MacBook Air:
Das erste Mal begrabscht

Damian Amherd, 16. Januar 2008 17:02 Uhr, 18 Kommentare Kommentare

Gestern noch im Moscone-Center in San Francisco, heute bereits in Zürich. Zusammen mit anderen Journalisten durften Peter Hogenkamp und Damian Amherd von neuerdings.com heute das neue MacBook Air in Augenschein nehmen.

MacbookAir
Der neueste Wurf von Apple: MacBook Air – das
dünnste Notebook der Welt.
(Foto: D. Amherd/neuerdings.com)

Nach grossen Keynotes von Steve Jobs führt Apple Schweiz meistens ein kleines “Medienbriefing” durch, an welchem man dieselben Slides wie auch schon an der Keynote Address selbst zu Gesicht kriegt, Fragen stellen und die neuen Produkte begrabschen kann. Natürlich haben wir uns nicht zwei Mal bitten lassen und konnten das MacBook Air etwas genauer unter die Lupe nehmen.

Der erste Eindruck ist sicherlich alles andere als schlecht: das MacBook Air sieht äusserst sexy aus und macht trotz der dünnen Bauweise einen stabilen Eindruck. Dafür ist es mit seinen 1,3 kg etwas schwerer, als es aussieht – aber natürlich dennoch leichter als ein Standard-Notebook. Wie Steve Jobs auch schon in seiner Keynote Speech gesagt hat, sind Tastatur und Display genau gleich gross wie beim Standard-MacBook und insofern gibt es darüber nicht viel zu sagen.

Dass das Touchpad nun Multitouch-fähig ist, ist zwar ziemlich nett, wird unsere Arbeitsweise aber wohl nicht revolutionieren. Zudem wollte es noch nicht überall so richtig funktionieren – so hatte z.B. iPhoto in unserem Superkurz-Test etwas Mühe mit den Multitouch-Gestures – was natürlich auch daran liegen könnte, dass die installierte iPhoto-Version Multitouch noch nicht unterstützt hat.

MacBookAir - Seitenansicht
Flach und leicht: Apples MacBook Air
(Foto: D.Amherd/neuerdings.com)

Dass das MacBook Air bloss einen USB-Port hat, ist natürlich ziemlich nervig – andererseits ist das Mini-Notebook natürlich auch eher für den “mobilen” Einsatz gedacht. Dennoch sind die fehlenden Anschlüsse auf Dauer wohl etwas nervig: will bzw. muss man via Kabel ins Internet, z.B. aus Sicherheitsgründen in der Firma, ist man auf einen USB-Adapter angewiesen, wodurch der einzige Port dann auch schnell belegt ist. Schön ist hingegen, dass Apple gleich zwei Display-Adapter (Micro-DVI auf DVI und Micro-DVI auf VGA) beilegt und man diese nicht separat kaufen muss.

Die Remote-Disc Lösung, welche es erlaubt, ein CD- oder DVD-Drive eines anderen Rechners anzuzapfen und so auf dem MacBook Air Software zu installieren oder eine CD zu rippen, macht einen guten Eindruck, jedoch wird erst der Praxistest zeigen, wieviel sie tatsächlich taugt. Gemäss Apple-PR-Mitarbeiter soll die Kopplung auch mit Windows-Rechnern problemlos funktionieren. Via Remote Disc CDs zu hören oder DVDs zu schauen, ist allerdings aus rechtlichen Gründen unterbunden!

Unter dem Strich macht das MacBook Air einen schicken Eindruck und scheint vor allem an die Zielgruppe der stylebewussten User abzuzielen, die immer auf Achse sind. Jedoch wäre es meiner Meinung nach falsch, es als Subnotebook zu bezeichnen, da es eigentlich bloss ein dünnes MacBook mit einigen “Special Features” und einem deutlich höheren Preis ist. Peter Hogenkamp würde “sofort eines nehmen”, ich warte lieber mal das Testgerät ab, welches in gut zwei Wochen bei uns eintreffen sollte.

