Test:
Microsoft Memory Mouse 8000:
Multi-Funki-Maus

Kurt Haupt, 29. November 2007 10:40 Uhr, 7 Kommentare Kommentare

Mit der Mobile Memory Mouse 8000 versorgt Microsoft die Arbeitsnomaden mit einer Funkmaus, die wahlweise über den mitgelieferten Funkadapter, Bluetooth oder Kabel kommuniziert. Der Funk-Stick funktioniert nebenbei auch noch als Speicherstäbchen.

Microsoft Mobile Memory Mouse 8000 Livestyle

Irgendwann nervt das Herumgedrücke an Notebook-Mausnippeln und mit ihrem nervösen Kratzen auf dem Mauspad erinnern fleissige Mobilarbeiter manchmal an hungrige Eichhörnchen. Einfacher geht es mit einer Mini-Maus, die dank Bluetooth-Anschluss sogar ohne Stöpselei auskommt und trotzdem am Desktop-PC funktioniert.

Wer je mit einer Viertasten-Maus mit Doppelrichtungsdrehrädchen durch seine Excel-Tabelle gerast ist, will nie mehr ohne Rädchen. Entsprechende Kabelmäuse verheddern sich aber unterwegs permanent und bei den kabellosen Mäusen verschwindet früher oder später der nötige Funk-Dongle irgendwo in den Tiefen des Rucksackes.

Microsoft Mobile Memory Mouse 8000

 

Bluetooth spart Stöpsel

Microsoft kriegt also schon mal einen Punkt, weil sie ihre Mobile Memory Mouse 8000 mit Bluetooth ausgerüstet hat. Dadurch verbindet sie sich mit den gängigsten Notebooks innerhalb von Sekunden. Meist klappt das sogar ohne Treiberinstallation. Um die volle Funktionalität zu nutzen, muss allerdings die IntelliPoint-Software auf den Rechner gespielt werden.

Fehlt Bluetooth, kann man die Memorymaus auch via Funkadapter oder Kabel verbinden. Dazu wird ein gängiger USB-Stick angeschlossen. Dieser funkt im 2,4-Gigahertz-Bereich und bringt es auf eine Reichweite von bis zu 10 Metern. Im eher hässlich designten Stick befinden sich ferner noch 1 Gigabyte Flash-Speicher. Der Funker erscheint unter Windows als zusätzliches Laufwerk und nimmt die wichtigsten Daten für unterwegs auf. Peinlich ist allerdings, dass sich der Stick unter Vista nicht für die Systembeschleunigung ReadyBoost verwenden lässt, dazu sind anscheinend die verbauten Speicherchips zu lahm.

Microsoft Mobile Memory Mouse 8000 Stick mit Magnetstecker

Bei Apple geklaut ist die Idee mit magnetischen Kabelanschlüssen. Sowohl am Stick als auch auf der Mausunterseite finden sich die nötigen Anheftstellen für das mitgelieferte Kabel. Mausseitig ist der Anschluss versenkt, so dass er bei der Nutzung nicht stört.

Microsoft Mobile Memory Mouse 8000 Stick Kabelanschluss Maus

Im Wesentlichen dient das Kabel, um den integrierten Akku aufzuladen. Dieser ist als AAA-Typ ausgelegt und lässt sich also notfalls auch durch eine entsprechende Batterie ersetzen. Für diese Idee kriegt Microsoft nochmals einen Punkt. Der Akku sollte laut Microsoft rund drei Wochen durchhalten, eine Vollladung benötigt fünf Stunden.

Immer dabei

Das flexible Anschlusskonzept macht es möglich, dass man im Büro die Funkmaus mit dem Dongle am Desktoprechner verwendet. Braucht man für unterwegs am Notebook eine Bluetooth-Funkmaus, packt man sie einfach ein. Wer nicht vergisst, ab und zu auch das Kabel anzustecken, hat eine Maus für alle Gelegenheiten. Aufgrund der kleinen Abmessungen leidet allerdings die Ergonomie, wer also seinen Handballen stundenlang über die Pultplatte rutschen lässt, wechselt besser zu einer echten Desktop-Maus.

