MixTape USB Flashdrive:
Compactcassette mit Inhalt

Wolf-Dieter Roth, 7. Januar 2008 14:36 Uhr, 2 Kommentare Kommentare

Wie schmuggelt man Computerdaten am unauffälligsten durch eine Kontrolle? In einer Kassette!

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USB-Stick mit “Tarnüberzug” (Bild: Firebox.com)

Einst trug man seine Lieblingshits auf Kassette durch die Gegend, heute eher schon mal auf USB-Sticks. Das eine mit dem anderen zu verbinden, liegt nahe. Der erste Versuch war noch etwas unelegant, da ein so großer Stick nicht an jedem Computer angebracht werden kann. Doch inzwischen gibt es die USB-Kassette 2.0:

Hier dient die Kassette - in insgesamt sechs Ausführungen, von denen eine glatt als klassische BASF Ferro Super Maxima durchgehen könnte - nur als Aufbewahrungshülle für den USB-Stick, der normale Größe hat. Mechanisch, versteht sich - elektrisch sind 64 MB mittlerweile schon als ziemlich mickrig anzusehen, da gingen auf eine C90 eindeutig mehr Songs!

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Mich erinnert dieses nostalgische Mimikri an jene Mädels, die mich seinerzeit aus dem zweiten Deutschland jenseits der Mauer anschrieben, nachdem ein Musikwunsch von mir mit Angabe von Wohnort und Name im Radio gelaufen (und auf Kassette mitgeschnitten worden) war, und mich baten, ihnen doch eine Udo-Lindenberg-Kassette in einer Schokoladenverpackung zuzusenden.

Das Versenden nicht optisch lesbarer Datenträger im Arbeiter- und Bauernstaat war damals nämlich streng verboten (was würde die DDR mit dieser Vorschrift heute wohl im CD-und DVD-Zeitalter machen?), war aber dennoch bei der Stasi gerne gesehen, weil man sich so keine Kassetten für die Abhöranlagen kaufen mußte, sondern die beschlagnahme Ware einsetzen konnte!

Daß die Stasi schmackhafte Westschokolade jedoch ebenfalls konfiszieren würde, hatten die schlauen Mädels nicht bedacht, so etwas wäre höchstens mit einer im Westen nicht grundlos völlig unbekannten Schlager Süsstafel gegangen, die dann immerhin auch wirklich mal Schlager enthalten hätte…

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Was wesentlich sinnvoller wäre, ist eine solche Kassette, die dann aber ähnlich den Adapterkassetten für CD-Player am Autoradio die in ihr versteckten MP3s auch abspielen kann.

Die Scherz-Sticks sind jedoch mit knapp 27 Euro für gerade mal 16 Songs einer CD eigentlich zu teuer und nur als Gag-Geschenk geeignet, wenn man erstmal sehen will, was der so Beschenkte zunächst für einen Flunsch zieht, wenn er die angegammelte Kassette auspackt….

[Firebox.com: MixTape USB Flashdrive]

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2 Kommentare zu diesem Artikel

  1. Juri Gottschall

    schrieb am 7. Januar 2008 um 15:08 Uhr (#)

    Sind die Kassetten eigentlich funktionstüchtig oder sind das nur “Dummies”?

    Das wäre doch mal praktisch: Die gleiche Musik auf Kassette und Stick. Sozusagen die vollkommene Kompatibilität.

    (Ja, es gibt noch Menschen die Kassetten benutzen. Auch zum Musikhören)

  2. Wolf-Dieter Roth

    schrieb am 7. Januar 2008 um 15:41 Uhr (#)

    Ich denke, sie können nicht funktionstüchtig sein, weil dann der Stick nicht in sie eingelegt werden kann.
    (Ich habe noch Kassetten im Anrufbeantworter. Zum Musikhören laufen sie nur noch selten. Aber dafür habe ich noch ein 5 1/4-Zoll-Laufwerk in einem PC ;-)).


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