ThinkPad X300 MacBook Air für Erwachsene

Size matters. Das im Internet aufgetauchte Thinkpad X300 von Lenovo spielt in einer Liga mit dem MacBook Air und dürfte, mal vom Design abgesehen, das luftige Apple-Notebook um Längen schlagen.

Lenovo ThinkPad X300
Was Apple kann, kann Lenovo auch: Walt Mossbergs zeigt seinen Lesern, dass auch das X300 in einen Manila-Umschlag passt.

Das MacBook Air, Apples jüngster und dünnster Streich, ist noch in aller Munde (und erst gerade in Form eines Testgerätes auf der neuerdings.com-Redaktion eingetroffen) und schon zeigt Lenovo der Welt, wie man ein Projekt “heute bauen wir einen kleinen und dünnen Laptop” auch angehen könnte.

“Klein aber oho” trifft beim eigentlich noch nicht wirklich offiziellen ThinkPad X300 sicherlich den Nagel auf den Kopf. Mit dem 13.3 Zoll Display, einem Gewicht von 1.4kg und einer maximalen Dicke von etwas weniger als 2.5cm ist das Notebook ideal für Leute, welche viel auf Achse und dabei auf ihren Computer angewiesen sind.

Im Gegensatz zum MacBook Air kann man vom Lenovo ThinkPad X300 zwar nur nach ganz viel Alkohol behaupten, es sei sexy und cool designt (auch Notebooks kann man sich schöntrinken), dafür hat das kleine Schwarze auch einige Extras unter der Haube, von welchen MacBook Luftibusse nur träumen können.

Lenovo ThinkPad x300

Da hätten wir zum Beispiel ein fix eingebautes DVD-Laufwerk (das soll ja heutzutage Standard sein…) oder die entnehmbare Batterie (auch das sollte eigentlich nicht wirklich erstaunen). Ferner trumpft das X300 mit drei USB-Ports und einem Netzwerkanschluss sowie mit 3G-Modem und GPS-Modul als Option.

Leider tragen all diese Feinheiten, wie auch die Tatsache, dass das X300 primär mit 64GB SSD erhältlich ist (ob man stattdessen auch normale Festplatten haben kann, ist zur Zeit noch nicht sicher), natürlich nicht gerade zu einem Schnäppchenpreis bei. Insofern soll der Einstiegspreis etwa bei ?1700 liegen.

Wie bereits gesagt, das X300 ist nicht bloss 1.8cm dünn und dürfte bei weitem nicht so ein Chick Magnet sein wie ein MacBook Air. Stattdessen ist das X300 effektiv ein Arbeitsgerät für Leute, die bei einem Notebook doch tatsächlich noch auf die Leistung schauen und nicht bereit sind, für cooles Design einen Aufpreis zu bezahlen, währenddessen sie auf viele essenzielle Dinge verzichten müssen.

Und da Lenovo sogar Windows XP als Option anbieten will, muss man sich auch nicht mit dem unsäglichen Vista herumschlagen …

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33 Kommentare

  1. Feylamia
    schrieb am 15. Februar 2008 um 11:56 Uhr (#)

    Beim Macbook Air erwarte ich jeden Moment, dass jemand es als Essunterlage oder Tablett benutzt, das Thinkpad finde ich designtechnisch viel ansprechender.

  2. leu
    schrieb am 15. Februar 2008 um 12:15 Uhr (#)

    Hmm, dass Lenovo ein DVD Laufwerk einbaut mage ich zu bezweifeln. Denn mein X60 kommt auch ohne aus. Und ehrlich gesagt, wann braucht man schon ein DVD Laufwerk?

  3. mike
    schrieb am 15. Februar 2008 um 12:28 Uhr (#)

    Wow, was Lenovo da abliefert sieht aus als wäre es eines der ersten notebooks, die es je gab. ich glaube designtechnisch geht es nicht schlimmer.

    das einzige was am macbook wirklich stört ist, dass nur ein USB port vorhanden ist. das dvd laufwerk kann man in zeiten von flash speicher heute getrost weglassen. und ein rj45 anschluss? wozu wenn man soviel wert auf MOBILITÄT legt?

