Die Zahl der Woche:
iPhones:
Geklaut oder gehackt?

Wolf-Dieter Roth, 3. Februar 2008 20:00 Uhr, 0 Kommentare Kommentare

1.000.000

…iPhones, 27% des Absatzes in 2007, sind nach einer Berechnung des Analysten Toni Sacconaghi von Bernstein Research nicht auf dem Weg verkauft worden, den Apple ihnen zugedacht hat: fest gebunden an einen Mobilfunkvertrag, an dem Apple finanziell beteiligt wird.

Die Million “illegaler” iPhones errechnete Sacconaghi, als Apple verkündete, in 2007 3,75 Millionen iPhones verkauft zu haben, von denen sich zwei Millionen im Handynetz von AT&T tummeln. Bleiben 1,75 Millionen.

315.000 iPhones wurden in Europa mit Mobilfunkvertrag verkauft. 480.000 iPhones dürften noch in den Lagern der Händler und Provider liegen. Eine Zahl, die knapp unter einer Million liegt - und mittlerweile diese erreicht haben dürfte - ist also auf unbekannten Wegen verschwunden, ohne je in einem an Apple gebundenen Mobilfunknetz angemeldet worden zu sein.

Ein Diebstahl größerer Mengen iPhones wäre nicht unbemerkt geblieben. Somit ist klar: Diese Geräte wurden irgendwo von Touristen, Hinterhof-Importeuren und Bastelbuden eingekauft und außer Landes geschafft. Entweder in Länder, in denen es noch keine offiziellen Anbieter des iPhone gibt, oder eben an Käufer, die ihr iPhone mit einer ungekoppelten SIM-Karte betreiben wollen. Die “offiziell” entsperrten iPhones sind nur ein geringer Bruchteil dieser Zahlen.

Sacconaghi schätzt 300 bis 400 US-Dollar, die Apple pro offiziell aktiviertes iPhone von den Geschäftspartnern erhält. Somit könnten Apple durch den Graumarkt bis zu 400 Millionen US-Dollar entgangen sein. Setzt sich diese Entwicklung in 2008 fort, rechnet Sacconaghi mit einem stark verringerten Gewinn bei Apple - der Gewinn aus einem regulär verkauften iPhone sei viermal so hoch als der aus einem gehackten.

Das große iPhone-Geschäft liegt also nicht wirklich auf der Hardware-Seite.

[via TheRegister ]

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