MacBook Air

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18 Kommentare

  1. Schreibt hier auf dem Blog Peter Hogenkamp
    schrieb am 16. Januar 2008 um 17:14 Uhr (#)

    … welches in gut zwei Wochen in der Schweiz eintreffen sollte.

    Dann aber erstmal vier Wochen bei irgendwelchen Print-Journis rumliegt, bevor wir es endlich in Empfang nehmen dürfen und in Blitzesschnelle für unsere Leser reviewen. ;-)

  2. adrian
    schrieb am 16. Januar 2008 um 17:39 Uhr (#)

    Ich würde auch gerne eines nehmen… wenn ich es gerade geschenkt bekäme…

  3. Schreibt hier auf dem Blog Wolf-Dieter Roth
    schrieb am 16. Januar 2008 um 17:48 Uhr (#)

    Apple hat nur ein einziges Testgerät für alle Schweizer Journalisten?

  4. Matthias Lehming
    schrieb am 16. Januar 2008 um 19:04 Uhr (#)

    Wollt ihr nicht noch mal ne Verlosung machen? ;)

  5. adrian
    schrieb am 16. Januar 2008 um 19:08 Uhr (#)

    Bei einer Verlosung wär’ ich also auch mit dabei. Ich hab mirs bis dahin anders überlegt: Ich suche Spender :-)

  6. bö
    schrieb am 16. Januar 2008 um 22:32 Uhr (#)

    ICH schick mein testgerät sicher nicht mehr zurück, wenns denn mal kommt ;-)
    http://www.benkoe.ch/hands-on-macbook-air/

  7. Björn AMHERD
    schrieb am 17. Januar 2008 um 00:33 Uhr (#)

    So, nun wird es Zeit, meine guten Beziehungen spielen zu lassen…

  8. Nicola
    schrieb am 17. Januar 2008 um 08:25 Uhr (#)

    Traurig finde ich eher, dass es nicht möglich ist, den Akku, die HDD oder das RAM selbständig auszuwechseln.
    Dafür muss das Gerät eingeschickt werden.
    Da würde ich mir vorher den Toshiba Portege r500 kaufen.

  9. Schreibt hier auf dem Blog Peter Hogenkamp
    schrieb am 17. Januar 2008 um 08:46 Uhr (#)

    Nicola: Natürlich ist das schade, aber mindestens bei HD und RAM kann ich es gut nachvollziehen. Das spart sicher Platz, wenn man es einfach irgendwo einbauen kann und nicht darauf achten muss, dass es am Rand ist, neben einer Klappe, aufschraubbar etc. Das RAM ist ja sogar einfach onboard, wenn ich es gestern richtig verstanden habe, das spart sicher Platz gegenüber austauschbaren Chips.

    Ich denke, das ganze ist ein Tradeoff, also ein Abwägen zwischen verschiedenen Aspekten, wie wir es auch in anderen Bereichen sehen: das Verschwinden des Autoradio-Standardeinschubschachts ist eines meiner Lieblingsbeispiele dafür: einerseits können die Hersteller viel mehr bieten, wenn sie Radio, CD-Player, evtl. Navi etc. ins Armaturenbrett wie auch in die Bordelektronik einarbeiten. Andererseits verliert man die Flexibilität, einfach sein eigenes Radio einzubauen, die wir von 20 Jahren noch selbstverständlich und unverzichtbar fanden. Kommen heute überhaupt noch Neuwagen mit dem Schacht? Die Käufer haben es offenbar akzeptiert.

    Ich denke, das wird noch in vielen Bereichen so kommen. Wir haben uns auch daran gewöhnt, dass wir derzeit am (Desktop-)PC rumschrauben können, Karten einbauen etc. Aber: Wer macht das wirklich? 10% der Leute? Tendenz sinkend, weil es heute alles auch mit USB gibt, und ein USB-Kabel einstöpseln ist vielen sympathischer als schrauben. Vielleicht kommt morgen ein Hersteller, der auch als Desktop einfach versiegelte Boxen ausliefert, die dafür billiger sind. (Vermutlich gibt es das schon, und ich weiss es nur nicht.)

