Größe lichthungriger war. Bei viel Licht ist fast jede Kamera gut. Ob die Optik gut abgestimmt ist, ist eine andere Sache.
Peter Sennhauser
Du meinst, weil er grösser ist, war er lichthungriger? Wohl kaum. Was Du hier ausserdem völlig unterschlägst, was aber für das Rauschen massgeblich ist, ist die Pixelgrösse: Je kleiner die Bildpunkte auf dem Sensor, umso höher fällt das Rauschen aus. Insofern hast Du recht: Ein kleiner Sensor kann so lichtempfindlich sein wie ein grosser - aber nur, wenn der Hersteller darauf verzichtet, eine ebenso hohe Auflösung aus dem Winzsensor herauszukitzeln wie aus dem grossen Sensor.
Testhardware
Als Fachmann in Sachen Foto und Elektronik habe ich auf der genannten Seite diesen Kommentar hinterlassen:
” Wiederspruch!!!
?Grundsätzlich gilt: Man kann aus der gleichen Optik mit einem kleineren Sensor mehr Licht pro Flächeneinheit konzentrieren.?
Es stimmt schon, dass die Kameras mehr und mehr Bildrauschen zeigen. Die Gründe liegen aber eher in der schlechten Verarbeitung der Kameras und der Sensoren. Bei großer Nachfrage steigt die Quantität wodurch bekanntlich die Qualität leidet.
Die Größe des CCD ist nicht entscheidend, sondern wie gut das Linsenwerk ist. Je mehr Licht auf der Sensorfläche gesammelt werden kann umso besser ist die Kamera bei schlechteren Lichtverhältnissen und größeren ISO Zahlen. Und da gibt es zwei Wege ? größere und bessere Linsen oder ein kleineres Sensor. Ich hatte SLR-Kameras im Besitz mit 2/3 ? Sensor, die bei Dämmerung schlechter waren als Mittelklasse mit kleinerem Sensor. Es lag nur am Sensor der aufgrund seiner Größe lichthungriger war.
Ein kleiner Ausflug in Sensortechnik:
Die Sensoren werden auf Basis CMOS-Schaltungen gebaut. Ein MOS-FET Transistor wird bekannter weise leistungslos, Stromstärke ist also nicht entscheidend, nur mir der anliegenden Spannung angesteuert. Zwei unterschiedliche Solarmodule können gleiche Spannung von 19V erzeugen. Das eine Modul hat die Fläche 1m², das andere von 10cm². Der Unterschied zwischen den Modulen ist, dass die Leistung des einen für eine LED-Leuchte ausreicht mit dem anderen kann man bald einen Liter Wasser kochen. Der Sensor braucht keinen Wasser zu kochen ? es braucht gar keine Leistung, es braucht nur die Spannung!
Es sind 200mm Regenwasser auf 1m² gefallen. Wie viel mm Regenwasser sind auf 2m² gefallen? (Richtige Antwort ? 200mm. Für die jenigen die damit Probleme haben.)
Es gibt auch andere bekannten Gründe für Pixelrauschen:
CCD-Sensoren erwärmen sich. Um in den SLR-Kameras das Effekt zu verringern werden die Sensoren so verbaut, dass sie die Wärme an das massive Gehäuse ableiten. Die Lage wurde durch Image-Stabilisatoren (IS) verschlimmert. Die Sensoren mussten in der flexiblen und leichten Aufhängung verbaut werden. Dadurch haben keinen wärmeleitenden Kontakt nicht nur zum Gehäuse der Kamera sondern auch nicht zur Platine. Kompaktkameras sind zur Massenware geworden. Die Kameras werden von den Firmen angeboten die mit Optik nie etwas zu tun hatten. Bester Beispiel sind Medion-Kameras. Die Billiganbieter haben mangelnde Erfahrung in Sachen Optik und ganz besonders in Software. In der Zeit wo die Markenhersteller wie Canon, Olympus seit Jahren ihre Einmeßmethoden mühsam ausfeilen bauen die Billighersteller die Kameras die mit Qualität nichts zu tun haben. Diese Tatsache wurde schon sehr oft in der Fachpresse und in den bekannten Internetportalen beschrieben und diskutiert. Unterschiedliche Kameras werden aus den gleichen Bauteilen zusammengebaut, Ergebnis ? die einen können fotografieren, die anderen nicht. Selbst die restliche elektronische Fühlung der Kamera wird bei den Billigherstellern nicht so akkurat entwickelt und führt zum zusätzlichen Rauschen. In der Kamera gibt es reichlich Spannungswandler die zusätzliche Störungen verursachen.