Die neue Maus bot auch Gelegenheit, wieder einmal einen Blick auf Microsofts Treibersoftware zu werfen. Diese kann in der Version 6.2 aus dem Internet heruntergeladen werden. Die beigepackte 6.1-Version zickt mit Windows Vista. Zwei Dinge haben uns besonders gefreut. Erstens kennt nun auch Microsoft ein “beschleunigtes Drehrad”. Rädelt man flink wird die Geschwindigkeit dynamisch erhöht. Logitech hat diese Idee erstmals bei ihrer Free-Wheel eingeführt.

Microsoft Mobile Memory Mouse 8000 Radtempo

Einen Applaus kriegt Microsoft ferner für applikationsabhängige Maustasten. So kann man nun beispielsweise die Daumentaste in jedem Programm einer anderen Aktion zuordnen. Bei uns löscht sie in Thunderbird eine Spam-Mail (Delete-Taste) und schliesst in Firefox das Browserfenster (STRG-W). Hat man den Trick erst mal gefunden, will man ihn nicht mehr missen.

Microsoft Mobile Memory Mouse 8000 Intellipoint

Fazit: Microsoft hat mit der Mobile Memory Mouse 8000 eine clevere Reisemaus geschaffen, die auch am Desktop-PC einfach genutzt werden kann. Laut Datenblatt funktioniert die Maus übrigens auch mit MacOS X in den Versionen 10.2 bis 10.4.

Preis: 89,99 Euro (149 Franken)

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7 Kommentare

  1. Alexander Cyliax
    schrieb am 29. November 2007 um 12:15 Uhr (#)

    Auch wenn Microsoft nicht gerade zu meinen persönlichen Favoriten zählt, die Funktionen und das Aussehen der Maus sind wirklich tadellos!

  2. MILE
    schrieb am 29. November 2007 um 20:57 Uhr (#)

    Hmmh, schade…an sich suche ich gerade Ersatz für meine verendete BT-Maus von Kensington und die hier sieht echt gut aus — aber wenn ich sie unter 10.5 am Mac nicht nutzen kann, wird das wohl nichts…!? :(

  3. MILE
    schrieb am 29. November 2007 um 20:58 Uhr (#)

    Ach ja, trotzdem noch ‘ne Frage: Hat die Maus einen internen Akku oder werden herkömmliche Batterien verwendet…?!

  4. Schreibt hier auf dem Blog Wolf Dieter Roth
    schrieb am 29. November 2007 um 21:11 Uhr (#)

    @Mile:

    “Im Wesentlichen dient das Kabel, um den integrierten Akku aufzuladen. Dieser ist als AAA-Typ ausgelegt und lässt sich also notfalls auch durch eine entsprechende Batterie ersetzen.”

    Das beantwortet die Frage doch, oder? Mit einem klaren “sowohl, als auch”. :-)

    @Alexander: Bei Mäusen war Microsoft immer schon recht gut, in den letzten Jahren meist sogar besser als Logitech.

    Achja, was das “tolle Aussehen” der Maus betrifft, bitte beachten: Wir sprechen von dem buckligen dunklen Teil auf der Hand. Auch wenn das erste Bild etwas…äh…”unübersichtlich” geraten ist. Als ob die Maus sowas nötig hätte…

  5. Robert
    schrieb am 29. November 2007 um 21:12 Uhr (#)

    Einfach ne tolle Maus, werd die Tage mal losziehen und sie mir genauer anschauen :)

    @Mile ein interner Akku wäre ideal und ein muss für diese Maus!

  6. MILE
    schrieb am 29. November 2007 um 21:18 Uhr (#)

    Danke für den Nachtrag, das habe ich tatsächlich überlesen…! :(

    Wenn jetzt noch jemand in Redmodn Bescheid geben könnte, dass das aktuelle Betriebssystem auf dem Mac OS X 10.5 ist, dann würde ich mir selbst so einen Nager zu Weihnachten schenken…! ;)

  7. Alexander Cyliax
    schrieb am 30. November 2007 um 00:19 Uhr (#)

    @Dieter: Ich hatte glaube ich bisher lediglich 3-4 Mäuse. Eine super-billig Maus, eine von Microsoft (die erste optische), dann jahrelang eine Razer (sehr zu empfehlen) und aktuell seit einem Jahr eine super schnurlose Maus von Logitech, da hält der Akku im alltäglichen Einsatz gut ein Jahr!

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