Polaroid 2.0:
Die Rückkehr des Sofortbildes

Alexander Cyliax, 26. Januar 2008 09:09 Uhr, 3 Kommentare Kommentare

Polaroids haben Kultstatus. Ein Bild kurz nach dem Schnappschuss direkt betrachten zu können, war zum Marktstart etwas Revolutionäres. Dann kamen die Digitalkameras, mit denen jeder sofort und ohne Verzögerung sein Bild sehen konnte. Nur nicht in der Hand halten. Das bringt Polaroid nun zurück.

Palaroid Printer

Digitalkameras sind im Betrieb weit preisgünstiger und handlicher als die klobigen Polaroidaparate mit ihren bulligen Filmkassetten. Folglich liefen die Digitalkameras nicht nur den klassischen analogen Knipsen, sondern auch den einst für alle, denen es pressierte, so wichtigen Polaroid-Kameras den Rang ab. Doch sie können nicht ganz das alte Feeling liefern:

Es ist zwar inzwischen bewiesen, dass das lockere Schwenken der kleinen Bilder in dem kultigen, weißen Rahmen gar keinen Einfluss auf die Dauer des Entwicklungsprozesses hat, aber gerade die Spannung, das Bild von Sekunde zu Sekunde entstehen zu sehen, macht die Faszination dieser Bilder aus.

Nun bringt mit einem Drucker ein wenig des alten Flairs zurück. Das besondere dabei: Es werden keine Farbpatronen benötigt. Dies spart nicht nur Gewicht, Mechanik und Platz, sondern lässt den kompakten Fotodrucker “Digital Mobile Photo Printer” (an dem Namen arbeiten wir aber nochmal, ok?) auch schnell in der Hosentasche verschwinden.

Wie schon bei den klassischen Polaroids liegt hier der Trick im Papier. Dieses hat eine Trägerschicht und drei darüberliegende Schichten aus Gelb, Magenta und Cyan. Obenauf thront eine Polymer-Schutzzicht. Diese einzelnen Farbschichten bestehen aus mikroskopische kleinen Kristallen, welche unter Hitzeeinwirkung ihre Eigenfarbe verändern und somit ein Bild entstehen lassen.

Diese von der Firma Zink entwickelte Technik entwickelt somit Bilder in der Größe von 50,8 x 76,2 mm innerhalb von nur 60 Sekunden. Nachdem die Bilder aus dem Drucker kommen, sind sie nicht nur reißfest, sondern auch wasser-und schmutzabweisend. Der Drucker selbst ist lediglich 120 x 72 x 23,5 mm groß und mit 230 Gramm kein Klotz am Bein.

Die Daten empfängt der kleine Bildentwickler dabei entweder über USB (auch PictBridge) oder per Bluetooth.

Damit keine Details verloren gehen, kommen pro Bild ca. 100 Milliarden Kristalle zum Zuge (als Zahl: 1.000.000.000.000. Der Preis des Druckers soll bei 150,- US-Dollar liegen, pro Stück Fotopapier bezahlt man zwischen 30-35 US-Cent.

Digital Mobile Photo Printer bei Kodak

Die Technik erklärt beim Hersteller Zink

[Via Digitalkamera.de]

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3 Kommentare

  1. christian
    schrieb am 26. Januar 2008 um 22:41 Uhr (#)

    ohne den typischen Polaroidrand(lock) nee,
    damit es dem Unternehmen nur ein Digital Mobile Printer gelungen. Leider ohne den Charme der alten Polaroids..

  2. ryback
    schrieb am 28. Januar 2008 um 20:15 Uhr (#)

    Ich denke auch, das ist nur n “netter” Fotodrucker. und die Schutzschicht macht mein kleiner akkubetriebener Canon Selphy auch. Was also an dem Teil ist innovativ?*wunder*

  3. Daniel Ritter
    schrieb am 11. Februar 2008 um 23:17 Uhr (#)

    wann und wo kommt denn der Drucker in Deutschland? danke

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