Deutsche Grammophon Klassikalben im MP3-Format

Die Deutsche Grammophon sprengt zwei Tabus: MP3 für klassische Musik – und MP3 ohne Kopierschutzschikanen überhaupt. Sie bietet 2400 klassische Alben in hoher MP3-Qualität zum Download an.

DGwebshop

Was haben wir uns in den letzten Jahren mit Kopierschutz, verkrüppelten Dateiformaten, unlesbaren CDs und Gefängnisandrohungen herumgeärgert. Die Deutsche Grammophon hat immerhin nun erkannt, dass es im Internet Kunden und nicht nur Kriminelle gibt. Und zwar sogar unter den sehr anspruchsvollen Klassikliebhabern, denen mitunter selbst die normale CD nicht gut genug ist, geschweige denn MP3.

Was allerdings noch nicht so ganz hinhaut, ist das Preis-Leistungs-Verhältnis: Einzelne Titel kosten 1,30 Euro. Für rund 11 Euro kann man sich komplette Alben herunterladen. Das ist bei Apples iTunes Music Shop mit fast ausnahmslos 0,99 Euro für einzelne Titel und 9,99 Euro für komplette Album billiger – und das, wo Klassikaufnahmen normal deutlich preiswerter sind als neue Hits. Aber es ist schon mal ein Anfang.

Bezahlt wird mit Kreditkarte. Auch Covers, Begleittexte und Booklets liefert die Deutsche Grammophon mit. Im Internetshop finden sich sogar Alben, die schon längst nicht mehr in Läden aufzustöbern sind.

Beim Dateiformat hat die Deutsche Grammophon auf MP3 mit 320 Kilobit/Sekunde gesetzt. Dabei dürften auch Audiophile kaum einen Unterschied zur Original-CD heraushören. Probleme entstehen höchstens, wenn der verwendete MP3-Mobilunterhalter die hohe Datenrate nicht unterstützt. Kopierschutzprobleme gibt es ebenfalls keine, allerdings waren Klassik-CDs auch noch nie kopiergeschützt – sie sind nicht die typische Schulhof- oder Tauschbörsen-Mucke. Dennoch mutig und anerkennenswert, für diese Klientel einen Online-Shop aufzubauen.

DG-Shop Album

Mehr lesen

Sony Microvault Style USB-Sticks: Speichern mit Stil

8.2.2011, 4 KommentareSony Microvault Style USB-Sticks:
Speichern mit Stil

Sony bringt mit den Microvault Style USB-Sticks besonders kleine und leichte Datenträger auf den Markt, die in drei Farben und drei Speicherkapazitäten erhältlich sind

LaCie Rugged 3.0 externe Festplatte: Stoßfest, schnell und zukunftssicher

28.4.2010, 2 KommentareLaCie Rugged 3.0 externe Festplatte:
Stoßfest, schnell und zukunftssicher

Die neue LaCie Rugged 3.0 externe Festplatte mit USB 3.0-Anschluss und soll einen Sturz aus über 2 Meter überstehen.

USB-Sofa-Filesharing: Sperriger USB-Stick

1.12.2009, 2 KommentareUSB-Sofa-Filesharing:
Sperriger USB-Stick

Ein Sofa mit USB-Anschlüssen und 14 GB Speicher ist nicht gerade transportabel, hat aber auch einen anderen Einsatzgrund.

Phonak Audéo PFE 232 im Test (1): Der Klang von Platin

24.4.2012, 0 KommentarePhonak Audéo PFE 232 im Test (1):
Der Klang von Platin

Phonak Audéo PFE 232 sind In-Ohr Kopfhörer der Oberklasse vom Schweizer Hörgeräte-Spezialisten. Wir haben haben getestet, ob ihr hoher Preis gerechtfertigt ist.

Ceratec CeraAir Two: AirPlay-Röhre made in Germany

13.3.2012, 0 KommentareCeratec CeraAir Two:
AirPlay-Röhre made in Germany

Ceratec ist ein Familien-Unternehmen, das High-End-Audiogeräte in Bremen produziert. Mit dem CeraAir Two stellt Ceratec eine AirPlay-fähige Bassreflex-Anlage in Form einer schlanken Röhre vor.

Nun auch Komplettpakete von Onkyo: HT-S3505, HT-S4505, HT-S6505 - 5.1-Receiver mit Lautsprechern

15.2.2012, 0 KommentareNun auch Komplettpakete von Onkyo:
HT-S3505, HT-S4505, HT-S6505 - 5.1-Receiver mit Lautsprechern

Wer von einer normalen Stereoanlage auf Surround umsteigen will, hat normalerweise ein Problem: Ihm fehlen mindestens drei Lautsprecher. Onkyo liefert für Einsteiger nun auch diese mit.

