Gphone Android in Aktion – die Bilder
Google bringt nicht das gPhone, sondern Android, eine neue, offene Plattform. Jetzt ist das Entwicklerkit (Software Developer Kit, SDK) veröffentlicht worden. Enthalten ist ein Emulator – und wir haben das System sofort ausprobiert und Screenshots angelegt.

Die Android-Benutzeroberfläche hat was Googliges (alle Bilder: anklicken für Vollansicht).
Google bringt mit Android die Software-Plattform für das legendäre Gphone. Das System ist bereits verfügbar und kann bei Google heruntergeladen werden. Die Oberfläche, zu testen mit dem Software-Emulator auf Windows, Linux oder Mac OSX, sieht bereits vielversprechend aus.
Die Anwendungen sehen folgendermassen aus:


Homescreen und Start des Browsers (logisch – Google als Homepage)


Webseiten lassen sich zoomen. Sehr cool: History im Coverflow- oder Timemachine-Look.


Google Maps auf dem Gphone mit Satellitenansicht. Das Adressbuch ist noch etwas mager.


Anwendungen und Ausschalten – mit einem eleganten Hintergrund-ausbleich-und-verschwimm-Effekt. Mehr ist noch nicht drauf…
Stellt sich die Frage, wie man dafür die beste Software schreibt. Ganz einfach: Man lässt sie schreiben. Google hat dafür ein “Preisgeld” von 10 Millionen Dollar bei Seite gelegt, um die besten programme für Android mit Preisgeldern zu überhäufen – und die Produktivität der freien Softwareingenieure so richtig anzukurbeln.
“Wir möchten diese Entwickler soweit als möglich entschädigen”,
verkündet Sergey Brin im Video auf der Android-Seite bei Google. Und Steve Horowitz zeigt ein paar Prototyp-Anwendungen mit Touchscreen-Steuerung und weiteren coolen Anwendungen – Android hat eine 3D-Engine und ein nettes SMS-Tool, das eingehende Meldungen in jedem Bildschirm in der Statuszeile oben anzeigt und Konversationen als Dialog auflistet.
































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SMS-Konversation als Dialog anzeigen macht das iphone auch.
Ja – mein drei Jahre alter Palm auch.
Viel schöner wäre, wenn Android schliesslich all das macht, was die Treos nicht hinkriegen könnnen und Apple nicht hinkriegen will. Und dafür stehen die Chancen gut. Fehlt nur noch der Hardwareproduzent, der alles unterstützt. Und da sehe ich die grössten Probleme. Weil mit diesem Prinzip die Ära der providergebundenen Mobiltelefone zu Ende gehen wird, und damit auch das Subventionssystem. Die kleinen Mädchen und Jungen können sich aber ohne die Spielsachen nicht wirklich leisten. Bin gespannt, wie der Markt dieses Segment bedienen wird.
ich find das projekt geil! Vorallem weil es im Gegensatz zum iPhone für Entwickler offen ist. Schade nur dass Multitouch nicht eigesetzt wird. Der Apple Browser auf dem iPhone gefällt mir deutlich besser.
Ich bin überzeugt, dass die freie Entwicklerszene Unmengen hervorragender Programme schreiben wird. Multitouch ist nett, aber ob ich jetzt via Taste oder via Finger zoome, ist mir herzlich wurscht – hauptsache, ich KANN zoomen. Und Copy/pasten, zum Beispiel. Und Flash benutzen.
Angesichts des 10-Mio-Wettbewerbs für Software ist mit einer Flut von Anwendungen in kürzester Zeit zu rechnen. Ich denke auch, das grössere Problem wird die Hardware sein – und deren Preis für die Konsumenten.
“Multitouch ist nett, aber ob ich jetzt via Taste oder via Finger zoome, ist mir herzlich wurscht – hauptsache, ich KANN zoomen.”
Das erinnert mich an die Argumentation vor 20 Jahren, wozu man denn, bitteschön, eine Maus brauche ;-) Wenn ich mit meinem Nokia N73 im Internet surfe (was ich aus nachvollziehbaren Gründen nur unter großem Leidensdruck überhaupt in Erwägung ziehe) und will eine Website zoomen, dann drücke ich auf Optionen, hangel mich mit dem Joystick runter bis zum Punkt “Zoomen”, nach rechts ins Untermenü, da wieder runter bis zur passenden Auswahl. In der Zeit hätte ich mit einem Doppeltippen auf dem iPhone schon mehrere Male ohne Mühe vergrößert und wieder zurückgestellt. Und vom stufenlosen Zoomen per “Auseinanderziehen” mal gar nicht zu reden.
Manche Sachen gehen mit Tasten gut, manche Sachen lassen sich nur über Multitouch realisieren. Manche Leute mögen eben intuitive Bedienung, andere wollen alle Eckdaten selbst kontrollieren. Fein. Aber was wir mit dem iPhone sehen ist Generation 1. Vergleichbar mit dem Apple II, dem ersten Mac, dem originalen IBM PC, dem ersten iPod, dem ersten “Handy” Modell “funkender Backstein”…
Ich denke, in fünf Jahren wird den meisten klar werden, wo bei Multitouch der große Unterschied liegt – vielleicht nicht für die Freaks und Geeks, die auch heute noch am liebsten per Kommandozeile arbeiten, aber sicher für den Normalanwender. Wenn ich sehe, was jetzt schon an Ideen für iPhone und iPod touch umgesetzt wurde, obwohl es offiziell gar nicht geht, bin ich schon sehr gespannt, was ab Februar 08 passiert, wenn das SDK vorliegt.
Aber Peter kann ich damit sicher nicht überzeugen ;-)
@Jan: Näää, ich bin ein hoffnungsloser Kommandozeilenanhänger ;-)
Ehrlich gesagt, die Zoomerei war DAS Ding auf dem iPhone, das mich FAST davon abgehalten hätte, es nach zwei Wochen wieder zu verkaufen.
Aber was Google hier zeigt (unbedingt das Video anschauen) hat so viel Potential, ist vollständig offen und wird mit 10 Mio preisgeld gepusht, dass ich keine zweifel habe, dass die gleichen leute, die spannendes, noch nicht implementierbares zeug fürs iPhone entwerfen, die entsprechenden Programme noch vor Veröffentlichung des SDK von Apple publiziert haben werden. Fehlt nur ein wirklich gutes GPhone bezüglich Hardware – aber was Steve Horowitz da in der hand hält, verspricht doch schon einiges.
Hallo,
also es ist soweit, dass gPhone
von Google wird noch diesen Monat in den USA vorgestellt.
LG Chris