  4. Schreibt hier auf dem Blog Damian Amherd
    schrieb am 15. Februar 2008 um 12:42 Uhr (#)

    @leu: erfahrungsgemäss benötigt man immer genau dann ein Disc-Drive, wenn man keines zur Verfügung hat. Aber klar, in meinem MacBook brauche ich das SuperDrive auch eher selten, aber wenn es darum geht, Software von einer DVD zu installieren oder mal einen Film zu schauen, möchte ich nicht auf RemoteDisc angewiesen sein.

    @mike: vor allem aus sicherheitstechnischen Gründen ist man manchmal auf das gute, alte Netzwerkkabel angewiesen.

  5. leu
    schrieb am 15. Februar 2008 um 13:16 Uhr (#)

    @damian
    ju, das hab ich auch schon mehrmals gemerkt bei meinem X60. Aber irgendwie hab ich noch immer eine Lösung gefunden.

  6. sa
    schrieb am 15. Februar 2008 um 14:11 Uhr (#)

    das teil ist hässlich wie brot, kein osx drauf ;)
    naja apple hat auch mal aufs diskettenlaufwerk verzichtet und alle fingen zu weinen an ;)
    es ist wohl sowieso eine andere zielgruppe… und gotttt ist dieses lenovo teil hässlich…

  7. leu
    schrieb am 15. Februar 2008 um 14:20 Uhr (#)

    ju, ich erinnere mich sehr gut wie damals alle geweint haben als der G3 kein Floppy mehr hatte. Das konnte ja nicht sein. Aber als vom Apple zu Lenovo Switcher muss ich sagen dass das X60 ganz ordentlich ist! Wirklich!

  8. mike
    schrieb am 15. Februar 2008 um 15:07 Uhr (#)

    @damian

    in zeiten von WPA2 verschlüsselung und MAC-Filterung brauchen wir uns über WLAN sicherheit keine gedanken machen. und wenn jemand beim CIA arbeitet, will er eh kein macbook air ;)

  9. Gelegenheitsblogger
    schrieb am 15. Februar 2008 um 15:51 Uhr (#)

    was nicht auf den Fotos ersichtlich ist: die Haptik – da haben die Japaner in der Entwicklungsabteilung wirklich große Arbeit geleistet.

  10. Will
    schrieb am 15. Februar 2008 um 16:22 Uhr (#)

    Mit diesen Abmessunge ist es aber eher mit dem normalen MacBook vergleichbar. Bei heutigen Datenmengen ist ein 64er Platte einfach nicht zu gebrauchen, egal wie schnell sie ist. Allein das Betriebssystem mit den wichtigsten Programmen braucht ja schon 20GB. Dann ist aber noch kein Multimediazeugs drauf. Das Air ist wenigstens so konsequent gemacht, dass es offensichtlich nur ein 2. oder 3. Gerät ist.

  11. Feylamia
    schrieb am 15. Februar 2008 um 17:26 Uhr (#)

    Hm… auf meinem EEE brauchen Betriebssystem und die wichtigsten Programme keine 4GB. :D

  12. Kay
    schrieb am 15. Februar 2008 um 19:47 Uhr (#)

    Wenn es das mit OSX gäbe, wär es vielleicht eine Alternative zum MBA. Aber es gibt eben den einen oder anderen, der sich einen Mac nicht nur wegen des Designs sondern eben wegen Mac OS kauft ;)

  13. Olaf Schmiegel
    schrieb am 15. Februar 2008 um 20:21 Uhr (#)

    Mal sehen was die “Erwachsenen” dann bei einer Präsentation ohne DVI machen?

    Apple hat mit dem Air sicher nicht den Kompromiss gesucht. Aber was sie gefunden haben überzeugt mich immer mehr.

  14. a1609s
    schrieb am 16. Februar 2008 um 13:31 Uhr (#)

    ad:
    Da hätten wir zum Beispiel ein fix eingebautes DVD-Laufwerk . Klingt irgenwie nach Schlecht informiert und APPLE-Bashing.

    Den ein Blick auf den ORIGINAL-TEXT der Homepage von LG verrät
    ?Im Lieferumfang enthalten ist ein externes DVD Super Multi Laufwerk, welches auch Dual Layer beschreibt.?

