Systemoptimierung für Mac OS X I/III:
Universal Binaries entschlacken

Alexander Cyliax, 10. Januar 2008 12:05 Uhr, 10 Kommentare Kommentare

Im ersten Teil einer kleinen Apple OS-Systemoptimierungsserie widmen wir uns den Programmen. Denn nicht immer ist es notwendig, alle Inhalte einer Universal Binary auf dem Rechner zu behalten.

Trim The Fat Main
Simpel aber effizient: Trim the Fat

Der Gedanke hinter dem Universal-Binary-Prinzip bestand bei Apple darin, Programme sowohl für die alte Power-PC-, als auch für die neue Intel-Plattform anzubieten. Daher wurden die Codes für beide Architekturen in ein Programm gesteckt, um so die Nutzerfreundlichkeit zu wahren und die User nicht zu verwirren.

Dass dadurch für Nutzer, die nur eine Architektur benutzen, gleich doppelter Balast anfällt, ist gerade für Notebooknutzer mit begrenzter Speicherkapazität ärgerlich. Wir zeigen, wie man mit Hilfe eines kleinen Tools den ungewollten Code für die andere Architektur von der Platte löscht und dabei die volle Funktionalität des Programms erhält.

1. Zunächst ladet ihr euch das kostenlose Tool “Trim the Fat” von der Herstellerseite herunter:

Bild 10-2Zum Download hier

2.Wenn ihr das Programm öffnet, werdet ihr von einer simplen, gar kargen Oberfläche begrüßt.

3. Nun müsst ihr einfach ein Programmsymbol eurer Wahl auf die graue Fläche ziehen. Nach einigen Sekunden (bei größeren Programm auch mal Minuten) wird, wie oben dargestellt, der eingesparte Speicherplatz angezeigt. Das Programm liegt immer noch an dem Ort wo ihr es abgelegt habt, nur dass es jetzt eine reine Anwendung für Intel-Macs ist.

Bevor man aber seine komplette Programmbibliothek durch das Programm mit dem Beil jagt, sollte man einen Backup machen (Vorsicht ist besser als…) und die Programme nach dem entschlacken auch auf ihre Funktionsfähigkeit testen. Bei mir hat es bisher mit allen Programmen wunderbar funktioniert, aber bevor man ein für seine Arbeit wichtiges Programm zerstört, sollte man wirklich vorher antesten, ob es immer noch geht.

Auch gilt es zu beachten, dass man ein einmal zur Intel-Version gewandeltes Programm nicht einfach Freunden mit PPC Rechner schicken kann, denn die dafür notwendigen Codezeilen wurden ja komplett entfernt.

Im nächsten Teil widmen wir uns noch einmal der Verkleinerung eurer Programme, allerdings geht es dann den Sprachen an den Kragen.

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10 Kommentare

  1. Jacop
    schrieb am 10. Januar 2008 um 13:42 Uhr (#)

    Das gleiche macht doch auch xSlimmer…
    oder?
    bei xSlimmer find ichs besser, dass man ne Statusleiste sieht un es eine Blacklist gibt….

  2. Schreibt hier auf dem Blog Alexander Cyliax
    schrieb am 10. Januar 2008 um 13:45 Uhr (#)

    Das Programm kannte ich bisher noch nicht, aber Trim the Fat verrichtet wirklich sehr gute Dienste!

  3. christian
    schrieb am 10. Januar 2008 um 15:58 Uhr (#)

    Und wie wenig Festplatenplatz legt diese unnötige Übung frei?

  4. Schreibt hier auf dem Blog Alexander Cyliax
    schrieb am 10. Januar 2008 um 16:40 Uhr (#)

    Kommt natürlich darauf an, wieviele Programme du auf den Rechner hast, daher ist keine pauschale Aussage möglich. In Verbindung mit dem morgen erscheinenden zweiten Teil der Serie bringt da Ganze aber (gerade für Notebookbesitzer und notorisch speicherknappen User) SEHR viel!

  5. christian
    schrieb am 10. Januar 2008 um 17:24 Uhr (#)

    Sehr viele Probleme und Arbeit bringt das… Ein kurzer Blick auf meine 160gb-MacBook-HD zeigt mir dass ich gerade mal 6.5gb für Applikationen ausgebe. Ich schätze die PPC-Binaries zu entfernen würde nur ca. 500mb befreien, auf die Gefahr hin dass dabei die Programme kaputt gehen.

    Ich finde Aufwand & Ertrag sind hier nicht gerade gewinnbringend. Vielleicht kannst du uns ja deine Ersparnisse morgen dokumentieren?

  6. Schreibt hier auf dem Blog Alexander Cyliax
    schrieb am 10. Januar 2008 um 17:35 Uhr (#)

    Der Aufwand lohnt sich in meinen Augen definitiv. Gerade für die besagten Notebook-Besitzer wie mich (MacBook), die nicht immer eine externe Platte mit sich führen. Kaputt gegangen ist mir noch kein Programm, alles funktioniert tadellos. Ich selber habe die Optimierungen schon vor einiger Zeit vorgenommen und insgesamt Ersparnisse in Höhe von gut 6 Gb herausgeholt. Lass Dich einfach überraschen, die Programme sind alle von mir geprüft, eine Gewährleistung kann natürlich weder der Hersteller noch ich, bzw. Neuerdings geben, aber der Fall einer Beschädigung der Software ist schon sehr, sehr gering.

  7. diego
    schrieb am 12. Januar 2008 um 08:17 Uhr (#)

    habs ausprobiert und laut trimthefat sollte ich auch mehrere hundert MB eingespart haben. Jedoch ist bei meinem MacMini der Verfügbare Speicher um ebensoviel geschrumpft. könnt ihr mir da helfen?

  8. Schreibt hier auf dem Blog Alexander Cyliax
    schrieb am 12. Januar 2008 um 13:36 Uhr (#)

    Was genau meinst du mit dem “verfügbaren Speicher”?Die angezeigte Gesamtfestplattenkapazität?

  9. diego
    schrieb am 13. Januar 2008 um 18:51 Uhr (#)

    @alexander ja genau

  10. ryback
    schrieb am 13. Januar 2008 um 19:43 Uhr (#)

    Hm, also TTF mag seinen Job tun, ich persönlich empfehle aber eher Monolingual. Das Tool tut das selbe, hat aber zumindest für “Easy-user” den vorteil das mann seine Applications nicht einzeln draufziehen muß sondern das das Tool das ähnlich wie Tinker Tool System, eben Systemweit tut. Damit ist dann auch das Betriebssystem entschlackt was wesentlich mehr bringt.
    TTF reagiert ja eben nur auf Dinge die explizit mit ihm behandelt wurden. Davon ab läuft es zum Teil nicht sauber mit Programmen die noch nicht als UB vorliegen.
    Außerdem, und da seh ich den größten Vorteil, kann Monolingual ebenfalls die Architekturen für nicht benötigte Prozessorsysteme entsorgen. Grade für Intel user ist das grandios denn immernoch liegen viele Tool und Progs nicht nur in einer Version für Intel parat sondern eben auch für G5/G4/G3.
    Achtung, nach Anwendung dieses Features ist eine solch behandelte Version natürlich auf einem Rechner mit anderer Architektur nicht mehr lauffähig. Aber dafür spart man sich richtig Platz.

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