Nokia N810 Internet Tablet Anfassen ausdrücklich erlaubt!

Kathrin Grannemann, 10. November 2007 08:22 Uhr, 4 Kommentare Kommentare

Das Nokia N810 Internet Tablet haben wir hier schon technikseitig behandelt. Auf der Web 2.0 Expo in Berlin haben wir das Gerät mal für euch in die Hand genommen, um zu gucken, ob es hält, was die technischen Daten versprechen.

Nokia N810
Nokia N810 mit neuerdings.com

Web 2.0 Expo: Nicht nur eine Gelegenheit, um neue Techniken im Webbereich vorzustellen, sondern auch um neue Gadgets zu präsentieren. Grund genug für Nokia, ihr gegen Ende des Monats erscheinende N810 vorzustellen.

 

 

Zuallererst fällt sicher das schicke Design auf. Ob gebürsteter Edelstahl heute noch modern ist, darf jeder für sich selbst entscheiden, ich jedenfalls finde es gelungen. Vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass es im Gegensatz zum Hochglanz nicht so stark verkratzen kann. Im eingefahrenen Zustand liegt das Tablet überraschend gut auch in meiner kleinen Hand. Fährt man die Tastatur heraus, ist es etwas unhandlicher.

Was die Benutzerfreundlichkeit angeht, kann ich nach etwa 20 Minuten herumspielen sagen: Es ist reine Gewöhnungssache. Das gilt vor allem für den Touchscreen, der sich sowohl mit Plastikstift als auch mit den Fingern benutzen lässt. Das erfordert allerdings Übung, selbst der Standbetreuer hatte zwischenzeitlich ein wenig Probleme bei der Präsentation.

Im Gegensatz zum N800 hat das neue Modell eine normale Tastatur, die mit etwas kräftigeren Händen leider etwas unpraktisch ist. Die auf dem Foto präsentierte Tastatur ist übrigens die skandinavische Version, für die meisten Länder wird es eine lokalisierte Version mit der üblichen Tastaturbelegung geben.

Nokia N810
Nokia N810 – die Tastatur

Der Funktionsumfang kann sich durchaus sehen lassen. Surfen über den bereits installierten Firefox, ein eingebauter RSS-Reader und Skype für VoIP sind nur einige der Beispiele. Schick auch die Tatsache, dass der Mailclient das Einrichten von mehreren Accounts zulässt.

Nokia N810

Im Gegensatz zu aktuellen Smartphones wie dem iPhone ist das N810 offen für alles: Dank dem Open Source-Betriebssystem maemo kann man diverse Zusatzprogramme installieren. Momentan ist die Auswahl für das auf dem N810 installierte OS2008 noch gering, es dürfte aber noch einiges dazukommen.

Nokia N810

Was gibt es sonst noch? GPS-Empfänger, VGA-Kamera, ein eingebauter gar nicht mal schlechter Lautsprecher, WLAN, Bluetooth, USB 2.0, Standard-3,5mm-Klinkenstecker für Kopfhörer, 2GB interner Speicher mit Erweiterungsfähigkeit per SD-Karte.

Was fehlt, ist ein UMTS-Modul, was den mobilen Einsatz etwas erschwert. Schließlich hat man nicht überall ein Funknetz zur Verfügung. Einzige Alternative ist dann der Gebrauch eines Handies, um sich per UMTS einzuwählen.

Alle Anschlüsse und Schalter verbergen sich in der unteren Hälfte des Geräts. Diese Tatsache ist vor allem dann unpraktisch, wenn man die Tastatur nutzen möchte. Die Knöpfe für den Vollbildmodus und das Zoomen sind dadurch schwer zu erreichen.

Alles in allem gefällt das N810 auf den ersten Blick. Schickes Design, gewöhnungsbedürftige, aber gute Funktionalität und die Freiheit, eigenständig und problemlos Programme zu installieren machen das Tablet vor allem für Entwickler interessant. Komplette Spezifikationen inklusive Rundumansichten finden sich hier.

P.S.: Kleines Detail am Schluss: Das hier fotografierte N810 scheint übrigens einer der Nokia-Prototypen zu sein, anders lässt sich die Modellnummer N00 auf dem Gehäuse wohl nicht erklären…

Nokia N810

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4 Kommentare

  1. Hans
    schrieb am 12. November 2007 um 11:58 Uhr (#)

    Ich hatte das Ding auch in der Hand. Und ich hatte schnell genug davon.

    Das Gerät leidet leider an klassischer Featuritis.
    Es besitzt zu viele Funktionen und zu wenig Magie.

    Jeder, der sich für dieses Gerät interessiert sollte es mal mit einem iPhone oder wenigstens dem iPod Touch vergleichen.

  2. Schreibt hier auf dem Blog Kathrin Grannemann
    schrieb am 12. November 2007 um 15:13 Uhr (#)

    Featuritis? Fand ich ehrlich gesagt eher weniger, es waren halt die Funktionen, die ich von einem eher als temporäres Arbeitsgerät gedachtem Tablet erwarten würde.
    Die Funktionen, die es hat, bedürfen zugegebenerweise einer gewissen Gewöhnung, ich habs in der kurzen Zeit jedenfalls nicht perfekt geschafft, mit dem Touchscreen umzugehen…
    Den Vergleich mit dem iPhone würd ich übrigens nur ungern anstreben, weil das N810 nunmal kein Telefon ist. Und im Vergleich mit dem iPod touch hat das Tablet einen klaren Vorteil: Die Tastatur.

  3. Harald Meyer
    schrieb am 19. November 2007 um 12:31 Uhr (#)

    Hallo,
    ich “arbeite” seit längerm mit den Vor-Vorgänger Nokia 700. Mir macht es viel Spaß damit, auf dem Sofa ‘mal kurz eine Website anzusurfen oder ähnliches (http://amazon.de/review/R…I/ref=cm_cr_rdp_perm). Ich bin jedenfalls gespannt darauf, das N810 zum ersten Mal in den Händen zu halten.

    Harald

  4. robin
    schrieb am 14. November 2008 um 21:19 Uhr (#)

    ich will ma wisse
    ob das handy denn laut ist denn ich habe jetz en nokia 6233 und das ist eig supper laut also doppelt so laut wie son sony ericcson ding ?

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