    Siehe:
    http://de.lge.com/about/mobile/mobil/read_09_PRO|NEWS_6618_1_read.jhtml

  15. Schreibt hier auf dem Blog Damian Amherd
    schrieb am 16. Februar 2008 um 13:51 Uhr (#)

    Die Seite des LG P300 zu zitieren und zu verlinken klingt für mich irgendwie nach Text nur überflogen und überhaupt im falschen Artikel sein. Hier handelt es sich um das X300 von Lenovo, welches sehrwohl ein eingebautes DVD-Laufwerk hat: Lenovo – Design Matters Blog

  16. a1609s
    schrieb am 16. Februar 2008 um 14:07 Uhr (#)

    Habe es leider auch erst zu spät gemerkt.

    Da es allerdings Artikeln über dass X300 von Lenovo schon ein Monat gibt und ich unmittelbar davor die neuen Artikeln über das neue P300 gelesen habe, war ich beim Falschen Produkt.

    P300 und X300 klingen sehr ähnlich und man überliest es leicht mal.

  17. Julian Schrader
    schrieb am 16. Februar 2008 um 14:14 Uhr (#)

    Kein Mac OS X und das soll Konkurrenz sein? :D

    Mal ehrlich, das Teil ist UNGLAUBLICH hässlich, tut mir leid.

    ?für Erwachsene? finde ich auch relativ arm. Was soll das bitte suggerieren?

  18. Kay
    schrieb am 16. Februar 2008 um 14:16 Uhr (#)

    Und da Lenovo sogar Windows XP als Option anbieten will, muss man sich auch nicht mit dem unsäglichen Vista herumschlagen ?

    Sogar Windows XP… und kein Vista… und das als argument im Vergleich mit dem Macbook Air? lustig :)

  19. a1609s
    schrieb am 16. Februar 2008 um 14:25 Uhr (#)

    Das X300 von Lenovo finde ich auch hässlich,
    das P300 von LG finde ich allerdings ganz hübsch und das MacBokk Air finde toll, auch wenn es ziemlich mager ausgestattet ist, aber dafür hat es OS X *g*

    Ich arbeite beruflich sowohl mit XP, Vista als auch mit Mac Os X – Leopard und muss sagen wenn man mit Vista einmal eine Zeit gearbeitet und genügend RAM im Pc hat ist es nicht einmal so schlecht, wie einem viele Leute vormachen wollen, trotzdem bevorzuge ich Mac OS X. Wahrscheinlich deswegen weil ich schon ewige Zeiten damit arbeite.

  20. Semikolonne
    schrieb am 18. Februar 2008 um 11:15 Uhr (#)

    @Gelegenheitsblogger: Chinesen, die Chinesen waren es!

    Und was das Design betrifft: das X300 ist eine Maschine, ein Werkzeug, ein Terminal und ein flexibler Automat … sieht man doch, oder?

  21. Thinky
    schrieb am 19. Februar 2008 um 15:56 Uhr (#)

    Es gibt durchaus Leute, die das Thinkpad-Deisgn mögen! Sie sind nicht elegant, aber viele Thinkpad-Käufer schwören auf ihre Teile, weil sie a) stabil gebaut sind und b) nicht so schnell “vergilben” wie die Plastik-Schleudern im pseudo metallic Look.
    Und auf das DVD-Laufwerk braucht man im Alltag wirklich kaum.

  22. Julian Schrader
    schrieb am 19. Februar 2008 um 16:02 Uhr (#)

    @Thinky: Vergilbendes Pseudo-Metallic? Mein MacBook Pro ist aus Echt-Alu, MacBook Air genauso:

    ?robusten Gehäuse aus eloxiertem Aluminium? (http://www.apple.com/de/macbookair/design.html)

  23. Thinky
    schrieb am 19. Februar 2008 um 16:16 Uhr (#)

    Die Macs sind vom “pseudo-metallic” ausgeschlossen :-) Das sind ein paar andere Herseller, die das mögen…

  24. Julian Schrader
    schrieb am 19. Februar 2008 um 16:22 Uhr (#)

    Alles klar, dachte der Kommentar bezieht sich auf die Überschrift des Artikels ;-)

  25. Mich
    schrieb am 25. Februar 2008 um 20:04 Uhr (#)

    Mal sehen was die ?Erwachsenen? dann bei einer Präsentation ohne DVI machen?

