DSL-Schnellinstallation:
Per Knopfdruck ins Internet?
Den schönen neuen DSL-Anschluss samt Router zum Laufen zu bringen, überforderte bisher manchen weniger technisch begabten Kunden. Ebenso, den Rechner einzurichten. Nun soll das Internet auf Knopfdruck auch Oma-tauglich werden.

DSL-Internet mit Simpel-Installation für alle? (Bild: Arcor)
Ein DSL-Modem über ein Netzwerkkabel und eine Netzwerkkarte direkt in den Computer zu leiten, ist mittlerweile eigentlich nicht mehr üblich: zu gering ist der Komfort für den Nutzer, der so nur einen Rechner anschließen kann, und zu groß die Virengefahr. Der Router ist mittlerweile das Werkzeug, um DSL aus der Leitung in die Rechner zu kriegen. Aber wie anschliessen?
Für Fachleute kein Problem, für Laien oft ein Rätsel: wenn es endlich funktioniert, ist dann bestimmt die WLAN-Verschlüsselung abgeschaltet oder irgendetwas anderes nicht richtig eingestellt.
Um dem abzuhelfen, gibt es verschiedene Ansätze. 1&1 liefert ihre Fritz-Boxen beispielsweise inzwischen mit einem automatischen Konfigurator aus: USB-WLAN-Stick am USB-Port der Box anschließen, schon wird er mit den passenden Verbindungsdaten und dem voreingestellten WLAN-Schlüssel gefüttert. Danach muss der Stick nur noch wie vorgesehen am Computer angeschlossen werden und schon steht die Verbindung.
Arcor hat mit der so genannten Easy-Box eine anderer Variante eingeführt: diese erzählt nach dem Einschalten per Sprachausgabe, was zu tun ist und welches Kabel wo angesteckt werden soll. Doch auch das ist natürlich nicht absolut sicher gegen Fehlbedienung.
WiFi Protected Setup, kurz WPS, also die bereits erwähnte Nummer mit dem Stick, ist bei Arcor auch noch etwas einfacher zu haben: ähnlich wie bei einer DECT-Basisstation und den zugehörigen schnurlosen Telefonen oder einer schnurlosen Maus und ihren Empfänger ist nur am Router und am WLAN-Empfänger innerhalb einer Minute je ein Knopf zu drücken und die Geräte verbinden sich automatisch. Hier könnte der Nachbar oder ein mit seinem Notebook vor der Tür stehender Gauner nur dann ins Netz eindringen, wenn er zufällig in derselben Minute bei sich auch aufs Knöpfchen drückt.
Wenn die Oma ihrem Enkel und zu mal eine E-Mail schicken will, ist aber noch nicht einmal der DSL Anschluss das Problem, sondern der Computer: den nach jedem Bedienungsfehler neu einzurichten führt dann zwar zum durchaus ersehnten Besuch des Enkels, doch bis dahin geht halt nichts. Eine wieder einmal angebotene Set-Top-Box zum Surfen mit dem Fernseher ist eine mögliche Lösung, geschickter ist aber die zur CeBIT geplante sogenannte Easy-CD: diese enthält ein einfaches Betriebssystem, einen Browser und diverse andere zur Internetnutzung notwendige Programme.
Da alles auf CD gespeichert ist, wird das System direkt vom BIOS aus gestartet, sofern das Booten von CD nicht abgeschaltet ist; es kann dabei nichts verstellt werden und es können sich auch keine Viren einnisten. Falls Oma mit dem Ganzen also nicht mehr klarkommt, reicht es, wenn sie den Rechner aus- und wieder einschaltet. Nichts für Geeks, aber vielleicht gut, um eben die Oma mit einem ausgemusterten Notebook ans Internet zu bringen.
Einziges Manko: die CD funktioniert nur mit einem Arcor-DSL-Anschluss, mit einem alten Modem ist da nichts zu wollen, auch wenn Oma nur einmal im Monat online gehen will.
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