NEC Powermate P5000:
Metrosexueller PC

“Hybrid”-PC nennt NEC ihren Powermate P5000 – eine Art Kreuzung von Notebook- mit Desktop-Rechner. Er scheint aus der Platznot der typischen japanischen Wohnung geboren.

NEC Powermate P5000 160645

“Der Hybrid-PC, der zu deinem Lebensstil passt”, behauptet die Microsite vom Powermate P5000 von NEC, und angesprochen fühlen dürfen sich alle modernen Menschen in winzigen Wohnungen: Der Powermate ist weder platzfressender Desktop-PC noch zu kleines Notebook (das, nebenbei angemerkt, gemäss unserer Erfahrung aufgeklappt herumliegend ebenfalls permanent ziemlich viel Raum auf dem Küchentisch einnimmt.) Der Powermate P5000 hingegen steht aufrecht und ist dafür geschaffen, im Heim herumgetragen und an wechselnden Orten genutzt zu werden. Dazu dienen auch die Funk-Tastatur und -Maus.

NEC Powermate P5000 160653

In Japan sei der Powermate P5000 das bestverkaufte Modell, behauptet Hersteller NEC (und setzt ein Asterisk hinter diese Aussage, das nirgends auf der gleichen Seite von einer Fussnote aufgelöst wird: Das meistverkaufte Modell seiner Klasse? Zweifellos – die Klasse ist schliesslich “ein völlig neues Konzept”).

NEC Powermate P5000 160655

Ganz abschliessend durchdacht ist das Konzept indes nicht – einen Akku hat der androgyne Rechner keinen, das eine Kabel, das, welches ihn mit Strom versorgt, muss immer noch angeschlossen werden. Fürs Netzwerk allerdings bedient er sich ebenfalls der Funkwellen, so man den welche in der Wohnung hat.

NEC Powermate P5000 160649

Er ist angeblich flüsterleise und damit bestens geeignet, um Musik zu hören – was man allerdings wohl eher weniger mit den kleinen Lautsprecherlein tun möchte, die in den Kanten des 17-Zoll-Bildschirms eingebaut sind – und damit sind wir bei den nächsten Kabeln, es sei denn, man beschaffe sich das brandneue Bluetooth-Headset von Logitec.

NEC Powermate P5000 160651

Derzeit wird die Powermate P-Serie erst im asiatischen Raum (und in Australien) vertrieben. In den USA würde er sich wohl in Ballungsgebieten wie der Bay Area und New York durchaus verkaufen. Ob er es allerdings ins wohnflächenverwöhnte Europa Schafft, steht wohl in den Sternen.

Technische Daten:

  • 1,6 GHz AMD Turion-Prozessor
  • 1/2 GB DDR RAM
  • 200 GB Harddisk
  • Double Layer +R DVD Slotloader
  • Gigabit WLAN
  • USB, Firewire, LAN-, PC-Card, SD-Card und Audio-Anschlüsse
  • 17,1 Zoll TFT mit 1440*900 Pixeln Auflösung
  • Gewicht 4KG
  • Windows Vista Home

NEC Powermate P5000 Microsite

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4 Kommentare

  1. Stefan S.
    schrieb am 25. November 2007 um 12:29 Uhr (#)

    wow! es ist ein iMac ohne das design eines iMac :-) die grünen und pinken anschlüsse sind einfach auf jedem win pc und notebook vorhanden, das macht sie leider nicht schöner :-/ wenn platz sparen ein argument ist, wieso ist dann ein komischer, richtig grosser “henkel” vorhanden, der einem einzigen zweck dient: tragegriff spielen. wie bereits im artikel rauszulesen steht das ding ohnehin meist am gleichen ort!

  2. Hans
    schrieb am 26. November 2007 um 12:01 Uhr (#)

    Ist bekannt, ob NEC den auch in Europa verkaufen wird und wenn ja, zu welchem Preis? Mit ‘ner besseren Intel-CPU könnte das echt ein iMac Killer werden.

    Thema “Henkel”: Da viele Schreibtische direkt an der Wand stehen, kann man den PC auch am Handgriff dagegen lehnen und sich die rückwärtige Stütze sparen/abschrauben – daher auch die Gummifüße als Wegrutsch-Schutz! Außerdem kann man oben eine Art Aufbewahrungs-Schale einhängen, siehe Bilder.
    Find ich beides sehr clever, endlich mal ein frisches, praktisches und schickes PC-Design.

  3. Stefan S.
    schrieb am 26. November 2007 um 15:24 Uhr (#)

    Anlehnen klingt nicht ganz ungefählich! Wenn da wer den Boden aufwischt und an die Tischbeine stösst ist das Gerät ein iMac ohne iMac Design aber mit vielen kaputten Teilen :-) Das Problem “iMac Killer” dürfte das übliche sein: zu hoher Preis oder nicht vergleichbare “innere Werte”. Ist wie bei iPod Killern. Davon gibt es so viele und doch kann keiner ernsthaft mit Apple konkurrieren… :-/

  4. Hans
    schrieb am 29. November 2007 um 12:23 Uhr (#)

    Na ja, so schnell fällt der beim Anstoßen nicht um oder rutscht weg, denke ich, sofern da nicht eine Putze von Elefanten-Kaliber gegen walzt… Ist aber auch egal, war ja nur ein Erklärungsversuch für das (IMHO sehr gelungene) Henkel-Design.
    Der Begriff “XYZ Killer” ist sicher ein Buzzword, dass man nicht überbewerten und allzu wörtlich nehmen sollte. Selbst wenn ich es gebrauche. ;-) Man darf aber auch nicht unterschätzen, dass weltweit halt noch immer 90% Windows-PCs oder so verkauft werden und ein attraktives Gerät wie dieses hier selbst dann auf Stückzahl-Niveau eines iMac kommen könnte, wenn es ein absolutes Nischengerät bliebe. Der PC-Kuchen ist so groß, dass selbst ein kleiner Krümel davon noch einem netten Stück Mac-Kuchen entspricht.

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