    Ja, DVI hätte ich auch gerne, aber eher an der Dockingstation zum Arbeiten im Büro.
    Denn: Nur Kindsköpfe wollen wirklich eine DVI-Schnittstelle am Notebook. Zählt doch mal genau nach: Auf wievielen Präsentationen habt ihr eine VGA-Schnittstelle, auf wievielen eine DVI-Schnittstelle am Beamer vorgefunden?
    In der Geschäftswelt ist ein DVI->VGA Adapter wie beim Mac, den man auch mal vergessen kann eher geschäftsschädigend.

  26. Julian Schrader
    schrieb am 25. Februar 2008 um 20:11 Uhr (#)

    @Mich: Ich habe lieber DVI am Laptop und bin mittels Adapter auch steinzeitkompatibel. Das Verhältnis VGA vs. DVI bewegt sich klar in Richtung des Letzteren.

  27. Mich
    schrieb am 27. Februar 2008 um 00:52 Uhr (#)

    Naja, heute war ich schon wieder auf einer Präsentation. Notebook, Ich. Kein Adapter, keine Tasche, kein zusätzlicher Ballast.

    Preisfrage: Hatte der Beamer einen DVI-Anschluss? ;)

    In der Geschäftswelt hat man einen DVI-Port nicht am Notebook, sondern an der Dockingstation, denn da braucht man ihn auch.
    Dass IBM dies beim X300 immer noch nicht verstanden hat ist echt traurig. Bei HP & Co bekommt man dies heute auch bei den Subnotebooks.

    Zum Macbook: Ich warte schon drauf, das Steve Jobs irgendwann eine Dockingstation aus einem Pappkarton zieht. Wow, eine Dockingstation, die in einen Pappkartonpasst und die man an irgendein zukünftiges Macbook klemmen kann. Das hat die Welt noch nicht gesehen. Wenn es soweit ist könnt ich mir selbst mal ein Apple Notebook ansehen. Vorher kann ich nur drüber lachen.

  28. bihuhn
    schrieb am 6. April 2008 um 00:32 Uhr (#)

    wie konfiguriert man einen neuen router, wenn man kein ethernetport hat? das x300 ist nicht gerade schön, gebe ich zu. habe ein z60 (14,1″, 2 kg), das sieht ähnlich aus, aber ich kann mit der faust draufschlagen, ohne dass es auseinanderfällt. und mit einer 80gb festplatte bin ich sehr froh über den dvd-brenner.

  29. Schreibt hier auf dem Blog Damian Amherd
    schrieb am 9. April 2008 um 17:39 Uhr (#)

    Also das Argument mit dem Router finde ich cool – das habe ich mir noch gar nie überlegt.

  30. Julian Schrader
    schrieb am 9. April 2008 um 17:50 Uhr (#)

    @bihuhn & @Damian: Kommt darauf an, wie oft man einen neuen Router konfigurieren muss. Wäre für mich kein Argument für oder gegen einen Rechner ? ich bräuchte allerdings sicherlich den USB-LAN-Adapter fürs MacBook Air, da ich häufig Router u.ä. einrichten muss.

  31. bihuhn
    schrieb am 28. April 2008 um 11:55 Uhr (#)

    ok,
    habe das x300 auf einer messe in der hand gehabt. es ist schön, klein, leicht, stabil..und hat ein ausgereiftes lüfterkonzept. und mit der bildschirmgröße kann man eine weile arbeiten, ohne einen großen monitor zu benötigen.

    nach dem messebesuch bin ich auch von den sony-notebooks geheilt. plastikklappdeckel, schlechte bildschirmqualität.

    ich habe mich für das x300 entschieden.

    schönen tag allen :)

  32. einer mim x300
    schrieb am 6. August 2008 um 17:06 Uhr (#)

    Also ich habe mir gerade ein x300 zugelegt und bin über die performance mit XP begeistert. Ein Computer ist ein Arbeitsgerät, wobei es mir immer noch auf die inneren und nicht auf die äußeren Werte ankommt. Und da liegt das x300 klar vorn…

  33. Gohlem
    schrieb am 9. Dezember 2008 um 22:08 Uhr (#)

    Über Design kann man streiten oder es auch sein lassen.

    Für mich war absolutes KO-Kriterium gegen den Apfel, dass der Akku nicht ausgetauscht werden kann. Sicher wird das über den Service möglich sein, aber warum muss man die einfachsten Dinge der Welt so unnötig kompiziert und teuer machen? Wo wir schon mal dabei sind, ist der Arbeitsspeicher aufrüstbar?

    Gruß

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