Test:
Infactory Funkreisewecker PE-6826Weltweit Atomzeit empfangen
Gerade auf Reisen ist Pünktlichkeit wichtig – sonst geht der Zug oder Flug ohne einen. Funkwecker üblicher Bauart zum Empfang des Zeitzeichensenders DCF 77 in Mainflingen bei Frankfurt funktionieren jedoch nur in Deutschland. Es gibt allerdings auch Geräte, die auch andere Zeitzeichensender empfangen.

Infactory/Pearl PE-6826: Funkuhrweltempfänger (Bild: W.D.Roth)
Billige Funkwecker haben nicht nur die Eigenschaft, plötzlich mal um ein paar Stunden zu springen und dann morgens um 8 noch auf nachts um 3 zu stehen – wenn auch mit sekundengenauen Minuten. Das gibt Ärger mit dem Chef.
Sie funktionieren auch nur in Deutschland und den angrenzenden Ländern – solange sie die 77,5 kHz des Zeitzeichen-Langwellensenders Mainflingen DCF 77 empfangen können.
Modelle, die auch englische, japanische und amerikanische Zeitzeichensender empfangen können, gibt es seit einigen Jahren, beispielsweise von der Lufthansa. Ihre Bedienung ist jedoch ausgesprochen japanisch und kann die Besitzer ebenso zur Verzweiflung bringen wie die Leser. Zudem ist immer dann die Battere leer, wenn man das Gerät mal braucht.
Bei Peal gibt es den Infactory PE-6828 (Pearl Bestellnummer, einen eigenen Namen hat das Gerät nicht) Funkwecker ähnlicher Ausstattung nun für 12,90 Euro. Ist dieses Gerät angenehmer? Und ist die Anzeige zuverlässig? Oder eher zur Voraussage der Lottozahlen geeignet?
Nun, vieles ist ähnlich: Auch beim PE-6826 ist das Menü kompliziert – aber einfacher als beim Lufthansa-Wecker. Etwas absurd ist es, daß ein längeres Drücken auch die Umschaltung Sommer-/Winterzeit abwickelt – genau diese Umschaltung kommt ja zumindest bei DCF 77 vom Sender und sie sollte nicht so leicht ausgelöst werden.
“Wetterstation”? Unsinnige Funktion!
Der Sinn der Wetterstations-Funktion bleibt unklar. Da ein Reisewecker entweder im Koffer liegt oder in Innenräumen steht, kann er von der Luftfeuchtigkeit und Temperatur im Freien wenig wissen, anhand der hier eine Wettervorhersage getroffen werden soll. Aus Temperatur und Feuchtigkeit im Zimmer wird er wenig berechnen können und wenn man ihn vors Fenster stellt, ist wiederum der Zweck verfehlt: er weckt dann die Nachbarn statt seinen Besitzer und wenn es kräftig regnet, weckt er niemand mehr. Den Luftdruck, das übliche Kriterium für Wettervorhersagen, mißt er dagegen nicht, was bei wechselnden Standorten allerdings auch wenig Sinn hätte.
Aber: Die Batterien sind größer, der Preis niedriger und die Bedienung etwas einfacher als bei Lufthansa. Dafür sucht man eine Tastensperre und ein Reiseetui vergeblich.
Die Empfindlichkeit scheint auf den ersten Blick nicht die Beste zu sein – es dauert nach der Inbetriebnahme relativ lang, bis eine Uhrzeit erscheint, länger als die wenigen Minuten üblicher DCF-77-Funkwecker. Wenn dies allerdings nicht auf geringer Empfangsempfindlichkeit beruht, sondern auf sorgfältiger Prüfung der empfangenen Daten auf Plausibilität, so wäre dies ein gutes Zeichen. Da der Wecker alle zwei Stunden erneut versucht, zu empfangen, benötigt er mehr Strom als die, die es nur einmal nachts um 2 Uhr tun, doch mit den größeren Batterien stellt dies kein Problem dar. Dafür verringert auch dies die Gefahr, Unsinn anzuzeigen. Die falschen Anzeigen der Billigwecker wurde während des Tests tatsächlich nicht festgestellt, auch wenn dies keine hundertprozentige Garantie ist und das Gerät mit einem Preis unter 15 Euro -wenn auch angeblich nur aufgrund Ausverkauf – für alle Funktionen durchaus selbst in diesen Bereich zählen kann.















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