Nokia N95 gegen Sony Ericsson K850i Der Fotohandy-Knipstest

Kurt Haupt, 17. Januar 2008 12:38 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

Ist das Nokia N95 in der 8-Gigabyte Version oder das Sony Ericsson K850i das bessere Fotohandy mit versprochenen 5 Megapixel Auflösung? Ein unfairer Alltagstest.

nokia n85 sony ericsson
Nokia N95 8 GB gegen das Sony Ericsson K850i. Leider finanzierte uns niemand die neuerdings.com-Fotosafari. (Bilder: Nokia/Sony Ericsson)

Die beiden Fotohandys begleiteten mich deshalb an einem Wintertag nach Zürich. Auf dem Weg knipste ich spontan und ohne Vorbereitung jeweils mit jedem Handy identische Aussen- und Innenaufnahmen. “Handy zücken, abdrücken, fertig!” lautete die Teststellung.

Echte Fotografen fotografieren höchstens scherzhalber mit einem Fotohandy. Zur Strafe dürfen die Schreiber von fokussiert.com deshalb auch nicht mit den neuen Fotohandys rumspielen. Das ist Laien wie mir vorbehalten, die dann aber weder Lust noch Zeit haben, sich mit den technischen Einstellmöglichkeiten rumzuschlagen.

Denn eigentlich kriegt man ja mit jedem Fotohandy passable Bilder. Entweder spendiert die Sonne verschwenderisch Licht oder man dreht brav an Einstellungen rum, um den richtigen Modus zu wählen. So kommen die Minilinsen auch mit schwierigen Bedingungen zurecht. In unserem Praxistest wurde aber weder gedreht noch geklickt. Ganz wie in der rauen Wirklichkeit zückten wir in Wildwest-Manier das Mobiltelefon und drückten hemmungslos ab.

Dabei, es sei geklagt, nervten Nokia und Sony Ericsson durch teils trödelige Auslöseverzögerungen. Unsere Testbilder wären voller Schönheiten, doch leider sind die meist bereits aus dem Fokus getippelt, bevor es klickte.

Damit das Ganze auch möglichst plakativ wirkt, zeigen wir bei den folgenden Bildern jeweils nur Bildausschnitte. Diese sind aber unvergrössert und unretuschiert. Das komplette Bild offenbart sich nach einem Klick auf den Ausschnitt, ein zweiter Klick zeigt es in voller Auflösung als Original-JPG.

Als erstes zoomten wir beiden Kameras ans Limit und knipsten den 30 Meter entfernten Wegweiser.

Nokia N95 Wegweiser
Das Nokia im Vollzoom: Rauschen und Unschärfe prägen das Bild.

Sony Ericsson K850i Wegweiser
Das SE K850i zoomt stärker und bietet mehr Details.

“Plakatieren verboten” steht an unserer Bahnstation, die zu diesem Zweck gleich mit 8 Videokameras überwacht wird.

Nokia N95 Schild
Das Nokia im Blechschildmodus .

Sony Ericsson K850i Schild
Das Sony-Ericsson bietet hier mehr “Blech-Feeling”.

Der Zug lässt auf sich warten. Gelegenheit auch gleich noch die Plakatwand abzulichten. In der Realität waren die Hauttöne nicht schlecht, im Hintergrund der Plakatwand gibt es sogar Grünzeug.

Nokia N95 Plakat
Das Nokia N95 trifft Hauttöne nicht schlecht .

Sony Ericsson K850i Plakat
Das K850i überschärft unser Plakatbild.

Hier sollte er irgendwann kommen, unser Zug. Ein Stück Schiene der heimischen Bahn, Holz und Steine.

Nokia N95 Schiene
Gut gemeistert, die Bahnschiene beim Nokia.

Sony Ericsson K850i Schiene
Das K850i bietet ein blasses Schienenbild.

Szenenwechsel. Der Hauptbahnhof Zürich mit seiner Abfahrtstafel im gestreuten Sonnenlicht.