    Echt ärgerlich finde ich das beim Mac Book Air nur beim Akku, denn der ist ein Verschleissteil. Ich glaube aber nicht, dass sie das Machen, um Geld mit dem Austauschen der Akkus zu verdienen. Nicht nur wegen der öffentlichen Schelte, sondern auch die Organisation dafür zu betreiben dürfte eher nervig sein. Die 19 Dollar für das Upgrade des iPod touch via iTunes sind z.B. erheblich leichter verdientes Geld.

  10. Schreibt hier auf dem Blog Wolf-Dieter Roth
    schrieb am 17. Januar 2008 um 09:15 Uhr (#)

    Nun, für mich ist es ein K.O.-Kriterium. RAM muß man nicht wechseln oder erweitern, wenn genug davon da ist. An meine Festplatte mußte ich aber schon mal ran wegen zerschossenem Bootsektor – fest eingebaut wäre ich nicht so bequem an die Daten gekommen. Und der LiIon-Akku ist bei Notebooks nach 1-2 Jahren hin, verabschiedet sich noch dazu mit einem Dauerladen und starker Erhitzung. Wenn man den nicht ausbauen kann, sitzt man mit einem Gerät fest, das nicht nur nicht mehr am Akku betrieben werden kann, sondern auch noch bei Netzbetrieb ständig übermäßig Strom zieht und sich erhitzt.
    Apple bekommt so sicher das letzte Maß Flachheit und Chic, aber solange Akkus Verschleißteile sind, sollten sie wechselbar sein.
    Und nein, das mit dem Autoradio ist absolut nicht akzeptiert. Es hat eine ganze Industriesparte geschädigt, nämlich die Hersteller von Autoradios, die keine Verträge mit Autoherstellern haben, und jene, die eigene Lösungen z.B. zum Ipod- oder Bluetooth-Anschluß boten, es blockiert inzwischen die DAB-Einführung oder auch andere kreative Autoradiolösungen. Und es ist auch nicht in allen Autos üblich: meiner hat den Schacht, obwohl noch nicht allzu alt, versucht zwar, mit der Steckerbelegung etwas den Umbau zu sabotieren, doch ist das nichts, das eine Fachwerkstatt nicht zu handhaben weiß. Und folglich kann ich DAB hören http://neuerdings.com/200…-polo-digitalisiert/ und der Radio-Chef des Westdeutschen Rundfunks z.B. nicht, weil sein Autohersteller das halt nicht will. Sowas würde ich als Bevormundung empfinden.
    Wenn Apple allerdings mal Autos baut, dann wird sicher auch die Autobatterie fest eingebaut und wenn die nach 3 Jahren hin ist, ist das Auto 3 Wochen zum Service nach Cupertino zu schicken. Mit Autolampen ist man inzwischen übrigens so weit: In D ist man verpflichtet, eine durchgebrannte Autobeleuchtung sofort zu ersetzen. Wenn einen die Polizei anhält und man hat keine Ersatzlampe dabei oder ist nicht imstande, diese einzubauen, gibt das ein Ticket. H7-Lampen dürfen aber nur noch in der Werkstatt gewechselt werden. D.h., man muß erstmal “einäugig” weiter fahren und einen Werkstattermin ausmachen. Tanken darf man aber noch selbst. Wäre ja auch ein interessantes Zusatzgeschäft, wenn Autos zum Betanken jedesmal an den Hersteller oder in die Werkstatt zurück müßten… =;o/

  11. Harald
    schrieb am 17. Januar 2008 um 09:56 Uhr (#)

    Na das ist schon richtig so, wenn Apple wieder mal defekte Sony-Akkus hat, die abbrennen, wird das Notebook so mit fest eingebautem, integriertem Akku wenigstens vollständig “thermisch verwertet”, wie das im Abfallentsorger-Slang heißt. Was hätte das Max Strauß Ärger ersparen können! Und all die unfähigen Kofferbomber brauchen jetzt nur noch die Applikation “Burn Baby Burn” von Al Kaida auf ein Mac Airbook laden und dann die gewünschte Uhrzeit eingeben – das ist doch ein Klasse Service von Steve Jobs!