Ich würde die Thematik dieser Internetseite gründlich überdenken, die Organisatoren bieten sich mit dem Mathebuch und Fachliteratur zu beschäftigen.
Grundsätzlich gilt: Man kann aus der gleichen Optik mit einem kleineren Sensor mehr Licht pro Flächeneinheit konzentrieren. Die Qualität sollte sich dadurch verbessern, doch weil die Kameras zur Massenware geworden sind haben die Qualitätsansprüche der Kameras und den Sensoren selbst nachgelassen. Viel Kunststoff und Imgestabilisatoren haben die Lage weiter verschlimmert.”
Peter Sennhauser
@Testhardware (das ist kein Name!)
Ich kann Dir noch immer nicht ganz folgen.
Zunächst scheinst Du Dir selber zu widersprechen:
Was denn jetzt - Linse oder Sensor?
Ausserdem mag die Mathematik Dir Recht geben - das hilft in der Realität aber nicht viel. Ich bin ein Laie und liege vielleicht völlig falsch, aber ich gehe davon aus, dass ein Regenmessbecken von 1m2 exaktere Resultate liefert als eines von 1cm2 - jedenfalls bei kurzer Nutzungszeit, weil störende Umwelteinflüsse und Zufälle das Resultat viel weniger verfälschen.
Zweitens ist die Herstellung hochwertiger Optiken offensichtlich wesentlich teurer als die industrielle Produktion etwas grösserer Sensoren mit weniger Megapixeln wäre.
Es beklagt sich niemand über eine fertigungstheorie, sondern über die Realität: Mir ist grundsätzlich egal, ob die Hersteller die Optik oder die Sensoren verbessern. Fakt ist aber, dass sie in Kompaktkameras von gleichbleibender Qualität immer kleinere Sensorren mit immer mehr Megapixeln und dadurch höherem Crop-Faktor, sprich vermeintlicher Brennweite verbauen. Sie könnten demnach ohne Kostensteigerung, die mit der Qualitätsverbesserung der Optik oder der Sensoren einhergeht, mit weniger Megapixel- und Superzoom-Wahn lichtempfindlichere Kameras bauen.
Und zuletzt: Klannst Du die SLR und die Kompakte benennen, die ein umgekehrtes Empfindlichkeitsverhältnis haben? Ich bin bisher konstant dafür geprügelt worden, dass ich in Tests das Rauschen von Kompakten anhand gleicher Testbilder einer DSLR demonstriert habe.
Testhardware
Eigentlich hast du recht. Als Verbraucher seit man nur die Ergebnisse. Die Sensorgröße an sich hat sich nicht verändert. Pro gleiche Fläche packen die das Vierfache was noch vor Paar Jahren üblich war. Also gleiche Sensorgröße, gleiche Optik ? es kann ja nur mehr Rauschen bringen. Da leiden die Details. Wenn die Optik mitziehen würde? Aber wie du schon hingewiesen hast ist es zu teuer.
Habe gerade paar Kameras verglichen. Olympus C3000 3MPix 1/1,8? und die Sony H-10 8MPix 1/1,8?. Bei in etwa gleicher Optik ist der Sensor gleich geblieben. Da kann man nicht von größer oder kleiner sprechen. Die sind in etwa gleich lichtstark.