Test JoikuSpot / Nokia E51:
Mein Handy ist ein Hotspot!

Kurt Haupt, 8. Februar 2008 10:23 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

Dieses Nokia E51 ist ein WLAN-Hotspot: Das Handy wird zum Wireless-UMTS-Modem

Wer das ganze Gefusel mit Bluetooth-Handy-Modem-Settings-Einstellungen leid ist, kann aufatmen. JoikuSpot macht aus dem Handy einen WLAN-Hotspot. Dank diesem kommen Notebooks und auch der iPod-Touch easy ins Internet. Highlights von JoikuSpot: Es funktioniert mit Nokias mit Symbian S60, ist gratis und vor allem total unsicher. Es kann deshalb die Handy-Rechnung durch die Decke treiben. Aber ich liebe das Progrämmchen trotzdem.

Im Prinzip kann man ja jedes bessere Handy mit dem Notebook verbinden und so als Modem für den Internetzugang missbrauchen. Nur passt bei mir immer das aktuelle Testhandy natürlich nicht mit dem Notebook im Gepäck zusammen, und die nötige Softwareinstallation vermehrt regelmässig meine grauen Haare.

Wäre allerdings das Handy ein üblicher WLAN-Hotspot, könnten sich alle Notebooks ohne Probleme und Treiber einklinken.

Clevere Idee, dachten sich die Entwickler von Joiku und programmierten für die neusten Nokia-Phones, die sowohl über WLAN als auch UMTS verfügen, das Progrämmchen JoikuSpot.

Installation per SMS

Freude macht JoikuSpot schon bei der Installation. Man muss auf der Joiku-Homepage lediglich seine Handy-Nummer eintippen und erhält dann ein SMS mit Downloadlink. Wohlweislich ohne Registration und Preisgabe der Blutgruppe seiner Grossmutter. Und das SMS schickt Joiku auch in die Schweiz und damit wohl auch in die ganze restliche grosse Welt.


Die Installation erfolgt per SMS.

Ich habe JoikuSpot mit dem brandneuen Nokia E51 getestet. Nach dem Download genügt ein Klick und schon befindet sich Joiku im Ordner “Installationen”. Ein weiterer Klick präsentiert eine Warnmeldung, dass man auf dem besten Weg ist, sein Handy zum öffentlichen Hotspot zu machen. Die klickt unsereiner locker weg - und schon läuft Joiku.

Am Notebook taucht der neue Hotspot unter der Bezeichnung “JoikuSpot” wie ein üblicher WLAN-Access-Point auf. Anklicken, lossurfen und staunen. Das Ganze funktioniert problemlos.

Zweiter Testkandidat war ein iPod-Touch, den ich mit allen Mitteln und Ausreden in meiner Testgerätesammlung zu halten versuche. Auch er verbindet sich binnen Sekunden mit dem Handy-Hotspot. Nokias E51 und der Touch sind also ein perfektes Duo für Mini-Websurferei auf dem Heimweg im Zug. Das ist aber auch die beste Möglichkeit, seine Handy-Rechnung in ungewohnte Höhen zu schrauben.

Das Handy als öffentlicher Hotspot

Der mit Joiku auf dem Handy eingerichtete Hotspot ist nämlich öffentlich und nicht durch ein Passwort geschützt. Er lässt problemlos von mehreren Benutzern teilen. Schlimmstenfalls surft also der ganze Zug auf Kosten eines Joiku-Nutzers. Das wird wohl auch der Grund sein, warum die Nutzer der kostenlosen Joiku-Betaversion ziemlich schnell auf eine Kaufversion umsteigen werden, die dann hoffentlich eine WPA-Verschlüsselung für den Hotspot bringt. Wer also die jetzige Version nutzt, sei gewarnt. Er öffnet die UMTS-Verbindung seines Handys der Öffentlichkeit und dessen Besitzer wird je nach Abomodell mit exorbitanten Rechnungen konfrontiert werden.

Trotz alledem: Wer eine Multi-Gigabyte-Flatrate in seinem Handy-Abo hat, kann dann JoikuSpot endlich ohne grosse Konfigurierei jedes WLAN-fähige Gerät praktisch überall ins Internet bringen. Ist eine UMTS-Abdeckung vorhanden, geht das zügig, bei GPRS bröseln aber die Daten nur vor sich hin.

Zum Abschluss noch einige Worte zum Nokia E51: Tolles Business-Handy mit kompakten Massen. VoIP-Client und WLAN sowie ein brauchbarer Browser sind weitere Stärken des E51. Mit einem Preis von rund 350 Euro oder 498 Franken bietet es ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis.


Das Nokia E51: Flaches Business-Handy mit WLAN. (Bild: Nokia)

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7 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Helga @ LG

    schrieb am 8. Februar 2008 um 10:54 Uhr (#)

    Das ist ja interessant, gibt es das programm auch für Modelle anderer Marken? Dann könnte man (oder Frau) ja sogar mit älteren Handys über WLAN ins Netz.

    Wäre ja vor allem in Verbindung mit [url="http://www.fring.com/"]Fring[/url] “arg” interessant, wie der Schwabe sagen würde.

  2. Peter Sennhauser

    schrieb am 8. Februar 2008 um 21:36 Uhr (#)

    Helga: Welche älteren Modelle beherrschen den Wlan?

    Und: Irgendwas hast Du da falsch verstanden - Fring ist der Clientfür Voip und Skype auf dem Handy. Joiku ist das Bindeglied, das aus dem Handy ein WLAN-Gateway zum UMTS-Netz für Wifi-fähige Notebooks macht.

    Die neueren Nokias können via Kabel (und glaub auch Bluetooth) bereits zum “privaten” UMTS-Modem gemacht werden - das beschreibt Kurt ja oben.

  3. Helga @ LG

    schrieb am 12. Februar 2008 um 10:34 Uhr (#)

    @ Peter,

    Es scheint so als ich wirklich etwas falsch verstanden. peinlich.

    Gruss Helga (die sich nun in Demut in Klausur begeben wird, um ihr Wissen aufzubessern)

  4. Peter Sennhauser

    schrieb am 12. Februar 2008 um 10:44 Uhr (#)

    Helga: Nicht peinlicher als meine Tippveler…

  5. Joerg

    schrieb am 18. Februar 2008 um 11:47 Uhr (#)

    Noch ein Pluspunkt mehr für das E51, das hab ich schon länger im Auge, is mir aber ohne Vertrag noch zu teuer.

  6. A-Ha

    schrieb am 24. Februar 2008 um 18:48 Uhr (#)

    Statt Artikel:
    Parse error: syntax error, unexpected ?>? in /home/www…

    Interessant….
    (Edit: Fehlermeldungen sind nicht ganz soooo interessant, dass man sie wiederholen müsste…)

  7. Peter Sennhauser

    schrieb am 24. Februar 2008 um 23:49 Uhr (#)

    Mist.
    behoben.


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