Nokia N95 HB Zürich
Gut gemacht, Nokia. Viel Stimmung im Bild

Sony Ericsson K850i HB Zürich
Beim Sony-Ericsson killt das Überschärfen die Stimmung.

Über der knalligen Notrufsäule im Bahnhof wacht ein Engel. Der motivierte uns zur nächsten Bildserie.

Nokia N95 Säule
Das N95 trifft die Farbtöne recht genau.

Sony Ericsson K850i Säule
Der Fotograf zittert, das K850i blasst.

Am Schluss verkrochen wir uns noch in den Bahnhofsuntergrund um bei knappen Kunstlicht zu knipsen.

Nokia N95 Prospekte
Heftig rauscht es bei Nokia im Weiss der SBB.

Sony Ericsson K850i Prospekte
Knackiger das Bild des K850i.

Weil auch noch Menschen auf das Bild sollten, liessen wir diese mit dem Ticketautomaten kämpfen.

Nokia N95 Automat
Nokia N95: Stimmig, aber in den Lichtern zu hell.

Sony Ericsson K850i Automat
Geisterstunde beim K850i: Aber das Schild ist lesbar .

Danach hatten ich genug von Big-City. Schnell nach Hause und noch ein bisschen Abendstimmung geknipst. In der Ferne winkt der Brückenbogen der Eisenbahn.

Nokia N95 Abend
Viel Stimmung und Details beim Nokia N95.

Sony Ericsson K850i Abend
Das Sony Ericsson K850i verschluckt leider Details.

Der kurze Ausflug mit den beiden Fotohandys zeigt, dass jedes der beiden Modelle seine Stärken hat. Insbesondere beim Ticketautomaten sieht man, dass die Elektronik unterschiedlicher Meinung über Bildinhalte sein kann. Soll man Menschen erkennen oder Beschriftungen lesen können?

Überragende Bilder sind bei der Kurzsession nicht entstanden. Das liegt wohl hauptsächlich beim Fotografen. Aber auch hartnäckiger Hang zum Nachschärfen oder einfach das nervige Bildrauschen kosten oft Bildstimmung.

Mehr Details zum Fotohandy von Sony Ericsson K850i gibt es auf der Homepage des Sony Ericsson K850i. Sein Preis liegt bei rund 440 Euro (699 Franken).

Was das Nokia neben fotografieren alles kann, listet Nokia auf dieser Produkteseite des Nokia N95 auf. Das Nokia kostet rund 700 Euro (1099 Franken).

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7 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Manuel

    schrieb am 17. Januar 2008 um 14:33 Uhr (#)

    Uff… bitte überschrift korrigieren :P
    War ein bisschen verwirrt, dachte schon ihr wollt ein 2 Jahre altes Gerät testen :P

  2. Kurt Haupt

    schrieb am 17. Januar 2008 um 14:48 Uhr (#)

    Danke für den Hinweis. Ist somit auch gleich korrigiert.

  3. armin

    schrieb am 17. Januar 2008 um 15:08 Uhr (#)

    so ein test-ausflug gefällt mir sehr gut, auch wenn nokia bei mir sicher nicht mehr in die “Handyneukaufauswahl” kommt.

  4. rouge

    schrieb am 17. Januar 2008 um 17:23 Uhr (#)

    Sehr schöner Test :-)

    Übrigens steht beim Bildervergleich der Plakatwand auch nochmal N80 beim Nokia.

  5. Kurt Haupt

    schrieb am 18. Januar 2008 um 09:27 Uhr (#)

    Langsam werde ich hier als N80-Oldie-User entlarvt. :-)

  6. Manuel

    schrieb am 18. Januar 2008 um 10:13 Uhr (#)

    Hmm… stand in der Überschrift auch N80?
    Wollte eigentlich mehr das “K750″ ansprechen… das wär dann auch falsch :)

  7. Kurt Haupt

    schrieb am 18. Januar 2008 um 10:42 Uhr (#)

    Mir fallen keine Entschuldigungen mehr ein. Vollkommene Nummernphopie?
    Ist korrigiert.


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