  12. Deepsync
    schrieb am 17. Januar 2008 um 14:13 Uhr (#)

    Also mir gefällt das Teil ja auch, aber die SSD Version des Mac ist 10x teurer als der Eee PC – und beide laufen auf MacOS und mit SSD.

    Ich kann ja verstehen, wenn leute für ein Spielzeug wie dem iPod oder dem iPhone noch bereit sind was xtra zu bezahlen, aber der Preis hier ist dann doch etwas gar über oder ? Zumindest für die, welche “nur” damit arbeiten wollen.

  13. Jan
    schrieb am 17. Januar 2008 um 15:07 Uhr (#)

    Wenn ich “nur damit arbeiten will” brauche ich auch keine SSD. Und der Aufpreis entspricht dem, den andere Hersteller nehmen. 4GB und 64GB kann man wirklich nicht miteinander vergleichen ;-)

  14. Artur B.
    schrieb am 18. Januar 2008 um 22:26 Uhr (#)

    Zugegeben ist dieses meiner Meinung nach eines der schönsten Notebooks. Schick, flach, leicht.
    Natürlich gab es Kompromisse wegen Akku-Austauschbarkeit, Schnittstellen (Nur 1!! USB Port) und was sehr schade ist für etwas so mobiles: Kein Fingerabdruckscanner.

    Aber es soll ja auch mobil sein und es IST sehr mobil.

    Wenn ich etwas stärkeres brauche dann gibts ja noch die Vaios, “etwas” günstiger ist der EEE und dazwischen gibt auch noch ne jede Menge anderer mobiler Begleiter.

    Preis ist auch relativ in Ordnung.
    Falls die genannten 5 Std. nicht zu hoch gegriffen sind, dann beeindruckt mich das sehr.

    Jedenfalls denke ich das es sich lohnen würde sich eins anzuschaffen, wenn mans braucht.

  15. Schreibt hier auf dem Blog Damian Amherd
    schrieb am 21. Januar 2008 um 17:01 Uhr (#)

    Wie gesagt, ich warte nun zuerst mal unser Testgerät ab, aber irgendwie glaube ich nicht, dass ein 13.3 Zoll MacBook Air deutlich “mobiler” ist als mein 13.3 Zoll MacBook. Das MBA ist einfach 1kg leichter, aber bislag war das Gewicht beim MacBook (für mich) noch nie ein limitierender Faktor.

  16. Michael
    schrieb am 22. Januar 2008 um 00:15 Uhr (#)

    Die eingeschränkte Austauschbarkeit von Bauteilen oder mangelnde Alltagstauglichkeit (ein USB-Port) sind aus journalistischer Objektivität sicher notwendig zu erwähnen, aber für Diskussionen müsig wieder aufzugreifen.
    Eigentlich wäre es sogar müsig über irgenwelche technischen Daten zu lamentieren.
    Die Konstruktion zollt der Dünne in verschiedenen Einschränkungen ihren Tribut. Diese spielen aber, seien sie noch so gravierend, nur eine sekundäre Rolle, da die Dünne als Charakteristikum ausgewählt wurden um den EINZIGEN Sinn des Produkts, eine möglichst starke Medienpräsenz zu erreichen. Das Image technischer Überlegenheit, hier durch das Merkmal “Dünne” suggeriert, soll auf die restliche Produktpalette übertragen werden. Diesen ausschließlichen Sinn sehe ich durchaus schon jetzt erfüllt.

  17. Chriissiii
    schrieb am 2. Februar 2008 um 20:46 Uhr (#)

    wie teuer ist denn der leppi..??

  18. Schreibt hier auf dem Blog Damian Amherd
    schrieb am 4. Februar 2008 um 15:26 Uhr (#)

    ab 1700 ? bist du dabei…

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