Jook “Social Network Player” Ein musikalischer Jook.us

Wolf-Dieter Roth, 19. Februar 2008 14:35 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Mit dem Jook soll man erfahren, was der Nachbar in der U-Bahn auf seinem iPod hört. Ob das wirklich ein “soziales Netzwerk” wird?

Jook Social Network Player
Der große “Jook” ist nur ein merkwürdiger Kopfhörer - der kleine ist der Sender (Bild: Jook)

Die Sozialen, das sind die Rapper mit ihren Ghettoblastern. Die Autisten, das sind die ganzen iPod-Ohrenstöpsel-Hörer. Klar, man könnte ja einfach Lautsprecher anschließen. Aber vielleicht - oder ganz bestimmt sogar - wollen nicht alle anderen im Zug die eigene Musik hören? Aber hoffentlich doch die hübsche Dame dort drüben….?

Da könnte man natürlich einen der inzwischen üblichen, zugelassenen UKW-Minisender anstöpseln und sich wie früher im CB-Funk ein Schild “Uli: 96,3 MHz” umhängen. Nur wenn gar keiner der Fahrgäste ein Radio mithat? Der iPod enthält ja keines!

Jook hat deshalb nun ein System entwickelt, das wohl in einem Bluetooth-ähnlichen Verfahren auf 2,4 GHz die Musik abstrahlt und gleichzeitig auch de Abstrahlungen anderer derartiger “Jooks” empfangen kann. Statt also seinen eigenen iPod-Akku leerzunudeln, kann man sich auch durch das Programm der anderen Mitfahrer zappen.

Jook Social Network

Damit man dann nicht raten muß, wer als potentieller Sender in Frage kommt, müssen allerdings alle Rudelfunker dieselben Halb-Kopfhörer links und rechts mit “Jook” drauf und ein Lämpchen um den Hals tragen, das rot leuchtet, wenn sein Träger gerade sendet und grün, wenn er auf Empfang ist. Das Senden bzw. Empfangen kann man auch abschalten, falls der eigene Musikgeschmack gerade doch zu peinlich für die Öffentlichkeit ist.

Auch, wenn auf diese Art keine anonymen Musiktauschbörsen in U-Bahn oder Schulhof eingerichtet werdne können - denn die iPods können keine Jook-Ausstrahlungen aufzeichnen - werden Informationen über Musiktitel und deren Hörer ausgetauscht um später auf jook.us die Kleinanzeige “Suche die Frau, die heute um 10.13 Uhr in der U3 Rod Stewart hörte” gleich durch einen entsprechenden Suchbefehl ersetzen zu können.

Auch jeder Sender kann sehen, ob ihm jemand zuhört. Kosten soll das Ganze später um die 10 US-Dollar, wenn es serienmäßig in MP3-Spieler integriert würde bei etwa 10 Metern Reichweite. Das Funken im 2,4-GHz-ISM-Bereich ist wie bei Bluetooth und WLAN bei für den Käufer lizenzfrei.

Jook mit iPod Touch

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3 Kommentare zu diesem Artikel

  1. JOEH

    schrieb am 19. Februar 2008 um 16:08 Uhr (#)

    Neine danke, die Dinger sehen, um es mal so zu sagen wie es ist, hässlich aus. Die Idee is nicht so der Knüller und da 99% der Menschheit nie davon erfahren werden ist es sinnlos. Die Musikindustrie hätte im übrigen wieder ein Feindbild: iPod + Jook = Raubkopierer (bzw jemand, der sogar aktiv verbreitet).

  2. Julian Schrader

    schrieb am 19. Februar 2008 um 20:59 Uhr (#)

    Klingt für mich auch relativ sinnfrei. Aber wer weiß, vielleicht entwickelt sich ja eine Abart des Podcasting in diese Richtung? ?Sende jeden Freitag in der Straßenbahn von Hauptbahnhof (07:30 Uhr) bis XY (07:55 Uhr)? könnte die Programmbeschreibung sein ;-)

    Aber eins ist mir noch aufgefallen: ?Statt also seinen eigenen iPod-Akku leerzunudeln, kann man sich auch durch das Programm der anderen Mitfahrer zappen.?

    Hängt das Ding nicht am iPod-Akku?

  3. Wolf-Dieter Roth

    schrieb am 19. Februar 2008 um 21:06 Uhr (#)

    @Julian: Wohl schon, aber die Festplatte und Elektronik des eigenen iPods ruhen! Es läuft dann nur der Jook. Radio hören brauchte auch immer schon weniger Strom als Kassetten durchzuleiern ;-)


1 Trackback

  1. Funkertreff aus Hamm von DL2DCS -Astronomie- Amateurfunk - Wissenschaftsnews » Ein musikalischer Jook.us
    (21. Februar 2008 16:31)

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