Teufel Raumfeld One: Musik liegt in der Luft

7.1.2012, 0 KommentareTeufel Raumfeld One:
Musik liegt in der Luft

Audio-Streaming wird eines der großen Themen in diesem Jahr. Viele grosse Hersteller bauen derzeit ihr Sortiment in diesem Bereich aus. Auch Teufel mischt hier mit und erweitert die Raumfeld-Reihe um den kompakten All-in-One Streaming-Stereo-Speaker Raumfeld One.

Chumby One im Test: Wecker mit Widgets

20.1.2010, 8 KommentareChumby One im Test:
Wecker mit Widgets

Chumby One ist ein Nachttisch-Gadget für alle diejenigen, die nicht per iPhone rund um die Uhr mit der Welt verbunden sind.

Sansa Fuze im Test: Schon dicht am iPod

2.10.2008, 15 KommentareSansa Fuze im Test:
Schon dicht am iPod

Der Sansa Fuze von SanDisk will es mit dem iPod nano aufnehmen. Klein aber fein lautet die Strategie. neuerdings.com hat den MP3-Player getestet.

2 Kommentare

  1. Matthias Lehming
    schrieb am 10. Dezember 2007 um 14:26 Uhr (#)

    Sind nicht die Lieder aus iTunes auch kopiergeschützt? Und meistens sind klassische Musikstücke auch länger als moderne Titel. Vielleicht kommt hierher der Preisunterschied?

  2. Schreibt hier auf dem Blog Wolf-Dieter Roth
    schrieb am 10. Dezember 2007 um 20:48 Uhr (#)

    @Matthias: Ja, Itunes ist bislang noch mit DRM (“kopiergeschützt” würde ich es nicht nennen, man kann reguläre CDs draus machen), es gibt aber auch erste Musik “ohne” auf Itunes. Es lag an der Plattenindustrie, nicht Apple, daß es dort bislang DRM hat. Außerdem sind die Itunes-Dateien natürlich kein MP3 – man kann aber MP3s draus machen.

    Aber nein, nach Länge wird in der Musik nicht bezahlt. (So manchem Straßenmusikanten zahlen die Leute ja sogar, damit er endlich aufhört ;o).

    Klassik-Aufnahmen sind meist deutlich billiger als moderne Musik, wenn es nicht gerade ein totales Star-Orchester mit Star-Dirigent ist, aus einem ganz einfachen Grund: Der Komponist muß nicht mehr bezahlt werden, nur noch die Musiker. Die Komposition ist rechtefrei (wohlgemerkt nicht etwa die Aufnahmen oder auch gedruckte Notenblätter!! Die darf man nicht einfach scannen und irgendwo online stellen…), weil die Urheberrechte abgelaufen sind.

    Schon vor 20 Jahren kamen von Pilz die ersten günstigen Klassik-CDs raus für ein paar Mark mit dem Prager Rundfunkorchester, also wirklich guten Musikern. Und heute kann man z.B. bei Weltbild 20 Klassik-CDs für 20 Euro bekommen. Ok, wie gut die Aufnahmen sind, weiß ich da nicht, die von Pilz waren sehr gut.

    Die Deutsche Grammophon hat natürlich deutsche Musiker, aber auch dort sind die CDs m.W. nicht überteuert. Und da man sich beim Online-Verkauf ja CD, Schachtel und Heft spart, kann das nicht mehr kosten, trotz Server etc.

    Von daher ist es jetzt schon ungewöhnlich, wenn die neuesten Hits online billiger sind als die Klassik. Allerdings muß man natürlich sehen, daß die Plattenfirmen selbst bislang die Online-Musik auch noch teurer verkaufen als Apple. Und in noch blöderen DRM-Formaten (MS WMV…).

    Obwohl ich die bessere Qualität von CDs durchaus schätze, kaufe ich wegen des Kopierschutz-Ärgers (den Itunes trotz DRM nicht macht – ich kann aus meinem Einkauf dort eine lauffähige CD brennen, aber aus einer CD mit Kopierschutz keinen Ipod füttern, außer ich mache mich mit großem Zeitaufwand nach deutschem Recht strafbar, indem ich den Kopierschutz umgehe – darf man hier nicht!) selbst nur noch bei Itunes ein. Ausnahme war die neue Ärzte-CD. Warum? “Wie immer: ohne Kopierschutz” (schreiben die netterweise extra drauf). Und vier MP3s zum Download gab es sogar noch dazu. Und gute Texte. Aber jetzt schweife ich ab… ;-)

Diesen Artikel kommentieren

Wir sind sehr an einer offenen Diskussion interessiert, behalten uns aber vor, beleidigende Kommentare sowie solche, die offensichtlich zwecks Suchmaschinenoptimierung abgegeben werden, zu editieren oder zu löschen. Mehr dazu in unseren Kommentarregeln.

  • Neuerdings auf Twitter

  • Über neuerdings.com

    Die tägliche Dosis Technik. Wir melden nicht nur das Erscheinen neuer Gadgets, sondern testen sie aus Anwendersicht.

  • Autoren